Pflegetipps
Mit Gleitmatten und Yoga gegen Pflege-Strapazen

Die Pflege Angehöriger kann gesundheitliche Folgen haben. Denn jemanden täglich aus dem Bett zu hieven, belastet den Körper enorm. Daher ist es wichtig, die Anwendung von Hilfsmitteln und Entspannungstechniken zu erlernen. Kurse helfen dabei.

Freitag, 25.01.2019, 04:16 Uhr aktualisiert: 25.01.2019, 04:22 Uhr
Die Kosten für einen Pflegekurs übernimmt die Kasse. Ohne das entsprechende «Know-How» tragen Angehörige ein hohes Gesundheitsrisiko.
Die Kosten für einen Pflegekurs übernimmt die Kasse. Ohne das entsprechende «Know-How» tragen Angehörige ein hohes Gesundheitsrisiko. Foto: Holger Hollemann

Berlin (dpa/tmn) - Angehörige zu pflegen, ist oft mit erheblichen körperlichen Strapazen verbunden. Anstrengend sind zum Beispiel die sogenannten Transfersituationen, also etwa der Wechsel vom Bett in den Rollstuhl, erklärt Daniela Sulmann vom Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP).

Diese ständig wiederkehrende Belastung kann Verspannungen, Schmerzen und auch Schäden hinterlassen. Schließlich seien viele pflegende Angehörige selbst über 60, mit entsprechenden eigenen Gesundheitsproblemen. «Wer schon früher Rückenprobleme hatte, ist in der Pflegesituation erst recht gefährdet», sagt Sulmann.

Zur Vorbeugung empfiehlt die Expertin Pflegekurse, die Kosten dafür übernimmt die Pflegekasse. Hier erlernen Angehörige Techniken für die belastenden Transfersituationen. Für manche Arbeitsschritte gibt es zudem Hilfsmittel - Gleitmatten für das Hochrutschen im Bett etwa oder Treppen- und Badewannenlifter. Und wer die Zeit dazu findet, sollte die Pflegebelastung mit Ausgleichssport bekämpfen, so Sulmann: «Entspannungsübungen wie Yoga lassen sich gut in den Alltag einbauen und scheinen gut wirksam zu sein.»

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