Aus zweiter Hand
Gebrauchtwagen-Check: Skoda Octavia (seit 2012)

In dem beliebten kompakten Familienwagen Octavia kann man ordentlich was verstauen. Mit ihm können Familien auch weite Reisen unternehmen. Er hat ein komfortables Fahrwerk und bequeme Sitze.

Dienstag, 22.10.2019, 04:56 Uhr aktualisiert: 22.10.2019, 05:03 Uhr
Die Erdgasvariante des Octavia versieht Skoda zusätzlich mit dem Kürzel G-Tec.
Die Erdgasvariante des Octavia versieht Skoda zusätzlich mit dem Kürzel G-Tec. Foto: Skoda

Berlin (dpa/tmn) - Der kompakte Octavia der tschechischen VW-Tochter Skoda ist bei Familien beliebt, denn er bietet genug Platz für Kind und Kegel. Er ist rund zehn Zentimeter länger als der VW Golf, von dem er viel Technik besitzt.

Mit einer Länge von fast 4,70 Meter ist er seiner Klasse eigentlich entwachsen. Das ist im Prinzip eine gute Sache, doch der Familienalltag und hohe Laufleistungen lassen das Modell altern.

Modellhistorie: Die Bezeichnung verwendete Skoda bereits in den 1950er bis 1970er Jahren für ein Automodell. Die betrachtete dritte Generation des Octavia unter dem Dach von VW, die mittlerweile den Modularen-Querbaukasten nutzt, wurde 2012 vorgestellt und kam im Folgejahr in den Handel. Facelift 2017: zweigeteilte Frontscheinwerfer und mehr Konnektivität.

Abmessungen: 4,66 m bis 4,69 m x 1,81 m x 1,45 m bis 1,48 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 590 l bis 1740 l.

Karosserievarianten: Den Octavia gibt es nur als viertürige Stufenhecklimousine und als fünftürigen Kombi (Combi), der etwas länger ist und mehr Stauraum bietet.

Stärken: Ordentlich was wegpacken und weit fahren, denn der Octavia hat ein reisetauglich komfortables Fahrwerk und bequeme Sitze. Laut «Auto Bild Tüv Report 2019» ist der Octavia ein grundlegend gutes Auto. Zu den soliden Komponenten gehören die Lenkung, die Achsaufhängung, die Auspuffanlage und die Bremsleitungen. Ölverlust? Ein Fremdwort.

Schwächen: Doch das Auto lässt im Alltag Federn, wie die Hauptuntersuchung (HU) zeigt: überdurchschnittlich oft gebrochene Federn und verschlissene Bremsscheiben schon ab dem ersten Pflichtcheck, defekte Antriebswellen ab dem zweiten Termin.

Pannenverhalten: Der ADAC attestiert dem Octavia seit dem Erscheinen der jüngsten Generation gutes Abschneiden in seiner Pannenstatistik. Einzig signifikant auftretender Pannenschwerpunkt sind Defekte an der Kühlwasserpumpe bei Autos mit Erstzulassung 2013.

Motoren: Benziner (Drei- und Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 63 kW/86 PS bis 169 kW/230 PS (seit Facelift bis 180 kW/245 PS); Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 66 kW/90 PS bis 135 kW/184 PS; Erdgasversion des 1.4 TSI (G-Tec, Vierzylinder, Frontantrieb): 81 kW/110 PS.

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- Octavia 1.2 TSI Active Green tec Limousine (2015); 81 kW/110 PS (Vierzylinder); 63 000 Kilometer; 10 050 Euro. - Octavia 1.4 TGI G-Tec Combi (2014); 81 kW/110 PS (Vierzylinder); 76 000 Kilometer; 11 000 Euro. - Octavia 2.0 TSI RS Green tec Combi (2013); 169 kW/230 PS (Vierzylinder); 89 000 Kilometer; 17 000 Euro.

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