Di., 20.01.2015

Kaffee Handelsprodukt, Luxusgut und Lieblingsgetränk

Kaffee : Handelsprodukt, Luxusgut und Lieblingsgetränk

Kaffee - eines der beliebtesten Getränke des Landes Foto: colourbox.de

Kaffee ist neben Bier das Lieblingsgetränk der Deutschen. Er ist Grundnahrungsmittel, Luxusgut und sogar eine ganze Mahlzeit ist nach ihm benannt. Doch was macht den Kaffee so attraktiv und wo kommt er eigentlich her.

Die Wurzeln des Kaffees

Nach einer Legende, die 1671 zu Papier gebracht wurde, entdeckte ein Hirtenjunge die wirkungsvollen Bohnen. Er beobachtete, dass seine Schafe von diesem Strauch aßen und danach bis in die Nacht munter und vergnügt waren. Vermutlich ist der Südwesten Äthiopiens, Ursprungsgebiet für den Kaffee. Dort liegt die Region Kaffa, wo die Bohne bereits im 9. Jahrhundert erwähnt wurde. Ab dem 14 Jahrhundert gelangte der Kaffee, mutmaßlich durch Sklaven nach Arabien und verbreitete sich von da aus in der ganzen Welt. Früher wurde die Bohne geröstet, zerkleinert und dann in einer Karaffe mit Zucker und Wasser gekocht. Damals war das Getränk noch sehr teuer und deshalb ein Luxusgut. Heute wird der Kaffee in vielen Ländern angebaut und auf der ganzen Welt getrunken.

Wirkung  auf den Körper

Kaffee enthält Koffein. Das macht wach und leistungsfähig. In der heutigen Zeit ist das von Vorteil, da einige Jobs lange Arbeitszeiten und hohe Konzentration verlangen. Doch das Getränk hat noch einige andere Nebeneffekte. Legt man sich beispielsweise in den ersten 15 Minuten, nach Verzehr zur Ruhe, so können einige Menschen besser einschlafen. Das Schlafzentrum des Gehirns wird zu dieser Zeit besser durchblutet. Erst nach 15 min beginnt das Koffein zu wirken, dass das Schlafen verhindert. In einer US Studie wurde ein geringer Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und leichten Depressionen festgestellt. Kaffee hilft außerdem der Verdauung und entwässert. Deshalb sollten Kaffee-Konsumenten nebenbei genügend  Wasser zu sich nehmen.

Vielfalt der Kaffeebohne

Heute gibt es viele verschiedene Kaffeesorten. Es gibt sogar sogenannten Katzenkaffee oder auch Kopi Luwak. Die Bohnen der Pflanze werden von Zibetkatzen gegessen, in deren Darm fermentiert und fast unverdaut wieder ausgeschieden. Dies soll der Bohne ein besonderes Aroma verleihen. Da dieser Kaffee aber sehr selten ist, ist er auch sehr teuer. Kaffee als Getränk gibt es heute in vielerlei Abwandlung. Vom süßen, milden Milchkaffee bis zum Espresso ist alles dabei. Um diese Vielfalt auch Zuhause genießen zu können, wurde die Kaffeemaschine erfunden. Ein Kaffeevollautomat kann fast jede Kaffeevariation auf Knopfdruck und in kurzer Zeit herstellen. Sogar manche Pralinen und Kuchen werden mit Kaffeearoma hergestellt. Es gibt sogar Kaffeelikör.

Auswirkungen auf Handel und Umwelt

Die Kaffeebohne ist ein etabliertes Handelsgut. Um den Kaffeebauern ein sicheres Einkommen zu sichern, wurden 1946 die ersten Fairtrade-Organisationen gegründet. Zu Beginn konzentrierten diese sich nur auf handgemachte Deko- Artikel, doch nach und nach wurden immer mehr Lebensmittel zu ihrem Angebot hinzugefügt. Heute ist der Fairtrade-Kaffee, neben Kakao und Zucker, das bekannteste Fairtrade-Produkt. Er ist mittlerweile sogar in Discountern erhältlich. Auch auf die Umwelt hat Kaffee einen großen Einfluss. Der Anbau in Monokulturen hat negativen Einfluss auf die Biodiversität. Wichtige Bäume werden gerodet und das Gleichgewicht von Nützlingen und Schädlingen kommt durcheinander. Um die Ernte jedoch trotzdem zu sichern, werden Schädlingsbekämpfungsmittel benutzt, welche ebenfalls negativen Einfluss auf die Umwelt haben.



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