Ernährung
Wie ernähren sich die Deutschen? Foodtrends im Herbst und Winter

Richtig gut essen kann man nur im Urlaub? Dieses Vorurteil ist gottseidank passé. Immer mehr Deutsche achten auf ihre Ernährung und zeigen sich dabei offen für neue Inspirationen aus dem In- und Ausland. Doch wie sieht es mit den Essgewohnheiten der Deutschen im Alltag aus und gibt es regionale Unterschiede?

Mittwoch, 24.10.2018, 04:56 Uhr aktualisiert: 24.10.2018, 12:15 Uhr
Ernährung: Wie ernähren sich die Deutschen? Foodtrends im Herbst und Winter
Essen bestellen und gesunde Ernährung müssen kein Widerspruch sein. Foto: Colourbox.de

Der große Widerspruch

Die Situation kennen wahrscheinlich die Meisten: Angesprochen auf das Essverhalten geben viele Deutsche an, am liebsten regional und saisonal essen zu wollen, im Idealfall ohne Zwischenhändler direkt vom Markt oder Bauernhof. Gleichzeitig schaut der Großteil auch auf das Budget und gibt tendenziell eher weniger als mehr aus. Dieses Paradox - möglichst „gutes“ Essen möglichst billig - zieht sich durch alle sozialen Schichten und Regionen in Deutschland. Nichtsdestotrotz haben nicht nur Lebensmittelhändler einen Trend erkannt, der vorwiegend von der jüngeren Generation in Deutschland bestimmt wird.

Ein Thema der Generationen

Wer in letzter Zeit in Discountern einkaufen war, dem ist sicherlich aufgefallen, dass es seit kurzem sogenannte „Haltungskennzeichnungen“ bei Frischfleisch gibt. Ein deutliches Zeichen, dass immer mehr Deutsche informiert sein wollen, unter welchen Bedingungen  ihre Lebensmittel hergestellt werden. Auch insgesamt geht der regelmäßige Verzehr von Fleisch und Wurst zurück, Vegetarismus und Veganismus sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen (und bleiben trotzdem die Ausnahme).

Dabei scheint es Vielen nicht mehr und bestimmte Diätformen wie die Low-Fat-Trends der 1990er oder Low-Carb-Bewegungen der 2000er zu gehen, sondern vielmehr um einen bewussteren Umgang mit dem Thema Ernährung. Auch der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung gerät immer mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Auch die Medien reagieren auf diesen Trend. So besteht das Abendprogramm des privaten Fernsehsenders VOX beispielsweise inzwischen zum Großteil aus Kochsendungen und auch für die Öffentlich-Rechtlichen ist Kochen seit Längerem ein elementarer Bestandteil.

Essensbestellungen geben interessante Einblicke

Die Globalisierung macht dabei auch im Inland nicht halt. Wer denkt, dass der Ostfriese gerne Fisch isst und der Schwabe am liebsten Spätzle, der irrt . Tatsächlich bestellen Brandenburger statistisch viel lieber Fisch als Niedersachsen und Schwaben lieben eher Scharfes.  Länderübergreifend gibt es jedoch mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Neues auszuprobieren und dabei exotisches Essen, wie Arabisch oder Afrikanisch zu bestellen, sind voll im Trend. Ganz vorne bei Neubestellungen liegen dabei sogenannte „Poke-Bowls“, hawaiianisch inspirierte Gerichte aus Salat und rohem Fisch sowie „Ramen“,  eine kräftige japanische Nudelbrühe.

Doch auch die Hausmannskost wie von Oma erlebt einen kleinen Boom, möglicherweise um die angesprochene Ausgeglichenheit in der Ernährung herzustellen. So oder so bleibt es spannend in deutschen  Küchen und Restaurants.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6141980?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686138%2F2686293%2F2686313%2F
Nachrichten-Ticker