Tüv Süd stellt klar
Standheizung sorgt kaum für Mehrverbrauch

In aller Frühe die Windschutzscheibe von Schnee und Eis zu befreien, gehört sicher nicht zu den angenehmsten Aufgaben im Winter. Eine Standheizung schafft hier Abhilfe - sie hat zudem auch in Punkto Verbrauch einen Vorteil.

Dienstag, 18.12.2018, 12:30 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 12:36 Uhr
Eine Standheizung kann Autofahrern das Kratzen im Winter ersparen. Für beinahe alle Autos auf dem Markt gibt es Nachrüstlösungen.
Eine Standheizung kann Autofahrern das Kratzen im Winter ersparen. Für beinahe alle Autos auf dem Markt gibt es Nachrüstlösungen. Foto: Bernd Wüstneck

München (dpa/tmn) - Am eisigkalten Wintermorgen ins mollig-warme Auto hüpfen und aufs Scheibenkratzen verzichten - das sind Vorteile einer Standheizung. Wer diese nachrüsten will, braucht sich unter dem Strich kaum Gedanken über einen Mehrverbrauch machen, so der Tüv Süd.

So kommt etwa eine brennstoffbetriebene Version zwar auf etwa 0,3 Liter Kraftstoff in der ersten halben Stunde. Doch da der sehr spritfressende Kaltstart des Motors abgemildert werde, kompensiere das den Verbrauch der Heizung quasi. Bei einem warmen Motorstart entstünden zudem bis zu 60 Prozent weniger Schadstoffe.

Moderne Geräte liefern Wärme schon nach kurzer Zeit und eignen sich auch für kurze Strecken. Für nahezu alle Autos auf dem Markt gebe es entsprechende Nachrüstlösungen, für die aber eine Fachwerkstatt nötig sei. So müssten etwa Verkleidungsteile im Motorraum entfernt werden. Außerdem sind neue Anschlüsse zum Beispiel am Tank und der Batterie erforderlich. Zeitschaltuhr, Funkfernbedienung oder App steuern je nach Modell die Anlage.

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