Do., 27.11.2014

Finanzen Betriebliche Altersvorsorge - Anspruch gilt für jeden

Über die richtige Altersvorsorge sollte man früh genug nachdenken

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In der heutigen Zeit ist es wichtig, sich frühzeitig finanziell für die Zeit des Ruhestands abzusichern. Hierzu gibt es viele Möglichkeiten, die man in Erwägung ziehen kann. Eine dieser Möglichkeiten bildet die betriebliche Altersvorsorge. Mit dieser Art kann man neben der finanziellen Absicherung im Alter sogar unter Umständen Steuern sparen. Vor allem bei den mittleren Einkommensgruppen ist diese Variante sehr zu empfehlen, vor allem dann, wenn der Betrieb auch noch einen Beitrag hierzu leistet.

Gründe und Vorteile für diese Art der Absicherung

Vorsorge ist wichtig, um seinen Lebensstandard von heute auch im Alter weiter zu halten. Mit der betrieblichen Altersvorsorge ist dies möglich, denn vom Bruttolohn wird ein fester Betrag von maximal 4 % und höchstens 2.856 EUR pro Jahr angelegt. Für den Anleger, also den Arbeitnehmer, fallen hierfür weder Steuern noch Sozialabgaben an.

Aber auch der Arbeitgeber kann hiervon profitieren, denn auch für ihn fallen auf diese Beträge keine Lohnnebenkosten an. Firmen, die um Fachkräfte ringen, können sich dadurch einen Vorteil erarbeiten, indem sie mehr in die Altersvorsorge einzahlen. Allerdings sei zu erwähnen, dass diese Leistungen vom Arbeitgeber auf freiwilliger Basis erbracht werden.

Wenn man in Rente geht, kann man dann wählen, wie man den ersparten Betrag erhalten möchte. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit der Einmalzahlung, das heißt der gesamte Betrag wird auf einmal ausgezahlt, oder aber man lässt ihn sich in monatlichen Raten, einer Rente entsprechend, auszahlen.

Was man beachten sollte

Wie man sehen kann, ist dies ein recht interessantes Modell. Allerdings wird es von den wenigsten Arbeitnehmern, wenn es nicht gerade Bestandteil eines Tarifvertrages ist oder das Unternehmen es anbietet, kaum in Anspruch genommen.
Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass nachträglich Steuern und Sozialabgaben fällig werden. Dies ist dann der Fall, wenn die Summe auf einmal ausgezahlt wird. Wenn also das Unternehmen nicht mit in die Altersvorsorge einzahlt, ist man besser beraten, wenn man sich eine private Vorsorge leistet. Hier kann man zudem auch vor Renteneintritt seine Leistungen abrufen.

Allerdings ist es umso interessanter, je höher das Einkommen liegt. Ab einem Jahresbruttoeinkommen von zurzeit 48.600 EUR werden beispielsweise keine Beiträge zur GKV fällig. Liegt das Bruttogehalt sogar über 60.000 EUR im Osten bzw. 71.400 EUR im Westen, fallen auch die Beiträge zur Rentenversicherung weg. Das heißt also, dass alles, was über diesen Einkommen liegt für die Altersvorsorge beitragsfrei ist und somit sehr lukrativ sein kann. Ebenfalls ist zu berücksichtigen, dass Besserverdiener zumeist auch privat krankenversichert sind und hier ebenfalls keine nachträglichen Kosten entstehen.

Im Gegensatz hierzu können die mittleren Lohngruppen nur dann von der betrieblichen Altersvorsorge profitieren, wenn das Unternehmen einen Anteil hierzu trägt. Bei der Auszahlung würden dann die Sozialabgaben entfallen und der Anleger hätte nur noch die Steuerschuld zu tragen.

Die Rolle des Unternehmens

Neben dem Einkommen des Anlegers ist vor allem der Beitrag des Unternehmens sehr wichtig. Je höher der Anteil des Unternehmens an den Beiträgen ist, desto mehr profitiert der Arbeitnehmer von der betrieblichen Altersvorsorge. In diesem Fall lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge auch für Arbeitnehmer mit mittleren Einkommen.

Quelle: https://www.sparkasse.de/privatkunden/altersvorsorge/betriebliche-altersvorsorge.html



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