«
1/1
»
Andre Klostermann (v.) schoss den FCE bereits in der 6. Minute in Führung. Am Ende gewann Rheine mit 5:0 gegen Lippstadt. (Thomas Strack)
„Wenn die Flanken kommen, dann kann das klappen“, strahlte Super-Seidel nach der Partie über seinen Dreierpack. In der 53., 56. und 63. Minute nickte er jeweils ein, köpfte so den FCE mit 4:0 nach vorn und auf die Siegerstraße.
FCE-Trainer Ulli Peltner hatte auf die kümmerliche Darbietung beim 0:2 in Gütersloh personell reagiert. Peter Beckmann, der den Klub am Saisonende verlässt, hockte auf der Bank. Für ihn stürmte Stefan Seiler auf links. Auch David Ruwe saß draußen, für ihn bekam der fast schon ausgemusterte Jens Roßmöller eine Chance auf der Sechser-Position.
Klostermann trifft früh
Es entwickelte sich eine muntere Partie vor nur 222 Zuschauern, in der Rheine eine frühe Führung gelang. Nach einem der vielen Lippstädter Ballverluste in der Vorwärtsbewegung zog Andre Klostermann aus 20 Metern ab. Sein Schuss wurde noch abgefälscht und zappelte zum 1:0 für den FCE im SVL-Netz (6.). „Das war eine Erlösung“, gestand FCE-Trainer Peltner später. Doch die Führung brachte Rheine nicht die erhoffte Sicherheit, vor allem Keeper Andre Epker „wackelte“ einige Male, hielt letztlich seinen Kasten aber sauber.
Stark agierte Daniel Seidel, der SVL-Keeper Liesemann mit zwei Kopfbällen forderte (30. u. 39.). Auf der Gegenseite schenkte Brüggemeyers Patzer dem Gast seine einzige echte Chance in der ersten Hälfte, doch Eickel verzog (42.). Der FCE ging mit dem 1:0 in die Kabine.
Heger aus 25 Metern
In der zweiten Hälfte sorgte Daniel Seidel binnen elf Minuten für die Entscheidung. Zunächst nickte er eine Seiler-Flanke zum 2:0 oben rechts ins Eck (53.). Dann verwandelte er per Kopfballaufsetzer eine Beckmann-Hereingabe zum 3:0 für Rheine (56.). Und in der 63. Minute krönte er einen wunderschönen Spielzug – Flanke Beckmann, Rückpass Ungru, Kopfballtor Seidel – mit seinem 14. Saisontor zum 4:0. Was für ein sensationeller Hattrick! Den Schlusspunkt zum 5:0 setzte Kapitän Mirco Heger, der nach einer abgewehrten Ecke aus 25 Metern voll drauf hielt und ins linke Eck traf (71.).
Lippstadt machte es dem FCE allerdings auch einfach, weil der Gast in der Defensive anfängerhaft schluderte, Ordnung und Zuteilung fast gänzlich vermissen ließ. Rheine nahm die SVL-Angebote gern an, nutzte in der zweiten Hälfte die Freiräume und hätte noch höher gewonnen, wenn Roßmöllers 25-Meter-Kracher nicht von der Unterkante der Latte ins Feld zurückgesprungen wäre.