Di., 17.03.2015

Finanzen Darauf kommt es bei der Auswahl eines Girokontos an

Finanzen : Darauf kommt es bei der Auswahl eines Girokontos an

Foto: Andreas Morlok / pixelio.de

Bei der Auswahl eines Girokontos sind viele Dinge zu beachten. Heute können Privat- und Geschäftskunden nämlich nicht mehr nur zwischen den großen Kreditinstituten, sondern auch zwischen zahlreichen Drittanbietern wählen. Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei die  Gebühren, die bei der Kontoführung und der Automatennutzung anfallen.

Deutsche bevorzugen kostenfreie Girokonten

Befragt man deutsche Kontoinhaber nach den Dingen, die ihnen bei einem Girokonto wichtig sind, erhält man regelmäßig zur Antwort: „die Kontoführungsgebühren“. In der Tat bestehen hier zwischen den verschiedenen Kreditinstituten große Unterschiede. Bei einigen Banken werden die Kontoführungsgebühren beispielsweise erst ab einer bestimmten Einkommensgrenze erhoben. Bei anderen muss man sie prinzipiell bezahlen. Bei wieder anderen Banken gibt es überhaupt keine.

Man sollte hierbei allerdings nicht dem Irrglauben erliegen, dass eine gebührenfreie Kontoführung prinzipiell besser ist. Es gibt zwar einige Vorteile, doch nicht alle kostenlosen Girokonten bieten auch gute Leistungen. Oftmals gehen damit nämlich Einschränkungen im Service einher. Das ist vor allem bei Direktbanken der Fall, die über kein eigenes Filialnetz verfügen. Beratungen sind hier nur über das Telefon oder per Mail möglich. Überdies kann man keine Bargeldeinzahlungen vornehmen.

Kostenfrei ist nicht immer kostenfrei

Darüber hinaus gibt es bei vielen kostenlosen Girokonten auch Einschränkungen. Manche von ihnen sind nur dann kostenfrei, wenn monatlich ein bestimmter Betrag eingeht. Dieser kann zum Beispiel bei 1.200 Euro liegen. Eine weitere mögliche Bedingung kann darin bestehen, dass sich jederzeit ein bestimmter Betrag auf dem Konto befinden muss. Auch gewähren viele Anbieter kostenloser Girokonten keinen Dispositionskredit. Man kann das Konto nicht überziehen.

Mögliche Bedingungen für ein kostenfreies Girokonto:

  • regelmäßiger Geldeingang in festgelegter Höhe
  • Kontoguthaben darf bestimmten Wert nicht unterschreiten

Unabhängig von den jeweiligen Vertragsdetails stehen einige Möglichkeiten allerdings immer offen. Wer beispielsweise v on einer Pfändung betroffen ist, kann sein bestehendes Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umwandeln. Wie die Verbraucherschutzzentrale Leipzig erklärt, haben Kunden einen prinzipiellen Rechtsanspruch darauf, auf diese Weise einen Teil ihres Geldes vor ihren Gläubigern zu schützen.

Vorsicht bei zusätzlichen Gebühren

Es sind nicht allein die Kontoführungsgebühren, die beim Vergleich zu beachten sind. Wichtig ist auch die Anzahl der Geldautomaten, die kostenfrei zur Verfügung stehen. Je mehr Automaten zum Bankenverbund der eigenen Hausband gehören, desto besser ist es. Der größte deutsche Bankenverbund kommt beispielsweise auf 26.000 Automaten.

Bei manchen Direktbanken sind es allerdings fast doppelt so viele. Zudem kann man mit seiner Karte auch in vielen Supermärkten kostenlos Geld abheben. Der Vorteil besteht hierbei in einer größeren Flexibilität. Einen weiterführenden Überblick über die Vorteile von Direktbanken findet man in diesem Ratgeber von wallstreet-online.de.

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Foto: rudolf ortner / pixelio.de

Banken richtig vergleichen

Sieht man sich nach einem kostenfreien Girokonto um, hat man heutzutage eine große Auswahl. Fast jede große Bank bietet ihren Kunden mindestens ein kostenloses Girokonto an. Hinzu kommen zahlreiche Drittanbieter und Direktbanken, die mit Vorteilen wie einer Vielzahl verfügbarer Geldautomaten locken. In diesem Fall empfiehlt es sich, verschiedene Anbieter mit einem Girokonto-Rechner zu vergleichen. Auf diese Weise findet man das richtige Angebot für den persönlichen Bedarf.

Tipp: Ein Girokonto kann man auch dann eröffnen, wenn man einen negativen Schufa-Eintrag hat. Wenn man sich dafür interessiert, sollte man sich näher mit dem Thema Jedermann-Konto bzw. Guthabenkonto auseinandersetzen.

Beim Vergleich mehrerer Konten mit einem Girokonto-Vergleich spielen folgende Faktoren eine zentrale Rolle:

  • Habenzins
  • Dispositionszins
  • Kontoführungsgebühren
  • Gebühren beim Abheben von fremden Automaten
  • Ertrag p.a.
  • Bonuszahlungen bei Vertragsschluss
  • verfügbare Karten
  • Preise für Girocard und Kreditkarte

Achtung: Bei manchen Angeboten ist die Kreditkarte nur im ersten Jahr kostenlos. Ab dem zweiten Jahr fallen dann zusätzliche Gebühren an.



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