Finanzen
Heizölkosten in diesem Winter niedriger

Ende Oktober legte der Ölpreis noch einmal den Rückwärtsgang ein und erreichte den tiefsten Stand in sechs Jahren. Gute Nachrichten für Hausbesitzer, die sich jetzt mit Heizöl für den Winter eindecken müssen und die erst vor kurzem von der Hiobsbotschaft energieeffizienter Brennwertgeräte bei Heizungserneuerungen überrascht wurden.

Donnerstag, 05.11.2015, 10:24 Uhr aktualisiert: 05.11.2015, 10:46 Uhr
Finanzen : Heizölkosten in diesem Winter niedriger
Foto: ©istock.com/ImageegamI

Die Nordseesorte Brent verlor beispielsweise innerhalb eines Jahres um die Hälfte an Wert .  Zwar profitiert nicht jeder von den niedrigen Preisen - die österreichische ÖMV musste gerade eine Milliardenabschreibung für das dritte Quartal verkünden - doch für den Endverbraucher ist das positiv. Schätzungen zufolge wird der Preis auch 2016 bei rund 55 US-Dollar pro Barrel liegen, ehe ab 2017 wieder mit einem Anstieg zu rechnen ist.

Augen auf beim Heizölkauf!

Dank der günstigen Ölpreise reißt der alljährliche Heizölkauf derzeit auch für Familien keine riesigen Löcher mehr ins Haushaltsbudget. Dennoch sollten beim Kauf einige wichtige Tipps beachtet werden, um bares Geld zu sparen. So lassen sich bei großen Liefermengen meist Rabatte aushandeln. Wer sich mit den Nachbarn abspricht und das Öl am gleichen Tag liefern lässt, kann also bares Geld sparen.

Meist wird geraten, Heizöl antizyklisch zu kaufen, d.h. zum Ende der Heizsaison im Frühling und nicht im Herbst, wenn ganz Deutschland Heizöl für den Winter bestellt und die hohe Nachfrage die Preise entsprechend in die Höhe treibt. Ob dies in diesem Jahr auch gilt, ist jedoch fraglich. Erst Anfang Oktober ließ die Opec verlauten, dass sie schon bald steigende Ölpreise erwartet. Generalsekretär Al-Badri verwies darauf, dass die Nicht-Opec-Länder ihre Investitionen in diesem Jahr stark gekürzt hatten und der aktuelle Angebotsübergang somit bald reduziert wird. Die steigende Nachfrage nach Opec-Öl dürfte dann auch zu einem Ansteigen der Preise führen.

Was tun, wenn der Ölpreis steigt?

Wer in den letzten Jahren über eine Umrüstung auf alternative Energien wie Wärmepumpen nachgedacht und diese Pläne aufgrund des gesunkenen Ölpreises fallengelassen hat, sollte sie wieder herausholen: Sobald die Preise in die Höhe schießen, werden dies nämlich viele andere tun und die hohe Nachfrage wird dann bei Wärmepumpen für entsprechend höhere Preise sorgen. Das Gleiche gilt natürlich auch für andere alternative Energiequellen wie Holz, Pellets oder Solarenergie.

Eine Möglichkeit für Mutige ist der Aktienmarkt: Große Ölmultis wie BP und Shell hatten in den letzten Monaten ordentlich Federn lassen und erreichten im September ein Fünf-Jahres-Tief. Da heißt es zugreifen, denn mit dem Ölpreis wird auch der Wert der Aktien wieder zunehmen. Die so erzielten Gewinne fangen die gestiegenen Kosten durch höhere Ölpreise dann locker wieder auf.

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