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Digitales
PayPal und Co. – was zeichnet moderne Zahlungsanbieter aus?

Insbesondere bezüglich des Einkaufsverhaltens im Internet sind moderne Zahlungsanbieter für Kunden wichtig . Einige von ihnen schaffen jedoch auch den Sprung in den stationären Handel, denn auch dort gilt für viele Menschen, dass der Einkauf und die Bezahlung direkt vom Handy aus als bequem und einfach empfunden werden. Aber was zeichnet die Anbieter aus? Dieser Artikel schaut sich das Thema an.

Mittwoch, 14.08.2019, 13:45 Uhr aktualisiert: 14.08.2019, 14:12 Uhr
Digitales: PayPal und Co. – was zeichnet moderne Zahlungsanbieter aus?
Foto: Colourbox
  • Sofortüberweisung – im Grunde genommen handelt es sich hierbei um eine Überweisung, doch wird sie über einen externen Anbieter durchgeführt. Dieser meldet dem Verkäufer oder Dienstleister sogleich die Zahlung, da im Hintergrund eine Prüfung durchgeführt wird. Das Geld wird ebenso gleich als »überwiesen« auf dem Konto ausgewiesen. Die Sofortüberweisung bietet wieder einen höheren Schutz als eine gewöhnliche Überweisung, da die Anbieter als Zwischenstelle dienen und notfalls den Käuferschutz bieten. Neben dem Anbieter, der so heißt, wie die Überweisungsart, arbeiten viele Shops und Dienstleister mit dem Rechnungsservice Klarna zusammen. Hierüber können Sofortüberweisungen, aber auch Rechnungskäufe getätigt werden.
  • Finanzierungen – oft bieten Shops sogleich einfache Finanzierungen an, die wiederum über einen Rechnungsservice in die Wege geleitet werden. Da diese Zahlvariante mittlerweile digital abläuft, kann sie ebenfalls zu den modernen Angeboten gezählt werden.
  • Prepaid-Kreditkarten – sie gibt es über die Wallets und viele digitale Anbieter auch in Form einer virtuellen Kreditkarte auf dem Smartphone. Gegenüber einer echten Kreditkarte hat sie den Vorteil, dass sie eigenständig mit Geld aufgeladen werden muss, sodass stets nur das Guthaben genutzt werden kann. Gerade für Nutzer, die bereits einmal negative Erfahrungen mit Kreditkartenbetrügern machten, ist diese Variante ideal. Im schlimmsten Fall ist nur der Betrag verloren, der auf die Karte aufgeladen wurde.
  • Bankeigene Onlinedienste – viele Hausbanken und Sparkassen ihren Kunden längst eigene Zahlungsdienste. Ein Beispiel hierfür wäre das GiroPay. Die Angebote von Banken mit einem breiten Netz werden in den gängigen Shops oft angeboten, kleine Onlinebanken hingegen fehlen in den Listen.
mobil Bezahlen

Ob online oder unterwegs - moderne Zahlungsanbieter gewinnen an Bedeutung. Foto: Square

Ein Problem mit Zahlungsanbietern ist, dass nicht jeder Shop oder Dienstleister dieselben Anbieter nutzt. Wer sich als Kunde für kleinere Zahlungsanbieter entscheidet, der könnte mitunter das Problem haben, diesen in vielen Shops nicht verwenden zu können. Und auch Shopbetreiber können zu deutlich aus der Reihe tanzen, wenn sie vermehrt auf kleinere Anbieter setzen. Oftmals hadern Kunden, eine Überweisungstätigkeit zu wählen, wenn sie weder den Shop noch den verwendeten Anbieter kennen.

PayPal: Einmal anmelden und fast überall zahlen

PayPal ist der Vorreiter der modernen Zahlungsanbieter. Ins Leben gerufen, um das Ersteigern und Einkaufen auf Ebay zu vereinfachen und sicherer zu gestalten, verzichtet heute wohl kaum ein Onlineanbieter auf diese Zahloption. Aber wieso ist das der Fall?

  • Einfachheit – PayPal ist eines: einfach. Nutzer müssen einmal einen Account erstellen und mit dem Bankkonto oder der Kreditkarte verknüpfen, schon können sie überall mit PayPal zahlen, wenn der Anbieter zugelassen ist. Gleichzeitig erlaubt PayPal aber auch das private Verschicken oder den Erhalt von Geld – in jeder Währung.
  • Sicherheit – mit Ausnahme des Glücksspiels gibt es bei PayPal einen Käuferschutz. Trotzdem lässt sich heute noch vereinzelt auch bei Online-Casinos mit PayPal bezahlen. Wer weiteres dazu erfahren möchte, findet mehr Infos hier . Das Geld wird zwar vom Kunden eingezogen, doch erst nach einer bestimmten Frist dem Verkäufer ausgezahlt. Innerhalb der Frist kann sich der Käufer beim Ausbleiben der Ware oder bei anderen Problemen an PayPal wenden und einen »Fall« eröffnen. Erst, wenn die Angelegenheit geklärt ist, erhält nun der Verkäufer das Geld – oder es wird dem Käufer erstattet.
  • Später zahlen – mittlerweile gibt es bei PayPal auch eine Funktion, die einer Zahlpause ähnelt. Unter bestimmten Voraussetzungen können Produkte erworben, aber erst nach 14 Tagen bezahlt werden.

Um das Bezahlen noch unkomplizierter zu gestalten, gibt es für Shops eine neue Variante, bei der sich der Kunde während des Zahlvorgangs nicht mehr extra bei PayPal einloggen muss. Gerade beim mobilen Einkauf ist diese Option ideal. Der PayPal-Nutzer muss vor der ersten Zahlung jedoch sein PayPal-Konto für diese Zahlungsart freigeben.

Apple, Google und Amazon Pay: Alles noch einfacher?

Die Anbieter unterscheiden sich deutlich voneinander und können nicht in einen Topf gelegt werden:

  • Amazon Pay – dies ist mehr mit PayPal vergleichbar. Nutzen Shops Amazon Pay, können Kunden über ihren Amazonaccount in einem fremden Shop bezahlen. Amazon regelt die Zahlung und bietet auch den obligatorischen Käuferschutz.
  • Apple und Google – beide Payment-Systeme dienen der Onlinezahlung, aber auch der Offlinezahlung. Voraussetzung ist, dass die jeweilige App heruntergeladen und mit einer Kreditkarte oder einem Wallet verknüpft wird. Eine Verknüpfung mit einem Bankkonto ist nur auf Umwegen möglich, also dann, wenn der Wallet-Anbieter eine Kontenverknüpfung bereitstellt. Apple Pay ist einzig für Nutzer von Apple-Produkten gedacht , Google Pay funktioniert praktisch auf allen mobilen Geräten, die Android als Betriebssystem verwenden.

Die Zahlsysteme von Apple und Google holen den modernen Zahlungsverkehr quasi an die rustikale Ladenkasse. Das Smartphone – oder die Watch – muss nur ans Terminal gehalten werden, schon wird der Vorgang angestoßen. Diese Variante bieten mittlerweile auch immer mehr Sparkassen und Banken mittels virtuellen EC-Karten an.

Weitere bekannte Zahlungsarten

Die meisten Onlineshops und Dienstleister im Internet bieten heute eine ganze Reihe an Zahlungsmethoden. Die typische Überweisung, die gerne mal länger dauerte oder auch die Zahlung via Lastschrift sind weiterhin unter den Methoden, werden aber von vielen Kunden ungern genutzt. Wobei eine Form der Überweisung weiterhin sehr häufig verwendet wird:

Gpay

Anbieter wie Google Pay sorgen dafür, dass Bezahlen im Netz immer einfacher wird. Foto: Matthew Kwong / Unsplash.com

Fazit – einfach und sicher muss es sein

Da sich das Kaufverhalten gravierend in Richtung mobiler Endgeräte verschiebt, ist es für Verbraucher wichtig, dass die gewählte Zahlmethode unkompliziert ist. Ein ewiges Hin und Her zwischen Tabs und verschiedenen Seiten ist auf den wenigsten Smartphones komfortabel. Gleichfalls spielt die Sicherheit eine tragende Rolle. Aus diesem Grund zögern viele Kunden, in für sie fremden Shops einfach per Überweisung oder Lastschrift zu zahlen. Während die Lastschrift notfalls zwar zurückgeholt werden kann, ist das Geld einer Überweisung verloren. Die Einbindung eines bekannten Dienstleisters als Zwischenstelle zwischen Kunde und Verkäufer ist somit aus Sicht von Shopbetreibern sinnvoll. Die Dienstleister bieten einen Käuferschutz oder andere Schutzvorrichtungen und erhöhen somit das Vertrauensgefühl des Käufers.

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