Erhöhte Verletzungsgefahr
Mopedhelm nach Sturz immer ersetzen

Nach dem Sturz scheint der Helm unbeschädigt. Dennoch sollten Mopedfahrer ihn austauschen - eine Computersimulation zeigt, warum.

Mittwoch, 08.07.2020, 15:31 Uhr aktualisiert: 08.07.2020, 15:36 Uhr
Ein Helm schützt vor Kopfverletzungen - aber nur, wenn er innerlich und äußerlich intakt ist.
Ein Helm schützt vor Kopfverletzungen - aber nur, wenn er innerlich und äußerlich intakt ist. Foto: Robert Günther

Wien (dpa/tmn) - Wer auf dem Moped einen bereits beschädigten Helm nutzt, fährt extrem gefährlich. Denn bei einem Unfall kann es so eher zu schweren Kopfverletzungen kommen.

Auch wenn der Helm nach einem Sturz äußerlich unbeschädigt wirkt, sollte unbedingt ein neuer gekauft werden, rät der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touringclub (ÖAMTC), der in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Graz eine computergestützte Simulation zu diesem Aspekt durchgeführt hat.

Kommt es zu einem weiteren Aufprall an derselben Helmstelle, steige die Gefahr, sich schwere Verletzungen am Kopf zuzufügen, um bis zu 19 Prozent. Ursächlich dafür ist die Struktur aus Schaumstoff im Helm, die zwar bei einem Aufprall Energie abbauen kann, sich dabei aber stark verformt. Und das sei nur einmal möglich.

Bei den Tests zeigte sich, dass diese Deformation auch dann auftritt, wenn sich der Helm nach einem Aufprall noch völlig makellos zeigt.

© dpa-infocom, dpa:200708-99-718322/2

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