Geoblocking-Verordnung
Grenzenloses Onlineshopping innerhalb der EU

Shoppen auf der Online-Plattform eines anderen EU-Landes? Das war bislang nicht immer möglich oder nur zu höheren Preisen. Mit der EU-Geoblocking-Verordnung ändert sich das nun. Aber es gibt Ausnahmen.

Dienstag, 04.12.2018, 15:01 Uhr aktualisiert: 04.12.2018, 15:06 Uhr
Innerhalb der EU darf Online-Käufern der Zugang zu einer Shopping-Seite eines Landes nicht mehr verwehrt werden. Sie dürfen auch nicht auf eine teurere Webseite geleitet werden. Aber es gibt Ausnahmen.
Innerhalb der EU darf Online-Käufern der Zugang zu einer Shopping-Seite eines Landes nicht mehr verwehrt werden. Sie dürfen auch nicht auf eine teurere Webseite geleitet werden. Aber es gibt Ausnahmen. Foto: Jens Kalaene

Berlin (dpa/tmn) - Von Ausnahmen abgesehen, dürfen Onlinehändler innerhalb der EU ihre Kunden jetzt nicht mehr wegen ihrer Staatsangehörigkeit oder ihres Wohnsitzes diskriminieren. Das legt die nun in Kraft getretene EU-Geoblocking-Verordung fest, erklärt die Deutschland-Vertretung der Europäischen Kommission .

Die Verordnung besagt, dass Käufern der Zugriff auf Shopping-Seiten eines Landes nicht mehr verwehrt werden darf und Umleitungen auf Seiten mit höheren Preisen in deren Heimatländern verboten sind - egal ob es sich um Waren oder Dienstleistungen handelt. Zudem müssen Onlinehändler allen EU-Käufern unabhängig von ihrem Herkunftsland die gleichen Zahlungsmöglichkeiten und -konditionen einräumen.

Zu den Ausnahmen zählen zum Beispiel Tickets im Flug-, Bus- und Schiffsverkehr, Finanzdienstleistungen für Privatkunden und audiovisuelle Dienste wie Musik- oder Videostreaming-Angebote - hier hat die EU eigene Vorschriften erlassen oder sieht andere Initiativen vor. Ausgenommen von der Nichtdiskriminierungsklausel sind den Angaben nach außerdem Software, Spiele, E-Bücher und Musik.

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