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VREDEN Es sind nur Kleinigkeiten, die in den einzelnen Aktionen die Fußballer der SpVgg Vreden hinterherrennen lassen; es ist aber die Summe dieser Kleinigkeiten, die den Westfalenliga-Tabellenführer SV Lippstadt einen glatten und völlig ungefährdeten 3:0 (1:0)-Sieg im Hamalandstadion einfahren lässt.
SpVgg Vredens Niklas Grubbe (l.) zeigte zu Beginn der zweiten Halbzeit Mut: Seine Schuss verfehlte das Lippstädter Tor aber knapp (Foto: Bernhard Mathmann)
Der Liga-Spitzenreiter kommt zu keiner Phase des Spiels in Bedrängnis - obwohl die Gastgeber eine ganz passable Vorstellung abliefern: In puncto Laufbereitschaft und Zweikampfstärke müssen die Vredener nur ganz selten zurückstecken. Stattdessen liefern die Blaugelben dem Ranglistenersten einen Vergleich auf Augenhöhe.
Bis zur 23. Minute: Als ob SV Lippstadts Torjäger Björn Traufetter den einen kurzen Moment der Unachtsamkeit oder fehlenden Absprache zwischen SpVgg-Torhüter Christian Wissing und seinen Verteidigern Jörg Bengfort und Jens Roßmöller geahnt hätte - auf dem Weg zu seinem sechsten Saisontor und dem Führungstreffer reichte eben diese Kleinigkeit.
"Dieses Glück kann jeder Tabellenführer für sich in Anspruch nehmen: Da sitzt jeder Pass, während bei uns das Zuspiel den Mitspieler um einen halben Meter verpasst - dieser Unterschied macht den Vorteil aus, den ein Tabellenführer zu nutzen weiß", analysierte SpVgg-Trainer Michael Kämer. Und hätte sein Kapitän, Torhüter Christian Wissing, dem Torjäger Traufetter zwei Minuten vor dem Pausentee nicht den Ball direkt vom Fuß geangelt, so hätte SV Lippstadt mit seiner zweiten Chancen fast auch das zweite Tor erzielt.
Im zweiten Abschnitt bewiesen Niklas Grubbe (47.) und Jens Reimann (53.) Mut: Grubbes Flanken-Schuss verpasste das SVL-Tor nur knapp, während Reimann nach einem Fehler des Gäste-Keepers Damian Liesemann nur um Zentimeter den Anschlusstreffer ververfehlte.
Nach dem Pfostenknaller von Edmund Riemer (56.) und dem Fehlversuch von Serdar Erdogmus (57.) zeigte der Gast wieder seine effektive Spiel-Variante: Mit der nächsten Torchance erhöhte Lars Schröder im Nachschuss auf 2:0 (70.), ehe der eingewechselte Viktor Maier in der Schlussminute Chance Nummer sechs zu Tor Nummer drei verwertete.
"Gegen solche Mannschaften müssen wir als Aufsteiger nicht gewinnen - wir holen uns die Punkte eben in anderen Spielen", urteilte Kämer abschließend.