FC Eintracht Rheine: Trotz Traumstart nur ein 3:2-Sieg
RHEINE Mit einem fulminanten Start weckte der FC Eintracht Rheine am Sonntag Hoffnungen auf einen Kantersieg über den SC Delbrück. Am Ende aber musste die Peltner-Elf gar noch zittern, siegte mit 3:2 (2:1) Toren.Von Christoph Niemeyer
2. Minute: A-Junior Julian Knocke – erstmals in der Startelf der Westfalenliga-Senioren – dribbelt in den DSC-Sechzehner und wird gefoult. Elfmeter. Freddy Telsemeyer läuft an, versenkt flach im rechten Eck zum 1:0 für Rheine. Das geht ja gut los.
Und es kommt noch besser. 6. Minute: Wieder die gleichen entscheidenden Akteure. Nach einem FCE-Ballgewinn spielt Julian Knocke einen blitzgescheiten Pass in den freien Raum. Telsemeyer ist gestartet, zieht aus der Drehung ab – 2:0 für den FCE. Welch ein Auftakt.
Wer am Sonntag also nur wenig zu spät in die obi-Arena kam, der wurde bestraft. Wer aber bis zur 6. Minute nicht da war, konnte sich getrost Zeit lassen, denn fortan kontrollierte Rheine das Geschehen zwar, mehr aber auch nicht. Nur noch selten gab es so flotte Attacken wie die von Telsemeyer, der in der 20. Minute allerdings verzog. Ein Querpass wäre hier wohl besser gewesen.
Ungrus „Kerze“
Nachdem sich Delbrück vom frühen Gegentor-Schock erholt hatte, nahm das Team am Spiel teil, griff früh an. Gefährlich wurde es aber erst, nachdem Michi Ungru eine Freistoßflanke unsauber klärte. Als Ungrus „Kerze“ wieder Bodenkontakt hatte, spielte der DSC zwei schnelle Pässe, Braune war frei und traf aus 17 Metern zum 1:2 (24.). Der Gast war wieder dran und blieb es auch, da Daniel Seidel im Abseits stand (40.).
Die ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte konnte man getrost am schattigen Getränke-Pavillon verbringen, ohne etwas zu verpassen. Dann erspielte sich der FCE gegen aufrückende Gäste Konterchancen. Doch Telsemeyer wählte jeweils die falsche Option, schloss beim ersten Versuch selbst ab (66.) und legte beim zweiten quer (67.). Andersrum wäre es besser gewesen. Doch Sturmpartner Seidel machte es nicht besser, passte schlampig (68.).
Zwei Minuten später war wieder Telsemeyer nach einem weiten Abschlag von Andre Epker durch, scheiterte aber an DSC-Keeper Joswig. Seidel war da und drückte das Leder aus sechs Metern zum 3:1 über die Linie (70.). War der Drops damit gelutscht? Denkste! Nach ein Patzer des eingewechselten Steevie Roth knallte erneut Braune den Ball zum 2:3 in den rechten Winkel (79.).
Heiße Schlussphase
Der Auftakt zu einer heißen Schlussphase bei Tropen-Temperaturen. Isenrath (84.) und Jessen (87.) hatten den Ausgleich für Delbrück auf dem Fuß. Telsemeyer und Seidel bei einer 2:1-Überzahlsituation (88.) sowie Ungru (90.) hätten für den FCE alles klar machen müssen. So blieb‘s beim 3:2-Sieg für den FCE, der insgesamt in Ordnung ging.