Finanzen
Studie deckt hohe Preisunterschiede auf - Autoversicherung wechseln und sparen

Auch dieses Jahr kann sich der Wechsel der Kfz-Versicherung richtig lohnen. Laut einer Studie des unabhängigen Instituts für Versicherungswirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin sparen Autofahrer im Schnitt über 1.200 Euro. Damit bestätigt die von der Direct Line in Auftrag gegebene Untersuchung, dass teilweise enorme Spannbreiten der Angebotspreise vorliegen. Ein sorgfältiger Vergleich hilft dabei, dass erhebliche Sparpotential auszuschöpfen.

Freitag, 07.11.2014, 09:31 Uhr
Finanzen : Studie deckt hohe Preisunterschiede auf - Autoversicherung wechseln und sparen
Die Pkw-Versicherung sollte unbedingt regelmäßig vergleichen Foto: colourbox.de

Vergleich macht sich aufgrund hoher Preisunterschiede bezahlt

Jedes Jahr haben Autofahrer bis Ende November die Gelegenheit, ihre Kfz-Versicherung zu wechseln und dadurch Beiträge zu sparen sowie Leistungen zu verbessern. Laut einer repräsentativen Umfrage spielen dieses Jahr etwa acht Millionen Kunden mit dem Gedanken, sich von ihrem bisherigen Tarif zu trennen . Dabei sind viele nicht mehr bereit, mehr zu bezahlen als unbedingt notwendig. Die Studie des Berliner Instituts kam bei der Überprüfung von insgesamt 50.807 Tarifkalkulationen und fast 51.000 Haftpflicht- sowie Kaskotarifen für 300 Musterfälle zu dem Ergebnis, dass sich ein Versicherungsvergleich auch dieses Jahr in den meisten Fällen bezahlt macht. Um die bundesweiten Einsparpotentiale noch genauer bestimmen zu können, wurde die Untersuchung dieses Jahr von 20 auf 30 Städte sowie um ländliche Regionen erweitert. Im Rahmen der Berechnungen bedienten sich die Experten des NAFI-Kalkulators, das bei Tarifvergleichen in der Kfz-Versicherung als unabhängiges Analyse-Tool häufig zum Einsatz kommt. So liegen durchschnittlich 1.231 Euro zwischen dem teuersten und dem preiswertesten Angebot. Am eklatantesten fielen die Preisunterschiede in der Hauptstadt aus: Im Durchschnitt lassen sich hier bis zu 1.577 Euro einsparen. Gefolgt wird Berlin von Hamburg, München, Essen und Köln. Aber auch Kunden mit Wohnort in Wismar, Wetzlar, Ravensburg, Stuttgart, Freiburg, Aalen, Würzburg, Trier und Münster können ihren Geldbeutel erheblich entlasten. Selbst die geringste Differenz von rund 300 Euro sollte dabei Motivation genug sein, um den eigenen Tarif einem Vergleich zu unterziehen.

Mehrheit der Autofahrer bezahlt zu viel

Umso interessanter ist ein Wechsel auch deshalb, weil sich die Prämien im Vergleich zu 2013 über alle Regionen hinweg um etwa 5,2 Prozent erhöht haben. Dies hat dazu geführt, dass die Spannbreite der Tarifprämien im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Am stärksten von der Preiserhöhung betroffen sind die Angebote, mit einem geringeren Leistungsumfang. Erheblich differenzieren sich die einzelnen Anbieter zudem in Städten, wobei auch ländliche Regionen teils hohe Spannbreiten aufweisen. Nur teilweise lassen sich die Preisunterschiede mit einem abweichenden Leistungsumfang begründen. Eine große Rolle spielten hierbei neben der unterschiedlichen Preispolitik auch Wettbewerb und unterschiedliche Risikobewertungen. Insgesamt sollten die erheblichen Preisunterschiede sowie auch die differenzierte Preisgestaltung jeden Kunden veranlassen, zu überprüfen, ob er für den von ihm gewünschten Leistungsumfang und sein individuelles Risiko in seiner Region eine adäquate Prämie bezahlt. Dies darf in den meisten Fällen bezweifelt werden, zumal die Studie davon ausgeht, dass bei mehr als 1,12 Mio. Neuzulassungen (in 2013) sowie rund 39 Mio. privat zugelassenen PKWs kein optimaler Versicherungsschutz und demnach ein hohes Einsparpotential besteht.

Quelle: http://blog.directline.de/studie2014/

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