Sonderveröffentlichung

Auto
Reparaturen am Auto selbst durchführen

Vor allem Autoliebhaber und Hobbyschrauber fragen sich, ob es wirklich nötig ist, für jede kleine Reparatur in die Werkstatt zu fahren. Die Kosten sind hoch und außerdem muss der Fahrer für eine Weile auf seinen Wagen verzichten. Wer ungern zum Fachmann fährt, kann aufatmen: Viele Reparaturen können Schrauber und Heimwerker problemlos selbst erledigen. Worauf dabei zu achten ist und wann der Weg zum Profi unumgänglich ist, erläutert dieser Beitrag.

Mittwoch, 02.09.2020, 01:07 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 08:15 Uhr
Auto: Reparaturen am Auto selbst durchführen
Ein Ölwechsel ist für Autobesitzer, die ihr Fahrzeug kennen, in der Regel kein Problem. Wichtig ist hier, auf passendes Motoröl zu achten, um keine Folgeschäden zu verursachen. Foto: Pixabay.com © Skica911

Kleinere Ausbesserungen und Instandhaltungen kann jeder selbst erledigen

Für jedes kleine Licht in die Werkstatt fahren? Für versierte Hobbyschrauber ist das undenkbar. Und es ist auch nicht nötig. Bei den meisten modernen Fahrzeugen lassen sich kleine Reparaturen ohne großen Aufwand erledigen. Auch typische Instandhaltungsarbeiten wie der Ölwechsel lassen sich problemlos daheim durchführen. Hier ist es beispielsweise lediglich wichtig, auf hochwertiges Motoröl zu setzen, das zum Motor passt. Dann kann der Ölwechsel im vorm Hersteller vorgegebenen Intervall auch ohne Werkstattbesuch erfolgen. Weitere Arbeiten, die jeder Autobesitzer selbst durchführen kann, sind:

  • Wechsel der Scheibenwischerblätter
  • Erneuerung ausgefallener Leuchtelemente
  • Luftfilter im Motorraum wechseln
  • Reifenwechsel

Für letzteres müssen Autobesitzer lediglich den Deckel des Gehäuses entfernen und können dann den Filter bequem entnehmen und austauschen. Das Gehäuse befindet sich im Motorraum und lässt sich am dicken Schlauch, der herausragt, gut erkennen. Meist muss der Hobbyschrauber einige Schrauben oder Klammern lösen. Bei der Wahl des Luftfilters selbst sollte auf Markenqualität gesetzt werden. No-Name-Produkte verdrecken schneller und haben dementsprechend eine wesentlich kürzere Lebensdauer.

Übrigens: Wer regelmäßig die eigenen Reifen von Sommer- auf Winterreifen wechselt, bleibt in der Übung. Das hilft, falls es mal zu einem Platten kommt und der Reifen am Straßenrand gewechselt werden muss. Der ADAC erklärt , weshalb die Verwendung passender Reifen so wichtig ist.

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Mittelgroße Reparaturen lassen sich mit dem richtigen Werkzeug und etwas Wissen gut selbst erledigen. Dazu gehört unter anderem der Wechsel der Zündkerzen im Motorraum. Foto: Pixabay.com © DokaRyan

Mit etwas Knowhow Werkstattkosten sparen

Auch etwas größere Arbeiten können versierte Heimwerker selbst erledigen. Wichtig ist, etwas Autowissen mitzubringen, um die Funktionen der einzelnen Teile im Fahrzeug zu verstehen. Das Handbuch, das es zu jedem Automodell vom Hersteller gibt, liefert hier weitere Informationen, um bei Reparaturen auf der sicheren Seite zu sein. Passende Ersatzteile finden Hobbyschrauber günstig bei Motointegrator . So sparen sie bares Geld gegenüber den Ersatzteilen in der Werkstatt. Oft ist es sogar möglich, die selbst gekauften Ersatzteile in die Werkstatt mitzunehmen und sie dort verbauen zu lassen, sollte eine eigene Reparatur zu heikel sein.

Wer bereits ein gewisses Knowhow mitbringt, kann beispielsweise die Zündkerzen an seinem Fahrzeug selbst wechseln. Zunächst muss das Zündkabel am Stecker abgezogen werden. Das kann möglicherweise mit etwas Kraftaufwand verbunden sein, davon sollte sich der Autobesitzer aber nicht abschrecken lassen. Es liegt meist daran, dass das Kabel und der Stecker verschmutzt sind. Mit einem Zündkerzenschlüssel lassen sich die Zündkerzen dann leicht herausdrehen. Ein Magnet hilft schließlich dabei, die Kerze endgültig herauszuziehen. Im nächsten Schritt muss nur noch die neue Zündkerze eingesetzt werden. Wichtig ist, sie nicht zu fest anzuziehen, weil sonst das Gewinde abreißen könnte. Schließlich müssen nur Zündkabel korrekt wieder aufgesetzt werden und schon sind die Zündkerzen gewechselt.

Eine Arbeit, die meist nicht unbedingt notwendig ist, ist der Wechsel eines Radios. Vor allem in modernen Autos sind komplexe Systeme verbaut, die nicht mehr einfach umzubauen sind. Ältere Fahrzeuge hingegen verfügen über klassische Radios, die sich mit etwas Geschick ausbauen lassen. Wer beispielsweise ein altes CD-Radio gegen ein modernes Gerät mit USB-Anschluss tauschen will, kann hier Hand anlegen. Mit den, meist mitgelieferten, Klammern lässt sich das alte Radio ohne Probleme herausziehen. Dann muss der Hobbyschrauber nur noch die Kabel abziehen und das neue Radio anschließen. Hier sind zwar häufig Adapter nötig, allerdings werden auch diese in der Regel mit dem Radio mitgeliefert. Das neue Radio wird dann umsichtig im Schacht verstaut, sodass alle Kabel unbeschädigt bleiben.

Hobbyschrauber versuchen sich auch an größeren Reparaturen

Wer bereits Erfahrung hat, weil er beispielsweise regelmäßig an neueren und älteren Fahrzeugen schraubt, kann auch größere Arbeiten ohne Fachmann erledigen. Allerdings ist es hier nötig, spezielles Werkzeug zu nutzen. Dieses kann in der Anschaffung teuer werden. Wer hat zum Beispiel eine klassische Hebebühne in der heimischen Garage? Oft lohnt es sich, Clubs beizutreten oder sich mit anderen Hobbyschraubern zusammenzutun, um Kosten zu sparen. Außerdem profitieren so alle vom Wissen der anderen und es gibt umso mehr Arbeiten rund ums Auto, die ohne Werkstattbesuch durchgeführt werden können.

Wer eine Hebebühne nutzen kann, hat die Möglichkeit, den Auspuff am Fahrzeug selbst zu wechseln. Auch die Stoßdämpfer lassen sich mit entsprechendem Equipment austauschen. So lassen sich wiederum Kosten sparen, die bei einem Werkstattbesuch auf den Fahrer zukämen .

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Für große und sicherheitsrelevante Arbeiten sollte das Auto unbedingt in die Werkstatt. Nur so ist sichergestellt, dass alles korrekt erledigt wird. Foto: Pixabay.com © danvolks99

Manchmal muss der Fachmann ran …

Wenngleich viele Reparaturarbeiten privat durchführbar sind, gilt das nicht für alle Arbeiten rund um das eigene Fahrzeug. Manche Dinge müssen Fahrer dem Fachmann überlassen, wenn sie ein sicheres und straßentaugliches Vehikel fahren möchten. Dazu gehört beispielsweise alles rund um die Hauptuntersuchung. Beim TÜV finden Autobesitzer gezielte Informationen, wo diese Untersuchung durchgeführt werden kann.

Zusätzlich sollten Autobesitzer sicherheitsrelevante Arbeiten stets von einem Fachmann durchführen lassen. Dazu gehören unter anderem alle Arbeiten an der Bremsanlage. Nicht funktionierende Bremsen sind ein enormes Sicherheitsrisiko und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden! Das gleiche gilt für alle Arbeiten am Getriebe sowie größere Reparaturen im Bereich des Motors. Auch hier ist die Sicherheit der wichtigste Aspekt. Zudem gilt es, sich nicht selbst zu überschätzen. Während der Austausch defekter Glühbirnen oder ein Reifenwechsel für viele Autofahrer kein Problem sind, lassen manche auch diese Arbeiten vom Profi durchführen. Das ist nicht schlimm, denn im Zweifel weiß der Fachmann genau, was er tut. So kann der Fahrer sicher sein, dass er ein straßentaugliches Auto fährt und sich und andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet.

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