Mailen mit Smartphone
FairEmail setzt auf Sicherheit

Outlook ist der Inbegriff des E-Mail-Programms am Rechner. Thunderbird als Open-Source-Alternative dürfte inzwischen fast ebenso bekannt sein. Doch wie läuft es mit den Mails auf dem Smartphone?

Montag, 20.01.2020, 15:40 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 15:46 Uhr
Alternative zu den Apps der Mail-Provider: FairEmail funktioniert anbieterübergreifend.
Alternative zu den Apps der Mail-Provider: FairEmail funktioniert anbieterübergreifend. Foto: Zacharie Scheurer

Berlin (dpa/tmn) - Geht's um E-Mail-Apps, suchen die meisten gleich nach einer Anwendungen, die ihr Mail-Anbieter bereitstellt. Es geht aber auch anders, nämlich mit Apps von Drittanbietern.

Dazu gehört etwa FairEmail, eine quelloffene Android-Anwendung, die ihren Fokus auf Sicherheit und Privatsphäre legt und überdies frei von Tracking und Werbung ist. Das berichtet das Verbraucherschutzportal «Mobilsicher.de».

Der Entwickler verspricht außerdem, keine Daten auf Servern von Drittanbietern zu speichern und verwendet offene technische Standards. Unsichere Elemente von Nachrichten, zum Beispiel Logos oder kleine Grafiken, die oft auch der Nachverfolgung (Tracking) der Nutzung der Nachricht dienen, werden automatisch entfernt.

Links öffnen sich erst nach Sicherheitsabfrage

Dadurch erhöht sich auch die Lesbarkeit. Zudem wird der Inhalt auf den reinen, einheitlich formatierten Text reduziert, erklären die Experten. Auch das Öffnen von Links funktioniert aus Sicherheitsgründen erst, nachdem der Nutzer das bestätigt hat.

Das Einbinden eines - oder auch mehrerer - E-Mail-Konten ist sehr einfach gehalten. Meist genügen E-Mail-Adresse und Passwort, alles weitere kann die App in der Regel selbst einstellen. Achtung: Bei Mail-Diensten wie GMX oder Gmail muss in deren Einstellungen der Zugriff durch Drittanbieter-Apps erst erlaubt werden.

Intuitive Bedienung mit Wischgesten

FairEmail lässt sich intuitiv bedienen, unter anderem mit Wischgesten, die sich bei Bedarf auch individualisieren lassen. «Mobilsicher.de» lobt zudem einen geringen Daten- und Akkuverbrauch, wobei der Einrichtungsassistent bei der Akku-Optimierung hilft und auf Wunsch neue E-Mails in der Statusleiste signalisiert.

In der Standard-Variante ist FairEmail kostenlos und voll funktionsfähig. Wem die Anwendung gefällt, kann die Pro-Version (rund 6,50 Euro) kaufen und damit das Projekt unterstützen. Zudem erhält man auch einige zusätzliche Funktionen wie das Annehmen oder Ablehnen von Kalendereinladungen, Unterstützung des Fingerabdrucksensors oder konfigurierbare Benachrichtigungsaktionen.

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