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SpVgg Vredens Verteidiger Jörg Bengfort (Nr. 15) stoppt den Lauf des Bad Oeynhausener Kapitäns nur kurzzeitig. (Foto: Michael Schley)
Dabei begannen die Hausherren ganz im Stile eines selbstbewussten Aufsteigers. Kämer hatte eine Systemumstellung vorgenommen. Er wich von der „Doppel-Sechs“ ab, um den Gegner bereits früh in der eigenen Hälfte unter Druck zu setzen. Diese Umstellung schien sich positiv auszuwirken – zunächst.
Nach sechs Minuten setzte Michael Roßmöller Yuzuru Okuyama mit einem Diagonalball in Szene – dieser konnte nur per Foul im Strafraum gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Jens Roßmöller sicher (6.).
Doch schon im Gegenzug deutete sich an, dass die Mannschaft mit der Systemumstellung so ihre Probleme hatte. Dem Gegner wurden zu viele Räume angeboten, die Absicherung fehlte häufig. Bei einem der vielen schnellen Konter hatte Christian Kulynycz den Ausgleich auf dem Fuß (7.). In der 22. Minute dann die Schrecksekunde: FC-Torsteher Nico Pieper blieb nach einem Zusammenprall im Strafraum liegen und musste ins Krankenhaus verbracht werden. Armin Straßner ersetzte ihn. Zunächst schien SpVgg Vreden diesen Schock besser verkraftet zu haben – Jens Reimann verpasste den zweiten Treffer nur knapp (26.). Dann aber übernahm der Gast: Einen weiteren schnellen Konter über die rechte Seite konnte Andre Hippers nur in die Mitte abwehren – Selcuk Kaya „bedankte“ sich (29.).
Direkt nach dem Seitenwechsel hatten die Hausherren zwei weitere „Gastgeschenke“ parat: Nach zwei Querpässen in der eigenen Hälfte schalteten die Gäste schnell um und vollendeten durch Michele Tomea und Kulynycz (51.; 56.). Die SpVgg hatte den Gast selbst ins Spiel gebracht, der Stachel des Doppelschlages saß tief – die Brechstange wurde zeitig herausgeholt. Als Jens Roßmöller einen Freistoß zum Anschluss verwandelte, keimte noch einmal Hoffnung auf (77.). Aber: Allein bei Sebastian Hahns Kopfball, den der starke Pieper-Vertreter Armin Straßner glänzend parierte, kam echte Torgefahr auf (89.), Bastian Bone boten sich noch zwei „Halb-Chancen“. Fazit: Die anfangs starke SpVgg hatte sich am Ende gegen einen cleveren Gegner selbst geschlagen. ms
Westfalenliga 1
7. Spieltag
SpVgg Vreden - FC Bad Oeynhausen 2:3
SpVgg Vreden: Wissing, Martha, Abbing, J. Roßmöller, Okuyama, Alduk (69. Terbeck), Reimann (55. Banken), Bengfort (65. Hahn), Hippers, Bone, M. Roßmöller –
Tore: 1:0 J. Roßmöller (6., Foulelfmeter), 1:1 Kaya (29.); 1:2 Tomea (51.); 1:3 Kulynycz (56.); 2:3 J. Roßmöller (77.).