Digitales
Ende der Kostenloskultur im Internet

Das Internet galt lange Zeit als eine der wenigen Möglichkeiten, um kostenlos auf Videos, Musik oder Apps zugreifen zu können. Über die Jahre hinweg wurde zunehmend deutlich, wie rentabel das Internet ist. Dies führt derzeit vermehrt dazu, dass immer mehr Anbieter ihre Einnahmen nicht mehr nur durch Werbung oder direkte Verlinkungen zu Partnerseiten generieren wollen. Auf der anderen Seite ermöglichen die zusätzlichen Einnahmen, etwa durch Abonnements oder Premiumaccounts, eine Qualitätssteigerung der angebotenen Leistungen.

Mittwoch, 01.06.2016, 04:32 Uhr aktualisiert: 01.06.2016, 11:45 Uhr
Digitales : Ende der Kostenloskultur im Internet
Foto: colourbox.de

Premium- und Abonnementmodelle ersetzen kostenlose Angebote

Erst kürzlich gab Facebook-Gründer Mark Zuckerberg auf dem MWC in Barcelona bekannt, dass es Planänderung in Bezug auf die Initiative Internet.org geben wird. Die Grundidee dahinter war ursprünglich, mithilfe von unbemannten Drohnen auch entlegene Gebiete der Erde mit kostenlosem Internet zu versorgen. Dieser Plan scheint nun über den Haufen geworfen geworden zu sein und muss einer wirtschaftlichen Planung weichen, die bislang von Facebook so nicht bekannt war. Da einige Länder nicht bereit sind, Zuckerberg und seiner Initiative entgegen zu kommen, sieht es aus, als würden einige Kunden in den entlegenen Gebieten unserer Erde auch für diesen Dienst bezahlen müssen. Abhängig gemacht wird dies vor allem von den infrastrukturellen Gegebenheiten der jeweiligen Länder.

Dass es früher oder später eine Entwicklung geben wird, die sich von kostenlosen Angeboten distanziert, erkannten einige Unternehmen wie die Mobile Trend GmbH bereits vor vielen Jahren und bieten seitdem günstige sowie flexible Preismodelle für ihre Kunden an. Wie diese aussehen und welche Tools die Firma zur Verfügung stellt, macht der Artikel über die Mobile Trend GmbH deutlich und zeigt somit auf, wie die künftigen Bezahlmethoden im Internet im Idealfall aussehen werden.

Woher kommt der Wandel zum "Paid Content"?

Längst haben auch andere Anbieter realisiert, wie viel Geld sich im Internet verdienen lässt. Ob Musikanbieter wie Spotify, Onlineausgaben von Zeitungen wie der Bild oder Die Zeit - die Kostenloskultur im Internet wandelt sich rasch zu einer neuen Form der kommerziellen Vermarktung diverser Produkte. Dabei behält der Kunde wie im Fall von Spotify die Möglichkeit, zwar kostenlos auf die Musik zuzugreifen, muss dabei jedoch Abstriche machen. Wer hingegen den vollen Musikgenuss in optimierter Qualität sowie ohne lästige Werbepausen genießen will, muss Premium-Mitglied werden. Wichtigster Grund für die Entwicklung von rein durch Werbung finanzierten Dienstleistungen sind aber Programme, die den Internetdienstleistern das Leben schwer machen. Mit der richtigen Software ist es mithilfe von nur wenigen Klicks möglich, Werbeanzeigen zu blockieren. Der Nutzer spart sich somit zwar die in seinen Augen lästigen Anzeigen, schadet aber dem Anbieter in diesem Moment, da dieser, sofern er sich ausschließlich durch Werbeeinnahmen finanziert, trotz des Gebrauchs seines Services keine Einnahmen generiert.

Um sich gegen solche Probleme zu wehren, wählt Zeit Online eine Kombination aus verschiedenen Mitteln. Einerseits sollen Nutzer von Werbeblockern ausgesperrt werden und keinen Zugriff auf die Artikel bekommen, während anderseits an einer sogenannten Paywall gearbeitet wird. Einige Texte werden Lesern zwar frei zur Verfügung stehen, jedoch wird irgendwann zur Registrierung und zur Zahlung gebeten, falls der Nutzer weitere Artikel lesen möchte. Besondere Artikel werden von vornherein nur gegen Bezahlung verfügbar sein. Anhand der Beispiele von Spotify, Zeit Online oder Mobile Trend GmbH wird in jedem Fall eines deutlich: Auch das Internet steht nicht still und daher werden immer neue Methoden und Modelle auf den Markt kommen, die sowohl die Einnahmen der Anbieter stärken, als auch die Qualität für die Nutzer verbessern.

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