Ernährung
Vitamin B12: Vitaminmangel erkennen und gegensteuern

Vitamin B12 hat für viele Stoffwechselvorgänge unseres Körpers eine bedeutende Funktion: Es wird beispielsweise für das Nervensystems gebraucht und ist an der Blutbildung als auch der Zellteilung beteiligt. Bei einem Vitaminmangel sind Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Schwindel, Kurzatmigkeit, Blässe, Erschöpfung sowie schlimmstenfalls Nervenschädigungen möglich. Umso wichtiger ist es, einen Vitaminmangel rechtzeitig zu erkennen und diesen auszugleichen.

Mittwoch, 24.04.2019, 09:56 Uhr aktualisiert: 24.04.2019, 10:00 Uhr
Ernährung: Vitamin B12: Vitaminmangel erkennen und gegensteuern
Viele Menschen leiden unbewusst an Vitaminmangel. Foto: Pixabay.com / Couleur

Vitamin-B12-Mangel durch einseitige Ernährung

Im Vergleich zu anderen Vitaminen bildet der Körper das B12 nicht selbst – wir müssen es über die Nahrung aufnehmen. Cobalamine, wie die Vitamine auch genannt werden, kommen in pflanzlichen Lebensmitteln fast gar nicht vor. Lediglich in Sauerkraut und Algen enthalten geringe Mengen der Nährstoffe. Fleisch und besonders Innereien sind hingegen sehr reich an Vitamin B12.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat die Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr an B12 Anfang 2019 auf 4 Mikrogramm pro Tag für Erwachsene und 4,5 Mikrogramm pro Tag für Schwangere sowie 5,5 Mikrogramm für Stillende erhöht.

Wer komplett auf Produkte tierischen Ursprungs verzichtet und sich vegan oder vegetarisch ernährt, kann seinen Bedarf daher nur schwer über die Nahrung allein decken. Um einem Vitaminmangel und Symptomen wie Erschöpfung oder ständige Müdigkeit vorzubeugen, sollten diese Risikogruppen ihren Vitamin-B12-Vorrat daher zusätzlich mit Präparaten, zum Beispiel Nahrungsergänzungsmitteln, auffüllen. Die Auswahl ist groß: Neben Tabletten oder Dragees sind beispielsweise auch Tropfen mit Vitamin B12 erhältlich.

Vitamin-B12-Mangel als Folge einer Aufnahmestörung

Auch bei Menschen, die genügend Vitamin B12 zu sich nehmen, kann es zu einem Vitaminmangel kommen, der sich durch Anzeichen wie Müdigkeit oder Erschöpfung bemerkbar macht. Denn ebenso ist eine gestörte Resorption (Aufnahmefähigkeit) manchmal die Ursache einer Mangelversorgung.

Betroffen sind oft ältere Menschen, die viele Medikamente einnehmen müssen. Durch diese wird das Coenzym manchmal schlechter aufgenommen. Daneben haben besonders Menschen mit Magen-Darm-Problemen ein erhöhtes Risiko für Mangelerscheinungen. Aber auch ein Magenbypass oder chronischer Alkoholkonsum begünstigen einen Vitaminmangel. Und nicht zuletzt können Parasiten, wie ein Bandwurm, zu Müdigkeit und Erschöpfung führen, wenn sie die Mikronährstoffe selbst verwerten und nicht dem Wirt überlassen.

Müdigkeit und Erschöpfung als Anzeichen eines Vitaminmangels

Erschöpfung, Müdigkeit und Blässe haben die verschiedensten Ursachen. Was viele nicht wissen: Dahinter kann unter Umständen auch eine Anämie – ein Mangel an roten Blutkörperchen – stecken. Aber wie kommt es dazu? Ein Grund dafür kann ebenso ein Mangel an Vitamin B12 sein. Der Körper benötigt das Coenzym, um eine ausreichende Anzahl gesunder roter Blutkörperchen zu bilden. Ohne genügend rote Blutkörperchen befindet sich im Körper mit zu wenig Sauerstoff. Die Haut wird blass, Schleimhäute als auch Haare leiden und es führt womöglich zu Störungen des Nervensystems. Durch die Unterversorgung der Nerven mit Sauerstoff sind wiederum Konzentrationsschwäche, Erschöpfung und Abgeschlagenheit möglich.

Vitaminmangel rechtzeitig erkennen und handeln

Ein Vitamin-B12-Magel macht sich meist erst nach einer jahrelangen Unterversorgung bemerkbar– zum Beispiel infolge einer Ernährungsumstellung oder durch Magen-Darm-Erkrankungen. Das Problem: Aufgrund dieser Verzögerung dauert es oftmals sehr lange, bis Betroffene den Vitaminmangel erkennen. Denn die Symptome wie Erschöpfung, Müdigkeit oder Hautprobleme treten nicht sofort auf. Zunächst bedient sich der Körper bei den gespeicherten Vitaminen. Nur allmählich kommt es zu ersten Anzeichen einer B12-Unterversorgung. Durch die abnehmende Menge an roten Blutkörperchen, sind Kribbeln und Kältegefühl an Nase, Händen und Füßen möglich. Spätestens jetzt sollte ein Arzt konsultiert werden, der die Beschwerden untersucht und geeignete Präparate empfiehlt. Diese wiederum können den Vitaminmangel ausgleichen und Symptome wie andauernde Müdigkeit, Erschöpfung und Konzentrationsschwächen bekämpfen. Sind die Depots ganz erschöpft, können auch Taubheit der Gliedmaßen, Muskelschwäche, Depressionen, Demenz, Nervenschmerzen und Koordinationsstörungen auftreten. Und diese gilt es unbedingt zu vermeiden.

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