Tweet-Kontrolle
Twitter-Antworten lassen sich einschränken

Von Angesicht zu Angesicht besteht Wahlfreiheit, mit wem man sich auseinander sezten möchte und mit wem lieber nicht. Dieses Prinzip will Twitter auf die Kommunikation im Netz übertragen.

Mittwoch, 12.08.2020, 11:49 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 11:56 Uhr
Bei Twitter lässt sich jetzt einstellen, wer bei einer Konversation mitzwitschern darf.
Bei Twitter lässt sich jetzt einstellen, wer bei einer Konversation mitzwitschern darf. Foto: Franziska Gabbert

Berlin (dpa/tmn) - Twitter will seinen Nutzerinnen und Nutzern mehr Kontrolle über Konversationen geben, die sie selbst begonnen haben. Deshalb kann man ab sofort entscheiden, wer auf einen Tweet antworten darf, wie das Unternehmen mitteilt. Das funktioniere sowohl in den Apps als auch auf Twitter.com.

Und zwar folgendermaßen: Bevor der Tweet abgeschickt wird, lässt sich die Standardeinstellung «Alle können antworten» abändern. Der Schriftzug findet sich jetzt unterhalb jedes neuen Tweets. Wer darauf tippt, erhält zwei Optionen, um die Zahl derer, die antworten dürfen, einzuschränken: Entweder nur Menschen, denen man selbst folgt - oder nur Menschen, die man im betreffenden Tweet erwähnt hat.

Ist bei einem Tweet eine dieser beiden Optionen eingestellt, erscheint dieser bei anderen mit einer Kennzeichnung und mit einem ausgegrautem Antwort-Symbol bei allen, die keine Antwort-Berechtigung haben. Diese Gruppe kann den Tweet aber trotzdem lesen, retweeten (mit und ohne Kommentar), teilen oder liken.

Twitter will seine Nutzerinnen und Nutzer mit der neuen Funktion nach eigenen Angaben besser vor Spam und Missbrauch wie Hassrede schützen. In den nächsten Monaten soll noch die Möglichkeit ergänzt werden, mehr Menschen gezielt zu Konversationen einzuladen, die schon im Gange sind.

© dpa-infocom, dpa:200812-99-138359/2

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