MÜNSTER Gern hätte der Neuling den Spitzenreiter geärgert. Sogar auf eine Sensation hoffte der TuS Hiltrup fürs Gastspiel des FC Gütersloh. Doch davon war das Team meilenweit entfernt. Beim 0:3 (0:1) waren die Hausherren chancenlos. Und das beinahe im Wortsinn.Von Thomas Rellmann
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Robin Paton, den hier Güterslohs Patrick Plucinski verfolgt, kam auf der rechten Seite nur selten zur Geltung und musste in der Schlussphase auch noch als Linksverteidiger aushelfen. (Foto: Heiner Witte)
Denn über die komplette Spielzeit langte es allerhöchstens zu einer Handvoll halber Gelegenheiten. Ansonsten behielt der FCG in fast jeder Situation die Oberhand. Dass die Ostwestfalen fußballerisch überlegen sein würden, war zu erwarten. Allerdings warfen sie auch in den meisten Zweikämpfen ein paar Prozent mehr auf die Waage, was den eklatanten Qualitätsunterschied noch befeuerte. Temel Hop, der über rechts kam und der alles überragenden Mann war, setzte den ersten Warnschuss (9.), ebenso den zweiten (16.), jeweils war Lennart Lüke auf dem Posten. Nach einer Ecke köpfte dann Dennis Kroos vorbei (17.), während der TuS in heimischer Arena kaum über die Mittellinie gelangte.
Hop trifft zur Führung
Hop besorgte schließlich die überfällige Führung, nachdem eine Kopfball-Abwehr von Patrick Günner ihm vor die Füße fiel (24.). Prima eingespielt ließ der Gast die Kugel weiter zirkulieren, der TuS näherte sich nur einmal dem gegnerischen Tor. Nach einer Flanke von Martin Lambert legte Robin Paton per Kopf ab, doch der Schuss von Oliver Logermann unter Bedrängnis ging drüber (34.). Das Bild nach dem Wechsel änderte sich erwartungsgemäß nicht. Auch wenn TuS-Trainer Andree Kruphölter alles versuchte und mit Gunvald Herdin und später Tim Hagedorn viel Erfahrung einwechselte. Beim zweiten Tausch stand’s aber schon 0:3. Pascal Röber hatte erst perfekt ins Zentrum geflankt, wo Hop per Kopf zur Stelle war und erhöhte (52.).
Noch ein Tiefschlag
Wenn das der Knockout war, folgte gleich noch ein weiterer Tiefschlag. Diesmal war Hop der Vorbereiter, er bediente mit seiner Hereingabe Lennard Warweg. Der nickte zum 3:0 (54.) ein. Bei soviel Spielfreude wie Gütersloh sie offenbarte, drohte gar ein kleines Fiasko. Lüke aber stellte sich dagegen, parierte glänzend gegen Hop (62.) und Ustim Schröder (64.). Auch wenn Lambert, der den FCG-Matchwinner ebenso wenig bremsen konnte wie auf der anderen Seite David Gorzon Röber, Gelb-Rot sah (75.), beließ es der Tabellenführer bei drei Toren. Hagedorn stemmte sich mit den ersten Versuchen des zweiten Abschnitts sogar noch ein wenig gegen das Debakel (81./86.), und Paton zwang Keeper Alexander Opitz gar zu einer Glanztat (90.). Doch das waren eher Randnotizen einer einseitigen Partie, die für Hiltrup alles andere als wunschgemäß verlief.
- TuS: Lüke - Gorzon, Günner, Ziegner, Lambert - Kleine-Wilke, Kockmann (73. Velling) - Paton, Logermann (55. Hagedorn), Martins - Whitson (46. Herdin)
- Tore: 0:1 Hop (24.), 0:2 Hop (52.), 0:3 Warweg (54.)
- Gelb-Rot: Lambert (75.)