Auto
Science-Fiction auf vier Rädern: Das Auto von morgen steht Rede und Antwort

Ob Smart-Home, automatisierte Fertigung oder computergesteuerte Logistik: Im Zuge der Digitalisierung werden Maschinen immer intelligenter. Nun soll auch das Auto mehr Grips bekommen. Ein Zukunftstraum des Menschen geht in Erfüllung.

Auto : Science-Fiction auf vier Rädern: Das Auto von morgen steht Rede und Antwort
Die Automatisierung schreitet voran, deshalb sollte sie auch beim Auto nicht halt machen. Foto: Flickr

"Ich brauch' Verstärkung, K.I.T.T.!": Dieser legendäre Satz aus der 1980er Kult-Serie " Knight Rider " prägte eine ganze Generation. Noch cooler als der von David Hasselhoff gespielte Action-Held war nur der mit diesen Worten angesprochene Pontiac Firebird Trans Am. Wer war nicht begeistert von dem sprechenden Wunderauto, das dank "Turbo-Boost"-Technologie blitzschnell beschleunigte und seinem Fahrer als künstliche Intelligenz bei Denksportaufgaben zur Seite stand. Was vor dreißig Jahren noch als technische Utopie galt, ist heute im Begriff, Wirklichkeit zu werden. Mit dem vernetzten Fahrzeug hält die Computertechnologie Einzug in den Straßenverkehr. Nicht um Verbrechen aufzuklären, sondern um die Autos der Zukunft sicherer, sparsamer und umweltfreundlicher zu machen.

Für den Endverbraucher ist das "Fahren 2.0" zunächst mit dem Smartphone verbunden. Auch wenn dieses das Lenkrad noch nicht ersetzen kann, lassen sich den touch-optimierten Computertelefonen schon heute erstaunliche Informationen entlocken. Die passende Technik für den deutschen Markt liefert die Bosch-Tochter Drivelog . Mit Drivelog-Connect reicht ein einfacher Dongle für die OBD-II-Buchse, und das Fahrzeug beginnt zu sprechen. Natürlich nicht so eloquent wie K.I.T.T. auf der Leinwand; eine Bereicherung sind die von der Technik bereitgestellten Diagnosedaten, Fehlermeldungen und Fahrtenstatistiken, die via Bluetooth in Echtzeit ans Smartphone gesendet werden, aber allemal.

Bleiben wir bei TV-Serien: "Wagen, hol' schon mal den Harry", scherzte das manager Magazin  bereits 2012 und spielte mit dem beliebten Derrick-Zitat auf den Zukunftstrend des selbstfahrenden Autos an. Damals testete der Internetgigant Google seine computergesteuerte Autoflotte auf kalifornischen Straßen.

Heute ist klar: Das fahrerlose Fahren wird kommen. Alle großen Autohersteller versuchen sich an Automobilen, in denen das Lenkrad zur Deko wird. Selbst auf der Apfelplantage in Cupertino schraubt man an einem iPhone für die Straße. Und dem Innovator Apple werden gute Chancen eingeräumt. Sollte das teuerste Unternehmen der Welt tatsächlich in den Fahrzeugmarkt einsteigen, könnte der Führerschein noch in dieser Dekade zu Nebensache werden. Spätestens dann heißt es: "Siri, hol' schon mal den Wagen!"

Doch ist das  vernetzte Auto nicht ein weiterer Schritt in ein technikhöriges Leben? Skeptiker befürchten, dass aus der virtuellen Aufrüstung mit "Knight Rider"-Charme eine Dystopie à la Stanley Kubrick werden könnte. Natürlich will sich niemand von einem HAL 9000 kutschieren lassen. Doch bei allem Fortschritt – von Kubricks 2001 sind wir auch 2015 noch weit entfernt.

Bildrechte: Flickr Long Beach Comic Expo 2012 - K.I.T.T. from Knight Rider   The Conmunity - Pop Culture Geek Bestimmte Rechte vorbehalten.

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