Sexuelle Orientierung
Kind outet sich: Eltern müssen damit nicht sofort klarkommen

Erfahren Eltern, dass ihr Kind das gleiche Geschlecht liebt, sind sie oft überrascht. Viele reagieren darauf zunächst mit Ablehnung. Es gibt jedoch einen Weg, besser damit umzugehen.

Montag, 15.10.2018, 16:32 Uhr aktualisiert: 15.10.2018, 16:36 Uhr
Steht das eigene Kind zum ersten Mal zu seiner Homosexualität, sollten Eltern offen darüber sprechen, was in ihnen vorgeht.
Steht das eigene Kind zum ersten Mal zu seiner Homosexualität, sollten Eltern offen darüber sprechen, was in ihnen vorgeht. Foto: Michael Reichel

Köln (dpa/tmn) - Viele Eltern brauchen Zeit, um das Outing ihres Kindes akzeptieren zu können. Dieser Prozess ist normal und in Ordnung. In der Regel hat sich das Kind schon viele Monate oder gar Jahre mit seiner sexuellen Orientierung auseinandergesetzt, bevor es seinen Eltern davon erzählt.

Oft hilft es dem Nachwuchs, wenn Mutter und Vater transparent machen, was gerade in ihnen vorgeht, etwa: «Ich brauche ein bisschen, um mich an die neue Situation zu gewöhnen. Ist das okay für dich?», rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Das nimmt Kindern die Angst, ihre Eltern könnten sie nun ablehnen.

Was Erwachsenen in dieser Phase helfen kann, ist, sich selbst klarzumachen: Mein Kind hat sich durch das Coming-Out nicht verändert, es möchte weiterhin von mir geliebt werden.

Einigen Eltern kann es auch helfen, sich mit anderen Eltern auszutauschen oder im Zweifel eine Beratungsstelle aufzusuchen. Hilfe gibt es beispielsweise unter www.befah.de .

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