Wohngebäudeversicherung
Schutz für das Eigenheim

Ein eigenes Haus ist eine teure Investition und muss besonders geschützt werden. Denn Brände, Blitzeinschläge, Sturm und Hagel, Explosionen oder auslaufendes Leitungswasser können das Haus beschädigen und die Eigentümer in den finanziellen Ruin stürzen. Gegen die Folgen dieser Schäden schützt eine Wohngebäudeversicherung.

Dienstag, 08.03.2016, 08:39 Uhr aktualisiert: 08.03.2016, 11:13 Uhr
Wohngebäudeversicherung : Schutz für das Eigenheim
Auf die richtige Versicherung kommt es an Foto: Flickr.com

Zu einem umfassenden Versicherungsschutz eines Hauses gehört die Wohngebäudeversicherung. Bei schweren Schäden können Hausbesitzer sonst ihr ganzes Hab und Gut verlieren. Versicherte sollten sich genau über den Leistungsumfang der Wohngebäudeversicherung informieren. Deckungserweiterungen können sinnvoll sein.

Was leistet eine Wohngebäudeversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung umfasst nicht nur das Haus, sondern auch alle damit verbundenen Bauteile wie Türen, Fenster, Einbaumöbel oder die Fußbodenheizung. Auch Carports und Garagen, Gartenhäuser und Geräteschuppen, elektrische Freileitungen, sanitäre Installationen und Zentralheizungsanlagen sind versichert. Die Police deckt die Instandsetzung und die Reparatur des Hauses ab.

Beim Abschluss einer „gleitenden Neuwertversicherung“ bezahlt die Versicherung den Neubau des Hauses nach einem Totalschaden, wenn die Ursache Feuer, Blitzeinschlag, Explosion, Leitungswasser, Überspannung, Sturm über Windstärke 8 oder Hagel ist. Dabei berücksichtigen sie immer die aktuellen Baupreise. Der Vorteil ist, dass das Haus damit nie als unterversichert gilt. Die Wohngebäudeversicherung springt bei gleitender Neuwertversicherung außerdem bis zu einem bestimmten Prozentsatz der Versicherungssumme ein, wenn Einbrecher Schäden am Wohneigentum anrichten.

Während der Rohbauzeit des Neubaus ist in der Wohngebäudeversicherung der Feuerversicherungsschutz beitragsfrei für maximal 12 Monate inbegriffen.

Dem Versicherer alle wichtigen Informationen mitteilen

Änderungen am Haus wie Sanierungen oder Umbauten müssen dem Versicherer mitgeteilt werden. Auch wenn etwas um das Haus herum verändert wird beispielsweise durch das Errichten eines Baugerüsts muss der Versicherer das erfahren.
Eine schnelle Bearbeitung des Schadens ist eine enorme Entlastung für die Hausbesitzer. Der Direktversicherer CosmosDirekt zum Beispiel garantiert in seiner Wohngebäudeversicherung die Erstattung der Kosten für den Schaden innerhalb von sieben Tagen. Im Schadensfall sollten Betroffene dem Versicherer so schnell wie möglich alle wichtigen Informationen zukommen lassen. Nur so kanner den Schaden schnell abwickeln.

Mehr Schutz mit Zusatzleistungen

Wer eine Wohngebäudeversicherung abschließt, sollte genau prüfen, welche Leistungen die Police einschließt. Die Wohngebäudeversicherung deckt nicht alle Schäden am Haus ab. Zusatzleistungen können vereinbart werden. So eine Zusatzleistung kann beispielsweise die Übernahme der Abbruch- und Aufräumkosten nach einem Brand durch die Versicherung umfassen, die leicht tausende Euro betragen können. Wichtig ist, dass eine Deckungssumme in ausreichender Höhe vereinbart wird.

Stiftung Warentest rät Hausbesitzern, die eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben, diese in die Wohngebäudeversicherung zusätzlich einzuschließen. Eine sinnvolle Deckungserweiterung kann auch die Kostenübernahme für die Entsorgung des Bodens sein, der etwa durch ausgelaufenes Heizöl verseucht wurde. Gegen einen meist nur geringen Mehrbetrag können bestimmte Grundstückbestandteile wie Beleuchtungsanlagen, Überdachungen, elektrische Freileitungen oder Hof- und Gehsteigbefestigungen versichert werden.
 
Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verursachten Naturgewalten im Jahr 2015 Schäden in Höhe von etwa 2,1 Milliarden Euro . Klimaforscher sagen sogar eine Zunahme von Sturmschäden bis zum Jahr 2100 um mehr als 50 Prozent voraus. Deshalb müssen sich Hausbesitzer dagegen wappnen.
Schäden durch Naturereignisse wie Hochwasser, Erdbeben, Erdsenkung- und rutsch, Lawinen oder Starkregen deckt die normale Wohngebäudeversicherung nicht ab. Für solche Fälle kann der Abschluss einer zusätzlichen Elementarschadenversicherung sinnvoll sein.

Bildrechte: Flickr  Three Strikes....You're Out! Joe  CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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