Sonderveröffentlichung

Ernährung
Wie sich unser Kaffeekonsum im Lockdown verändert hat

Die mittlerweile seit über einem Jahr andauernde Corona-Pandemie hat so ziemlich jeden Aspekt unseres Lebens verändert - ob in der Freizeit, oder im Beruf. Speziell in Sachen Job ist nicht mehr vieles, wie es einst war - Millionen Deutsche arbeiten mittlerweile fast ausschließlich im Home Office, während die Büros der Republik verwaist sind. 

Freitag, 26.02.2021, 04:13 Uhr aktualisiert: 26.02.2021, 10:17 Uhr
Ernährung: Wie sich unser Kaffeekonsum im Lockdown verändert hat
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Eine der vielen täglichen Routinen, die dabei auf der Strecke geblieben sind, ist das Gespräch mit den Kollegen am Kaffeeautomaten. Zoom-Meetings und Google Hangouts sind nun Mal nur ein schlechter Ersatz für den Plausch mit den Kollegen bei einer Tasse frischen Kaffee.

Immerhin gibt es für den Kaffee aus dem Vollautomaten in der Bürokantine Ersatz und zwar deutlich besseren. Gerade in Ermangelung von Alternativen im privaten Bereich - immerhin mussten Deutschlands rund 12.000 Cafés im zweiten Lockdown erneut für mehrere Monate schließen - rückte die Kaffee-Zubereitung daheim mehr und mehr in den Fokus.

Das tat dem Kaffeekonsum insgesamt hierzulande keinerlei Abbruch, im Gegenteil. Im ersten Lockdown erhöhte sich der Absatz von ganzen Bohnen zwischenzeitlich um 20 Prozentpunkte. Viele Angestellte, die dauerhaft im Hoffe Office sind, haben sich ein Kaffee-Upgrade gegönnt und in bessere Maschinen, qualitativ hochwertigere Kaffeebohnen und mehr Zubehör investiert.

Kaffee und Freunschaft
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Dabei ist nicht nur ein einziger Trend auszumachen, beispielsweise hin zu mehr Kaffeevollautomaten. Deren Absatz ist zwar signifikant gestiegen, aber gleichwohl profitierte die ganze Bandbreite des Kaffeespektrums vom Lockdown-Boom.

Die Kaffee-Fans der Republik sind deutlich experimentierfreudiger geworden, sowohl was die Art von Kaffee angeht, den sie konsumieren, als auch in Sachen Art der Zubereitung ihres liebsten Heißgetränks.

Specialty Coffee, also in kleinen Mengen produzierter Kaffee, meist mit Bio- und Fair-Trade-Siegel versehen, ist aus deutschen Küchen heutzutage nicht mehr wegzudenken.

Dabei spielen für Käufer nicht nur ethisch-moralische Gesichtspunkte eine Rolle - aber wer kann seinen Kaffee schon in dem Wissen genießen, dass er von Minderjährigen schlecht bezahlten Pflückern unter auch sonst miesen Arbeitsbedingungen geerntet wurde?

Auch verschiedene Spielarten der Röstung sind mittlerweile in jedem gut sortierten Kaffeeladen zu finden. Selbst Alternativen zu den allgegenwärtigen Bohnensorten Arabica und Robusta finden immer häufiger deutsche Abnehmer. Specialty Coffee ist definitiv ein weiterer Pandemie-Trend.

In Sachen Zubereitung gibt es mehrere Trends, die die Deutschen durch ihre langen Home-Office-Tage bringen. Sogenannter Cold Brew Kaffee findet auch hierzulande immer mehr Verbreitung. Der bereits kalt zubereitete Kaffee, den man daheim am besten mit einer French Press macht, hat seine ganz eigene Note - weniger bitter aber dennoch vollmundig.

Der lange totgeglaubte Filterkaffee feiert ein unerwartetes Comeback. Ob in Form des klassischen Aufsatzes aus Keramik, der gerade in der Konstellation Ein-Frau/Mann-Home-Office sehr praktisch ist, oder als Aeropress. Dieses Gerät, einem zylinderförmigen Kolben gleichend, wird genutzt um den gemahlenen Kaffee für rund zwei Minuten in heißes Wasser zu geben und dann per Luftdruck durch einen Filter in die Tasse zu pressen.

Diese Methode zählt, wie die French Press, zu den Zubereitungsarbeiten, die unter Kaffee-Nerds als Immersion Coffee geführt werden. Diese haben alle gemein, dass die Kontaktzeit zwischen dem heißen Wasser und dem Kaffee besonders lang ist. Das führt zu einem gänzlich anderen Aroma, als Drip-Methoden, bei denen das heiße Wasser nur für wenige Sekunden mit dem Kaffee in Kontakt kommt, beispielsweise wenn es durch einen Filter läuft.

Worauf viele Kaffeeliebhaber mittlerweile ebenso bauen, ist frisch gemahlener Kaffee - selbst wenn man daheim keinen luxuriösen Vollautomaten stehen hat, der preislich im Segment eines gebrauchten Kleinwagens liegt.

Dabei reicht auch schon eine Handmühle, die bereits für um die €20 zu haben ist, um wirklich frischen Kaffee trinken zu können. Selbst für diesen vergleichsweise günstigen Preis kann man bereits den Mahlgrad einstellen.

Das ist vor allem dann wichtig, wenn man zwischen den verschiedenen Zubereitungsarten alterniert. Für Immersions-Kaffee benötigt man tendenziell eher grob gemahlenen Kaffee, während man für Drip-Varianten und besonders Espresso-Maschinen möglichst feingemahlenen Kaffee braucht.

Praktischer und akkurater geht dies natürlich mit einer elektrischen Mühle, die man ebenso immer häufiger in deutschen Haushalten findet. Hochwertige Geräte haben bis zu zehn Mahlgrade und beschleunigen den Prozess im Vergleich zu einer Handmühle natürlich deutlich.

Die Investition in eine elektrische Mühle, möglichst mit einem langlebigen und robusten Mahlwerk aus Keramik, dürfte sich auch nach der Pandemie auszahlen. Gerade wenn man daheim öfter Mal mehrere Kaffeetrinker zu Besuch hat wird man im Nachhinein froh über die Pandemie-Anschaffung sein.

Noch praktischer ist da lediglich der Vollautomat , der aber bereits vor der Corona-Krise immer beliebter wurde . Im ersten Corona-Jahr 2020 wurden in Deutschland über eine Million solcher Geräte abgesetzt, was ein neuer Rekord ist.

Wenn der Cappuccino vom Kaffeehaus um die Ecke nicht verfügbar ist, muss der Cappuccino halt ins Haus - so zumindest denken immer mehr Deutsche. So stark wie der Markt wächst, so sehr sprießen auch die Angebote aus dem Boden.

Vom Einsteigermodell bis zum deutlich über €1.000 bepreisten Luxusautomat vom Schweizer Edel-Hersteller haben alle Automaten eines gemein. Oben füllt man ganze Bohnen rein und wenige Sekunden später hat man frischen Kaffee in der Tasse.

Milchaufschäumfunktionen, zahlreiche verschiedene Programme für den individualisierten Kaffee, sowie Steuerung per App - der Phantasie sind in Sachen Zusatzfunktionen keine Grenzen gesetzt. Und eines macht man mit einem derartigen Vollautomat - man holt sich die Büro-Nostalgie in die Küche, denn nichts erinnert mehr an das Kantinen-Ambiente, als ein surrender Kaffeevollautomat. 

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