MÜNSTER Es gibt Fußballer, die einen Einsatz in der Zweiten als lästige Pflicht abtun und lustlos Dienst nach Vorschrift schieben. Und es gibt Wojciech Pollok. Der Regionalliga-Stürmer war beim 3:0 (1:0)-Erfolg der U23 des SC Preußen gegen den Hövelhofer SV der Mann des Spiels und erzielte alle drei Treffer (18., 73., 88./ Foulelfmeter).Von Matthias Dersch
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Tino Möllering (v.) ist bald ein Borusse. (Foto: Witte)
Der etatmäßige Regionalliga-Stürmer der Preußen schraubte seine Jahresbilanz bei der SCP-Zweitvertretung damit auf fünf Tore in zwei Spielen – und sorgte dafür, dass U 23-Trainer Arne Barez einen ruhigen Nachmittag verbringen konnte.
"Er fügt sich hier klasse ein"
„Wojciech fügt sich hier klasse ein und hat auch defensiv gut mitgemacht. Deshalb war es sein gutes Recht, dass er sich vor dem Strafstoß den Ball geschnappt hat“, meinte Barez nach der Partie. Er hatte darauf verzichtet – wie sonst üblich – den Elfmeter-Schützen spontan selbst zu bestimmen, nachdem Timo Achenbach von Jallo Ebrima Amabou kurz vor dem Ende der Partie zu Fall gebracht worden war.
Pollok – einer von sieben Regionalliga-Kickern – ließ sich die Chance, ein drittes Ausrufezeichen an die Adresse von Chefcoach Marc Fascher zu senden, nicht entgehen und krönte damit bereits seine zweite starke Vorstellung für Preußens U 23 in Serie. Es war allerdings nicht nur der Angreifer, der gegen den von Stefan Weiß trainierten HSV den Unterschied ausmachte. Die Preußen hatten den Gegner über die volle Distanz locker im Griff – ohne dabei an die eigenen Grenzen gehen zu müssen.
Zuschauer sehen ein durchschnittliches Spiel
„Defensiv war das in Ordnung, da haben wir wenig zugelassen“, bilanzierte Barez. „Offensiv waren wir allerdings zu uninspiriert. Da hatte ich mir mehr erwartet.“ Insgesamt hätten die knapp 80 Zuschauer daher ein „eher durchschnittliches“ Spiel gesehen, so der 32-Jährige.
Nach Polloks Führung im Anschluss an einen Abstimmungsfehler zwischen Hövelhofs Abwehrchef Marcel Thieschnieder und Keeper Marko Kirchhoff, plätscherte die Partie lange vor sich hin. Erst in der Schlussviertelstunde kamen die Besucher wieder auf ihre Kosten, als der Deutsch-Pole das Ergebnis noch in die Höhe schraubte.
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SCP: Lenz - Quabeck, Achenbach, Mümken, Bensmann - Schmider (46. Yaglioglu) - Dieckmann (46. Seifert), Lorenz (81. Koopmann) - Glöden - Möllering, Pollok
Tore: 1:0 Pollok (18.), 2:0 Pollok (73.), 3:0 Pollok (88./FE).