Sonderveröffentlichung

Auto
Augen auf beim Reifen Kauf

Neue Autoreifen zu kaufen, gestaltet sich angesichts der riesigen Auswahl an verschiedenen Modellen von diversen Herstellern gar nicht so einfach. Sie sind immerhin die wichtigste Kontaktfläche zwischen Fahrzeug und Straße und sollten bei jeglichen Witterungsbedingungen für gute Bodenhaftung sorgen. Nachfolgend werden entscheidende Kaufkriterien erläutert.

Mittwoch, 01.07.2020, 08:43 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 08:54 Uhr
Auto: Augen auf beim Reifen Kauf
Foto: Colourbox

Reifen kaufen - Mindestprofiltiefe und Reifenalter sind entscheidend

Um die passenden Reifen zu finden, ist es zunächst einmal wichtig, die richtige Reifengröße zu ermitteln. Die Fahrzeugpapiere geben Auskunft. Um zu wissen, welche Größe die derzeitigen Pneus haben, genügt es auch, auf die Reifenflanke zu schauen. Hinter dem R steht der Felgendurchmesser und die Zahlen davor, die mit einem Schrägstrich getrennt sind, verdeutlichen die Reifendimension. Bei der Kennzeichnung 195/55 R19 handelt es sich beispielsweise um einen 195 mm breiten Reifen, bei dem das Höhen-Breiten-Verhältnis 55 Prozent beträgt. Der Felgendurchmesser beläuft sich auf 19 Zoll. R beschreibt die Reifenbauart, wobei R für radial steht. Dies ist heutzutage die übliche Reifenbauweise. Früher oder später sind auch die besten Pneus abgenutzt und verschlissen. Das Profil ist ausschlaggebend, um sicher zu fahren. Grundsätzlich gilt: Mit Reifen, bei denen die Profiltiefe weniger als 1,6 mm beträgt, darf hierzulande nicht mehr gefahren werden, schreibt der Gesetzgeber vor. Experten raten jedoch dazu, schon bei 3 bis 4 mm neue Pneus zu kaufen. Je weniger Profil sie haben, desto schlechter wird Feuchtigkeit wie Schnee oder Wasser abgeleitet. Der Bremsweg verlängert sich.

Die Überprüfung der Tiefe ist mit einer Euromünze möglich:

Der goldfarbene Rand ist 3 mm breit. Verschwindet er komplett, können die Reifen weiterhin verwendet werden. Ansonsten ist ein Austausch fällig.

Egal, welche Pneus es sein sollen, online sind bei reifenleader.de hochwertige Reifen von namhaften Herstellern günstig erhältlich, denn auf der Webseite werden die Preise der Konkurrenten untersucht und entsprechend angepasst. Kunden profitieren somit von den besten Preisen. Auch das Alter der Reifen ist entscheidend. Es ist der Seitenwand zu entnehmen. Die letzten vier Ziffern geben die Produktionswoche und das Produktionsjahr an. 0415 steht beispielsweise für Woche vier des Jahres 2015. Länger als sechs bis 10 Jahre sollten Pneus nicht gefahren werden.

Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen - wie unterscheiden sie sich bezüglich der Materialien?

Mit den verschiedenen Materialien werden Reifen für jede Jahreszeit geboten, denn die Fahrbedingungen verändern sich während des Jahres:

* Sommerreifen

Sommerreifen bieten auf trockener Fahrbahn einen hohen Grip und eine gute Nasshaftung. Bei Regen wird stehendes Wasser aufgenommen und über die Querrillen abgeleitet. Die weichen Stoffe der Pneus werden jedoch unter sieben Grad steif, wodurch sich die Haftung am Boden verschlechtert. Die für höhere Temperaturen vorgesehene Gummimischung der Sommerreifen verhärtet bei Kälte und Schnee. Dies verschlechtert die Traktion, Seitenführung und das Bremsvermögen erheblich.

* Winterreifen

Dank der speziellen Mischung, des tieferen und strukturierteren Profils und der mikrofeinen Lamellen bleiben die Winterreifen flexibel. Sie bieten auch bei niedrigen Temperaturen eine gute Bodenhaftung sowie auf Schnee, Schneematsch und Eis eine optimale Traktion, sodass der Bremsweg kürzer ist. Sie erleichtern das Fahren im Winter ungemein.

* Allwetterreifen

Wer in einem Gebiet mit mildem Klima und schneearmen Wintern lebt, kann Ganzjahresreifen als guten Kompromiss kaufen. Sie sind für verschiedene Witterungsverhältnisse geeignet, können aber nicht mit der Qualität der Sommer- und Winterreifen mithalten.

Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex beachten

Jeder Reifen ist bis zum bestimmten Gewicht belastbar, das nicht überschritten werden darf. Der Tragfähigkeitsindex gibt Hinweise bezüglich der maximalen Traglast. Der Geschwindigkeitsindex verdeutlicht die Höchstgeschwindigkeit, mit welcher die Reifen gefahren werden dürfen. Q steht beispielsweise für maximal 160, S für 180, T für 190, V für 240 und W für 270 km/h. Die entsprechenden Werte zum Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex sind in der Zulassungsbescheinigung und auf der Reifenflanke zu finden. Reifen mit einer höheren Maximalgeschwindigkeit sind erfahrungsgemäß schneller abgenutzt.

Reifenwechsel
Foto: Colourbox

Zusammenfassung

Die Reifen müssen grundsätzlich ausreichend Profil haben und dürfen keine Verschleißerscheinungen aufweisen. Ansonsten steht ein Neukauf an. Zur Auswahl stehen Sommer- und Winterreifen, die mit ihren speziellen Materialien und Gummimischungen in der jeweiligen Jahreszeit stets genügend Sicherheit beim Autofahren bieten. Je nach vorherrschenden Witterungsverhältnissen in der eigenen Region können teilweise das ganze Jahr über Allwetterreifen aufgezogen werden. Dennoch ist zu beachten, dass sie lediglich ein Kompromiss sind. Ganzjahresreifen sind nicht mit hochwertigen Sommer- und Winterpneus vergleichbar. Hier muss individuell entschieden werden, ob sie geeignet sind. Hinweise bezüglich der richtigen Reifengröße und weiterer Aspekte wie Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex geben die Fahrzeugpapiere oder Reifen.

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