Digitales
Betrugsfälle im Internet — Bewusstsein schaffen für die Gefahrenlage

Seit Jahren bleibt die Zahl der Betrugsfälle im Internet auf konstant hohem Niveau. Obwohl verschiedene Maßnahmen zur Prävention in die Wege geleitet wurden, gelang bislang nicht das lang ersehnte Zurückdrängen der Taten. Wir werfen einen Blick auf einfach umzusetzende Tipps, mit denen sich Internetnutzer in ihrem Alltag besser vor den Gefahren schützen können. 

Dienstag, 18.12.2018, 10:13 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 10:20 Uhr
Digitales: Betrugsfälle im Internet — Bewusstsein schaffen für die Gefahrenlage
Cyberkriminalität bleibt ein großes Thema. Foto: Colourbox.de

Einkäufe genau prüfen

Besonders die Einkäufe im World Wide Web werden zur Schaubühne der Betrüger. Wer auf bekannte Seiten wie Amazon und Co. setzt, die ihre Seriosität in jahrelanger Arbeit klar unter Beweis stellen konnten, ist kaum von diesen Einflüssen betroffen. Besonders riskant ist jedoch der erste Kauf bei einem Anbieter, welcher bislang noch nicht in Erscheinung getreten ist und zu dem in der Folge keine Erfahrungen vorliegen. Hier kann es sehr schnell zu einer falschen Einschätzung der Lage kommen.
Wichtig ist in diesem Fall der Blick auf das Impressum der Seite. Nach der in der EU vorherrschenden Impressumpflicht muss dort zu sehen sein, wer für alle Inhalte der Seite verantwortlich ist. Zudem können die Erfahrungen anderer Kunden mit dem Shop in Erwägung gezogen werden, sofern sie auf einer unabhängigen Seite veröffentlicht wurden und damit eine gewisse Aussagekraft besitzen.

Vorsicht bei merkwürdigen E-Mails

Eine wesentliche Gefahr geht bis heute von E-Mails mit unbekanntem Absender aus. Gerne werden dort Versprechungen an ahnungslose Nutzer gemacht. Entscheiden sich diese aus Neugier dafür, den Anhang der Mail zu öffnen, so befinden sich dort die gefährlichen Viren und Trojaner. Selbst ein moderner Spamfilter ist nicht immer dazu in der Lage, die Sicherheit im gewünschten Maße zu erhöhen.
Zudem ist es ratsam, stets über die aktuelle Gefahrenlage informiert zu bleiben. Dies liegt nicht zuletzt an der Dynamik, mit der sich die Betrugsmaschen im Internet entwickeln. Ein Überblick über aktuelle Fälle ist auch online zu finden .

Regionale Kurse informieren

Da in vielen Fällen die älteren Computernutzer zum Opfer des Betrugs werden, möchten auch die Computerkurse in der Region vermehrt auf die Gefahren aufmerksam machen. Bislang lag der Fokus dort vor allem auf den technischen Hintergründen, die es bei der Verwendung zu beachten gilt. In Zukunft, so sind sich die Veranstalter einig, möchten sie weitere Themengebiete in ihre Darstellungen einfließen lassen. Damit könnten ältere Nutzer ausführlich über die möglichen Gefahren in Kenntnis gesetzt werden.
Auch die Polizei arbeitet schon seit Jahren daran, sich im Umgang mit der Cyberkriminalität besser aufzustellen. Bereits jetzt ist die Seite der Polizei Beratung gut geeignet, um sich über die im Web lauernden Gefahren zu informieren. Aktuell wird darüber diskutiert, ob auch in Schulen Veranstaltungen abgehalten werden können, um junge Menschen für den richtigen Umgang mit den Inhalten zu sensibilisieren. Neben den Kursen zur Verkehrssicherheit könnte es schon bald das entsprechende Pendant für die Sicherheit im Internet geben.

Kein aussterbendes Phänomen

Auch die aktuellen Fallzahlen machen deutlich, dass es sich beim Betrug im Internet keineswegs um ein zurückgehendes Phänomen handelt. Selbst die immer größer werdende Erfahrung der Bevölkerung im Umgang mit dem Netz schützt nicht vor den negativen Einflüssen. Auch in Zukunft wird es aus diesem Grund bedeutsam sein, sich diesem Thema mit der gebotenen Sorgfalt zu widmen.

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