Diffuse Ängste
Wie erkläre ich meinem Kind das Coronavirus?

Quarantäne, Atemmasken, Hamsterkäufe: Rund um das neuartige Coronavirus gibt es viele dramatische Bilder und Geschichten. Das kann Kindern Angst machen - Eltern dürfen daher nicht schweigen.

Mittwoch, 04.03.2020, 12:21 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 12:26 Uhr
Was ist da los? Kinder haben Fragen rund um das neuartige Coronavirus. Die sollten Eltern auch beantworten.
Was ist da los? Kinder haben Fragen rund um das neuartige Coronavirus. Die sollten Eltern auch beantworten. Foto: Christin Klose

Dresden (dpa/tmn) - Corona ist überall: Zumindest medial gibt es kaum ein Entkommen vor dem Virus Sars-CoV-2 und der Krankheit Covid-19. Das bekommen auch Kinder mit - sogar im Kita-Alter, erklärt Prof. Reinhard Berner, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Dresden.

«Die Erfahrung zeigt, dass das Thema präsent ist und Kinder darüber etwas erfahren wollen.» Schweigen oder ausweichend antworten sollten Eltern daher nicht, sagt der Experte. Denn das macht es vielleicht nur schlimmer: «Erwachsene gehen ja ganz unterschiedlich mit dem Thema um und sind selbst verunsichert.» Klar, dass da auch Kinder diffuse Ängste entwickeln. «Da muss man alles daran setzen, die zu beruhigen.»

Wichtigste Botschaft dabei: Kinder müssen sich keine Sorgen machen - denn für den Einzelnen ist das Virus ja in den allermeisten Fällen relativ harmlos. Wie konkret die Erklärung sein muss, hängt ansonsten vom Alter des Kindes ab. Denn bei Kita-Kindern seien die Vorstellungen vermutlich noch wenig konkret.

Bei den Kleinen empfiehlt es sich daher, Vorsichtsmaßnahmen so gut wie möglich zu erklären - dass Erreger und Krankheit also beim Husten, Niesen und Schnupfen übertragen werden und dass man dabei deshalb besonders vorsichtig sein muss.

Ältere dürfen auch etwas mehr erfahren, so Berner: «Im Schulalter kann man schon erklären, dass das ein Virus ist, der zu einer in den allermeisten Fällen relativ harmlosen Erkältung führt.» Hier sei es dann auch wichtig zu erklären, warum so viel über den Erreger gesprochen werde: «Weil es ein neues Virus ist, dass sich in vielen Ländern breitmacht.»

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