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Mit geschlossenen Augen: Marco Bensmann (l.) steigt hier hoch zum Kopfballduell mit Lippstadts Denis Schulte. (Foto Tronquet)
Die Kaltschnäuzigkeit des Herbstmeisters brachte die Preußen um ihren Lohn. Mit ihrer einzigen Tormöglichkeit in der zweiten Halbzeit sicherten sich die Lippstädter den 15. Saisonsieg: Ardian Jevric bugsierte die Flanke von Lars Schröder volley per Bogenlampe über SCP-Keeper David Buchholz zum 3:2 für die Gäste ins Netz (69.).
Gut aufgelegt
Äußerst ärgerlich für die Gastgeber, die auf dem besten Wege waren, dem Favoriten auf dem Kunstrasen des Jugendstadions die zweite Saisonniederlage beizubringen. Die sehr gut aufgelegten Arda Nebi, Pascal Koopmann und Stefan Kaldewey waren im rautenförmig angeordneten Mittelfeld maßgeblich für Lippstadts Nöte verantwortlich.
Doch zu Beginn der Partie hatten erst einmal die Münsteraner ihre Probleme: Lippstadt brannte ein Feuerwerk ab. Benjamin Pahlke (12.) und Viktor Maier (18.) nutzten zwei der zahlreichen SVL-Chancen nach Kombinationen wie vom Reißbrett zur schnellen 2:0-Führung für die Gäste. Doch ein abgefälschter Freistoß von Rico Schmider zum 1:2 brachte die Preußen zurück ins Spiel. Erst stabilisierte sich der Abwehrverbund, dann kreierten die Adlerträger aus der Sicherheit heraus selbst erste Chancen.
Schmider mit Flugkopfball
Mit dem Halbzeitpfiff schloss erneut Schmider eine traumhafte Kombination über fünf Stationen mit einem Flugkopfball zum 2:2 ab. Die Flanke kam erneut von Münsters Bestem: Arda Nebi.
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Preußen am Drücker, Cihan Bolat traf nach Nebi-Vorlage den Außenpfosten (48.). Der Hausherr wollte nun den Sieg erzwingen. Gute Raumaufteilung und Zweikampfstärke brachten Feldüberlegenheit, wenn auch die ganz klaren Torszenen Mangelware blieben. Doch die Hoffnung auf die Überraschung verflog, als Jevric mit seiner schönen Aktion die ganze Härte der Effektivität eines Spitzenreiters demonstrierte. So haderten die Preußen zwar mit dem Ergebnis, nicht aber mit ihrer Leistung. Denn die war stark.
„Paroli geboten“
„Wir haben dem Spitzenreiter durchaus Paroli geboten, auch wenn der zu effektiv für uns war. Viele meiner Spieler haben diesmal überzeugt, was auf eine gute Entwicklung in der Mannschaft schließen lässt. Schade nur, dass wir uns für die Leistung nicht belohnt haben. Aber man hat gesehen, dass wir auch Qualität anbieten können. Mich ärgern zurzeit die Stimmen, die nur noch die Perspektiven der U 19-Spieler im Verein diskutieren. Wir sollten die Hierarchie einhalten und sehen, dass in unserer Mannschaft auch viel Potenzial vorhanden ist.“
SCP: Buchholz - Blesz (83. Todte), Riemer, Bensmann, Quabeck - Kaldewey - Schmider (57. Borchmann), Koopmann - Nebi - Bolat, Seifert (78. Stenzel).
Tore: 0:1 Pahlke (12.), 0:2 Maier (17.), 1:2 Schmider (27.), 2:2 Schmider (45.), 2:3 Jevric (69.)