Keine langen Vorträge
Ganz unbefangen: Sexualaufklärung am besten vor der Pubertät

Erzählt mir nichts vom Klapperstorch! Wenn Eltern mit ihren Kindern über Sexualität reden, muss das nicht peinlich sein. Vielmehr sollten sie das Thema früh genug ansprechen - am besten häppchenweise.

Mittwoch, 11.11.2020, 14:35 Uhr aktualisiert: 11.11.2020, 14:40 Uhr
Im Alltag über Sex reden und auch mal gemeinsam in ein Aufklärungsbuch schauen: Den richtigen Zeitpunkt für den Start der Sexualaufklärung sollten Eltern nicht verpassen.
Im Alltag über Sex reden und auch mal gemeinsam in ein Aufklärungsbuch schauen: Den richtigen Zeitpunkt für den Start der Sexualaufklärung sollten Eltern nicht verpassen. Foto: Silvia Marks

Köln (dpa/tmn) – Eltern sollten mit ihren Kindern häufiger und dann jeweils eher kürzer über das Thema Sexualität reden. Das sei besser, als einmal einen langen Vortrag zu halten, rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Im Idealfall gibt es schon vor der Pubertät immer wieder Gespräche, die ganz selbstverständlich in den Alltag eingebaut werden. Dafür kann zum Beispiel eine Filmszene, die man sich gemeinsam anschaut, oder eine Freundin der Familie, die schwanger ist, zum Anlass werden.

Je früher man unbefangen darüber redet, desto besser, erläutern die Experten . Und ist ein Kind alt genug, eine Frage zu stellen, dann sei es auch alt genug für eine ehrliche Antwort.

Bei Jugendlichen ist es dann wichtig, keine Moralpredigt zu halten, wenn es um Sexualität und Verhütung geht. Eltern sollten Belehrungen vermeiden und erst einmal gut zuhören. Sind sie selbst überfragt, kann eventuell ein Jugendarzt helfen. Eine umfassende Sexualerziehung führe nicht zu frühzeitigeren Sexualkontakten, betont der Verband.

© dpa-infocom, dpa:201111-99-296116/2

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