Digitales Was tun gegen Bedrohungen im Netz?

Digitales : Was tun gegen Bedrohungen im Netz?

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IT-Sicherheit ist ein Thema, das alle betrifft. Jeder, der mit einem PC arbeitet, sollte sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Doch vor allem kleinere und mittlere Betriebe müssen sich stärker um ihre IT-Sicherheit kümmern. Ihr Sicherheitsbewusstsein ist noch ausbaufähig. Dabei gibt es einfache Möglichkeiten, die für mehr Schutz sorgen.

Nachholbedarf bei IT-Sicherheit

Der 14. Deutsche IT-Sicherheitskongress Mitte Mai machte es wieder einmal deutlich: Noch immer sind zu viele Privatleute und Unternehmen allzu sorglos im Internet unterwegs. So versperren sie sich beispielsweise der E-Mail-Verschlüsselung und schützen ihre Systeme nur unzureichend vor Hackerangriffen. Der IT-Sicherheitskongress wird vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik veranstaltet. Auf dem Kongress diskutierten mehr als 600 Fachbesucher über Sicherheit im digitalen Zeitalter. Gefahren gibt es einige. Hacker, Bot-Schädlinge und Trojaner versuchen, Computer-Systeme lahmzulegen und sensible Daten zu erbeuten. Die Folgen können schwerwiegend sein. Veröffentlichen Cyber-Kriminelle sensible Daten des Unternehmens, droht neben dem wirtschaftlichen Schaden auch ein Imageverlust.

Die Sicherheit erhöhen

Doch einige Unternehmen wissen nicht, wie sie sich effektiv vor Cyber-Angriffen schützen sollen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gibt immerhin Hinweise für sichere IT-Abläufe heraus. Doch die Anleitung für einen IT-Grundschutz ist immerhin mehrere tausend Seiten stark und damit eine große Herausforderung für kleine und mittelständische Betriebe ohne große IT-Abteilungen. Einige einfache Maßnahmen für mehr IT-Sicherheit kann aber jedes Unternehmen umsetzen, ohne viel Zeit mit dem Sicherheitspapier zu verbringen.
Der Einsatz von Virenschutzprogrammen ist im privaten Bereich in der Regel ausreichend. Wer dazu noch diese zehn Tipps für die IT-Sicherheit beachtet, ist auf einem guten Weg. Unternehmen benötigen jedoch einen umfassenderen Schutz für ihre Server und Netzwerke. Für sie empfiehlt sich der Einsatz von Tools, die ihre drahtlosen Netzwerke überwachen. Diese Programme helfen außerdem bei der Fehlerbehebung, sodass sich Hackern keine Angriffspunkte bieten. Solche Tools werden von spezialisierten IT-Dienstleistern bereitgestellt. Darüber hinaus sollten Firmen die größten Sicherheitsprobleme im Umgang mit dem PC beheben:

- Private Endgeräte der Angestellten sollten nicht im Unternehmensnetzwerk verwendet werden. Daten sollten im Rechenzentrum isoliert werden.

- Mitarbeiter ohne ausreichend Kenntnisse um IT-Risiken gefährden das Unternehmen. Sie sollten daher regelmäßig im Umgang mit PC und Internet geschult werden.

- Viele Passwörter stellen für Angreifer keine Hürde dar. Passwort-Richtlinien sorgen für mehr Sicherheit.

- Veraltete Schutzprogramme bieten keinen vollständigen Schutz. Firewall- und Proxy-Lösungen müssen daher regelmäßig ein Update erhalten.

Clouds erleichtern die Zusammenarbeit. Wer seine Daten auslagert, sollte sie zuvor verschlüsseln. Unternehmen, die diese Hinweise beherzigen und dazu noch gezielt Überwachungstools nutzen, haben ihren Schutz schon erheblich erhöht. Einen vollständigen Schutz wird es ohnehin nicht geben, da sich die Angreifer-Methoden sehr schnell weiterentwickeln. Allzu leicht muss man es den Cyber-Kriminellen allerdings nicht machen.



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