Sonderveröffentlichung

Familie
Das andere Flaggen-Alphabet

Sicherlich haben Sie im Urlaub oder an heimischen Gewässern auf Ausflugsschiffen schon einmal lange, farbige Wimpelketten gesehen. Und fast genauso sicher haben Sie an Hochsee- und Binnenschiffen in der Berufsschifffahrt schon Flaggen gesehen, die scheinbar eine kommunikative Bedeutung haben. Auf jeden Fall haben Sie schon die ein oder andere Vereinsfahne gesehen und Nationalflaggen bzw. Nationalfahnen gehören in Deutschland zwar nicht zum Alltagsbild, aber man kennt sie zumindest.

Montag, 22.02.2021, 07:47 Uhr aktualisiert: 22.02.2021, 07:56 Uhr
Familie: Das andere Flaggen-Alphabet
Foto: Colourbox

Wann ist ein besticktes Tuch eine Flagge, wann spricht man von Fahne? Und selbst hier gibt es spezielle Unterkategorien. Beim Fahnen kaufen bei Deitert finden Sie beispielsweise Haushängefahnen - was hat es damit auf sich?
Flaggen, Fahnen, Banner und Wimpel

Bis ca. 1950 wurde die Fahnen- und Flaggenkunde als Teilbereich der Heraldik (Wappenkunde) betrieben. Nicht zuletzt durch die Verbesserung des Textildruckes wurden vermehrt bedruckbarer Stoff als Basismaterial eingesetzt und mit der steigenden Bedeutung entstand auch eine eigene Wissenschaft, die Vexillologie (aus dem Lateinischen "Vexillum - die Fahne").

Ob Fahne oder Flagge, hängt nach der Definition aus der Vexillologie nicht vom Gebrauch des "Tuches" ab, sondern von der Machart. Eine Fahne ist demnach ein Einzelstück, das fest mit der Fahnenstange, Standarte oder Ähnlichem verbunden ist. Eine Flagge hingegen kann gehisst und somit beliebig ausgewechselt werden. Würden Sie in Ihrem Schrebergarten die Fußballvereinsflagge an den Flaggenmast schweißen, hätten Sie eine Fahne.

Das Banner ist eine besondere Variante der Flagge, die mit einem Hoheitszeichen oder einem Wappen verziert das Herrschaftsgebiet eines Adligen repräsentieren sollte. Auch in der modernen Werbung kommen Werbebanner zum Einsatz, die insofern ein bisschen viel Ruhm für sich beanspruchen. Wimpel hingegen werden meist ohne hoheitliche Symbole als kleine, meist dreieckige Fahnen eingeordnet und dienen zivil als Zierde, militärisch durchaus auch als Signalalphabet. Sind sie fest mit einem Banner verbunden, nennt man sie Schwenkel.
Wer hat's erfunden?

Ursprünglich dienten Fahnen und Flaggen der Kommunikation und nicht der Identitätsfindung von Gruppen, wobei das letztendlich auch kommuniziert werden kann. Die bunten Tücher waren früher die beste Möglichkeit, Informationen sozusagen mit Lichtgeschwindigkeit weiterzugeben. Neben einem fundierten, einheitlichen Wissen über die Bedeutung der unterschiedlichen Flaggen war es insofern wichtig, dass sie farblich sowie strukturell unverwechselbar und leicht erkennbar waren. Die ersten Kommunikationszeiten wurden übrigens erst im 14. Jahrhundert nachweislich definiert.

Gestreift und Gespalten

Die Ausrichtung der Flaggen ist teilweise von immenser Bedeutung. Stellen wir uns Rot-Weiß-Rot längs gestreift vor, sehen wir die Nationalflagge Österreichs . Dasselbe um 90° gedreht (man nennt es rot-weiß-rot gespalten) ergibt die Nationalflagge Perus. Folglich müssen Hissfahnen, die mit der kurzen Seite am Mast befestigt sind, anders aussehen als Bannerfahnen, die über eine Querstange mittig am Mast hängen. Sehen wir uns im Shop des Vereinsbedarfs Deitert um, finden wir auch sogenannte Haushängefahnen samt den dazugehörigen Befestigungsutensilien. Sie sind wie eine hängende Bannerfahne gestaltet. Möchten Sie beispielsweise ein Vereinswappen darauf haben, ist es um ebenso um 90° gedreht, sodass man es vom Gehweg aus richtig herum sehen kann.

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