Einsteiger und Aufsteiger
Neue Smartphones von Xiaomi und Wiko

1000 Euro für ein Smartphone sind heute keine Seltenheit. Und selbst die Hälfte ist noch viel Geld. Es gibt aber auch interessante Handys, die nur ein Viertel davon kosten, oder weniger.

Dienstag, 08.09.2020, 12:38 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 12:42 Uhr
Blau, Grün, Peach Gold: So sieht die Farbpalette beim Wiko View 5 (170 Euro) aus.
Blau, Grün, Peach Gold: So sieht die Farbpalette beim Wiko View 5 (170 Euro) aus. Foto: Wiko

Berlin (dpa/tmn) - Xiaomi und Wiko haben neue LTE-Smartphones mit Android 10 vorgestellt, die sich technisch an Mittel-, teils sogar an Oberklasse-Geräten orientieren. Allerdings nicht beim Preis: Sie kosten nur so viel wie Einsteiger- beziehungsweise günstige Mittelklasse-Telefone.

Das Poco X3 NFC von Xiaomi fällt durch sein 6,67 Zoll großes IPS-Display (1080 mal 2400 Pixel) auf, das je nach Bedarf dynamisch Bildraten bis zu 120 Hertz liefert. Das bringt etwa eine bessere Darstellung bei bewegten Inhalten wie Spielen. Genug Leistung fürs Gaming verspricht auch Qualcomms neuer Achtkern-Prozessor Snapdragon 732G, insbesondere in Verbindung mit dem 6 Gigabyte (GB) großen, per UFS 2.1 schnell angebundenem Arbeitsspeicher (RAM).

4K und Pixel-Binning

Als Hauptkamera fungiert eine 4K-fähiges Vierfachsystem, dessen Hauptakteure ein Sony-Sensor (IMX 682) mit 64 Megapixeln (MP) und einer Blende von f/1,89 sowie ein 13-MP-Sensor mit Weitwinkelobjektiv (119 Grad) und einer f/2,2-Blende sind.

Dieselbe Blende weist die 20-MP-Selfie-Kamera auf, für die am oberen Displayrand mittig ein Loch gestanzt wurde (Punchhole). Sowohl der Sony- als auch der Selfie-Sensor arbeiten mit Pixel-Binning, sie fassen immer die Information von vier benachbarten Bildpunkten zusammen.

33-Watt-Schnellladung

Üppig dimensioniert ist der Akku: 5160 mAh. Er lässt sich mit dem mitgelieferten 33-Watt-Netzteil in einer halben Stunde zu 62 Prozent und in 65 Minuten vollständig laden, erklärt der Hersteller. Mit 64 GB Speicher soll das Poco X3 NFC 230 Euro kosten, mit 128 GB 270 Euro. Beide Varianten erlauben die Erweiterung per Speicherkarte um bis zu 256 GB.

Das Gehäuse ist vor Staub und Spritzwasser geschützt (IP53), der Fingerabdrucksensor sitzt an der Seite auf dem Ein-Aus-Taster. Und ja, der Name täuscht nicht: Ein NFC-Chip, etwa zum kontaktlosen Bezahlen oder zur Nutzung des E-Persos, ist auch an Bord.

Face-ID und Achtkern-Chips

Wikos neuester Wurf indes heißt Wiko View 5 Plus. Das Smartphone kommt als Nachfolger des View 4 mit einem 6,55 Zoll großen IPS-Display mit HD-Plus-Auflösung (720 mal 1600 Pixel) und mit nach links gerücktem Punchhole für die Frontkamera, die auch das Gesicht für die unterstützte Face-ID-Entsperrung erfasst. Der Fingerabdrucksensor ist klassisch auf der Gehäuserückseite platziert.

Den Achtkern-Prozessor Helio P35 steuert Mediatek bei. 4 GB RAM stehen 128 GB erweiterbarer Hauptspeicher zur Seite, der Akku hat eine Kapazität von 5000 mAh. Der Hauptsensor der Vierfachkamera löst mit 48 MP und arbeitet mit einem Phasenvergleichs-Autofokus, der Sensor hinter dem Weitwinkelobjektiv (120 Grad) muss mit 8 MP auskommen.

Das Wiko View 5 Plus für 200 Euro zu haben. Für 170 Euro gibt es auch noch die leicht abgespeckte Variante View 5 mit 4 GB RAM, 64 GB Speicher und der etwas langsamere Achtkern-Prozessor Helio A25 von Mediatek.

© dpa-infocom, dpa:200908-99-475049/2

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