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Traumwagen Musclecar: So importieren Sie einen US-Wagen

Egal ob Muscle Cars oder Straßenkreuzer: Fahrzeug-Exoten aus dem "Ami-Land" sind bei uns derzeit gefragt wie selten - dem exorbitanten Kraftstoffverbrauch zum Trotz.

Auto : Traumwagen Musclecar: So importieren Sie einen US-Wagen
Um Muscle Cars aus den USA zu importieren müssen einige Dinge organisiert werden. Foto: Colourbox.de

Während der Blütezeit dieser Vehikel waren sie in Deutschland allerdings keine Verkaufsschlager, sodass sich Gebrauchte hierzulande rarmachen. Ein Import ist also kaum vermeidbar, wenn der Traum vom amerikanischen Wagen erfüllt werden soll. Was muss dabei beachtet werden?

Diese Papiere dürfen nicht fehlen

Ein Klassiker wie der Ford Mustang aus den 60er Jahren ist ein echter Blickfang , die Beliebtheit schlägt sich in sehr hohen Preisen für Gebrauchte nieder - zumindest in Mitteleuropa. Jenseits des Atlantiks sind die Fahrzeuge durchaus zum erschwinglichen Kurs zu erstehen. Wichtig sind dabei vollständige Fahrzeugpapiere. Anders als bei einem Kauf in Europa kann ansonsten schon der Transport zum juristischen Problem werden. In den USA wird ein "Certificate of Title" ausgestellt, welches dem deutschen Fahrzeugbrief entspricht. Dieses Dokument hat den Stellenwert einer Eigentumsurkunde und darf deshalb bei der Übergabe keinesfalls fehlen. Eingetragen ist natürlich die Fahrgestellnummer, mit der Sie ganz eindeutig die Zugehörigkeit zum Fahrzeug feststellen können. Ebenso wichtig sind die Einträge bei "Registered Owner" (aktueller Eigentümer) und Lienholder (wenn der Wagen beliehen ist). Damit lässt sich schnell klären, ob der Verkäufer überhaupt zum Weiterverkauf des Wagens berechtigt ist. Wird das Auto noch finanziert, muss ein sogenanntes "Release" vorgelegt werden, welches mit einem Überschreibungsvermerk versehen ist. Dadurch ist dokumentiert, dass die Schuld beglichen und der Fahrzeugverkauf rechtens ist. Schwieriger zur beurteilen ist hingegen der Zustand des Fahrzeugs selbst: In der Regel entsprechen Restaurationen in den USA nicht unseren Qualitätsstandards; Fachleute raten dazu, ein unrestauriertes Fahrzeug zu kaufen, welches sich in einem ehrlichen Originalzustand befindet. Die Reise in die Vereinigten Staaten ist derart teuer, dass die meisten Interessenten einen Wagen schon aufgrund der Beschreibung des Verkäufers erstehen - und leider nicht selten Überraschungen erleben. Deshalb kann es günstiger sein, den Fahrzeugkauf mit einem Urlaub in den USA zu verbinden.

Steuer- und Zoll beim Kauf beachten

Entscheiden Sie sich für Letzteres, können Sie das Fahrzeug direkt bis zum Hafen fahren: Ein als "One Day Permit" bezeichnetes Kurzzeitkennzeichen ist beim US-Automobilklub AAA erhältlich, ebenso lässt sich eine Kfz-Kurzeitversicherung für Touristen abschließen. Für den übrigen Transport sollten Sie sich an eine deutsche Spedition wenden, die sich mit der Verzollung bereits auskennt und das Fahrzeug bis zu Ihnen vor die Tür liefert. Wichtig ist es dabei aber für Sie zu wissen, dass das Fahrzeug bereits drei Tage vor der Verschiffung am amerikanischen Abgangshafen eingetroffen sein muss. Letzterer beeinfluss auch die Zeit für den Seetransport ganz erheblich: Von einem Hafen der Ostküste müssen etwa zwei bis vier Wochen einkalkuliert werden; verschicken Sie Ihren Traumwagen von der Westküste aus, kann dies bis zu zwei Monate dauern. Von der Ostküste müssen dabei Verschiffungskosten in Höhe von 1000 Euro einkalkuliert werden. In den USA wird prinzipiell noch eine Verkaufssteuer (Sales Tax) fällig, die beim Export aber entfällt. In der EU müssen hingegen 10 Prozent des Kaufpreises als Zoll entrichtet werden, hinzu kommt eine Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent. Oldtimer, die mindestens 30 Jahre alt sind, werden günstiger importiert: Hier fällt der Steuersatz auf 7 Prozent, Zölle fallen nicht an - ein alter Ford Mustang kann also ein richtig günstiger Kauf werden.

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