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Christoph Blesz und die Preußen-Reserve verloren gegen den SC Paderborn. (Foto Tronquet)
Trotz reichlich Ballbesitz gelang es den Münsteranern so gut wie nie, die soliden Ostwestfalen in Bedrängnis zu bringen. Vor der Pause blieb der Gäste-Strafraum Sperrgebiet. Stattdessen waren die Paderborner stets gefährlich, wenn sie den Ball erobert hatten und schnell umschalteten. Niclas Erlbeck verpasste noch das 1:0 (7.) nach seiner schönen Einzelleistung. Das holte dann Christian Rasche nach Erlbecks Zuspiel unbedrängt nach (13.).
Rot für Siegert
Ein Volleyschuss von David Jansen hätte sogar das zweite frühe SCP-Gegentor bedeuten können (17.). Den Hausherren fehlte einfach die zündende Idee – und nach 26 Minuten auch noch der elfte Mann. Drittliga-Kicker Benjamin Siegert sollte vor den Augen von Chefcoach Marc Fascher und Präsident Dr. Marco de Angelis sein Comeback nach achtwöchiger Verletzungspause geben.
Es wurde ein Fiasko. Nach einer Behandlung am Spielfeldrand ordnete Referee Christoph Dastig an, dass der 30-Jährige sein orangenes Armband ablegen möge. Siegert kommentierte das unflätig und sah direkt die Rote Karte (26.).
Heise verfehlt den Ball
Damit war fast alles entschieden. Spätestens das 2:0 durch Steve Banyik, dem ein Foul an Florian Quabeck vorausging, bedeutete das Ende der Hoffnungen. Yasin Kocatepe spielte seinen Kollegen klug frei, der schob locker ein (36.), Philip Heise hatte vor dem Tor auch noch den Ball verfehlt.
Die zweite Hälfte blieb dann nahezu ereignislos. Die Preußen legten zumindest mehr Leidenschaft an den Tag, hatten klare Feldvorteile und verbuchten durch Quabeck wenigstens noch eine Torchance. Es war nicht mal ein schwacher Trost.
"Es passte insgesamt nicht"
„Das Ergebnis geht in Ordnung, die Partie war früh entschieden. In der zweiten Halbzeit ging es nur noch darum, gut organisiert zu sein und die Sache ordentlich über die Bühne zu bekommen. Paderborn wollte es nach der Pause nur noch runterspielen. Ich weiß nicht, ob wir es zu elft noch gedreht hätten. Bei uns passte es insgesamt nicht. Wer nach fünf guten Ergebnissen zufrieden ist, ist hier fehl am Platze. Die Kommunikation stimmte nicht. Die meisten wollten sich nur selbst zur Schau stellen.“
SCP: Schulze Niehues - Blesz, Quabeck, Bensmann, Heise - Kaldewey - Siegert, Koopmann, Schmider, Stenzel (63. Nebi) - Bolat (63. Seifert)
Tore: 0:1 Rasche (13.), 0:2 Banyik (36.)
Rot: Siegert (26.)