Finanzen
Ratgeber zum Wechsel des Stromanbieters

Strom aus erneuerbaren Energien zu generieren, ist ein ehrgeiziger Plan der Bundesregierung. Bis 2025 soll knapp die Hälfte der Energie aus diesen Quellen stammen. Darunter leiden die Stromkunden in Deutschland. Sie zahlen für diese Energie einen höheren Preis. Jetzt sollen die Strompreise weiter steigen. Dabei zahlen Kunden schon jetzt im Durchschnitt über 30 Cent pro Kilowattstunde. Auf das Jahr hochgerechnet summiert sich das für einen Haushalt auf über 1.000 Euro. Der Grund sind die Umlagen, die durch die Energiewende entstanden sind. Sie treiben den Preis in die Höhe. Denn Subventionen für erneuerbare Energien kosten viel Geld. Den Stromkonzernen bleibt nichts anderes übrig, als die Kosten auf die Verbraucher zu übertragen.

Dienstag, 03.05.2016, 15:25 Uhr aktualisiert: 03.05.2016, 15:27 Uhr
Finanzen : Ratgeber zum Wechsel des Stromanbieters
Die Energiewende kommt der Umwelt zugute, doch Verbraucher müssen mehr für Strom zahlen. Foto: Pixabay @ Comfreak (CC0 Public Domain)
Info: Der Strompreis setzt sich aus unterschiedlichen Bausteinen zusammen. Die reinen Rohstoffkosten betragen derzeit knapp 27 Prozent. Etwas mehr als die Hälfte entfällt auf Umlagen und Steuern. Hinzukommen Kosten für die Netzspeisung, Stromerzeugung, Beschaffungskosten und Erstellungspreise. Diese sind deutlich gesunken. Die reine Stromerzeugung kostet nur rund 6 Cent pro Kilowattstunde. Doch teuren Auflagen des Staates führen zu einer Strompreiserhöhung.

Stromvergleich durchführen und wechseln

Verbrauchern stehen im Internet viele Möglichkeiten zur Verfügung, um sich über Stromanbieter zu informieren und Preise zu vergleichen . Sie können sich am freien Markt für den Anbieter entscheiden, der den günstigsten Strompreis anbietet. Verbraucher sparen damit viel Geld. Zwischen dem teuersten und billigsten Anbieter liegen oft mehrere 100 Euro Stromkosten pro Jahr. Bei einem Familienhaushalt macht sich der Wechsel positiv bemerkbar , besonders aber bei Kunden, die noch bei ihrem lokalen Stromversorger sind und dort den Grundtarif zahlen. Die Tarife sind normalerweise teurer, als bei einem alternativen Energieanbieter. Diese bieten günstige Preise mit kurzen Laufzeiten an. Weiterhin erhalten Kunden beim Wechsel einen Bonus, der die Stromkosten weiter senkt. 

Für den Stromanbieter-Vergleich benötigen Verbraucher die folgenden Daten:

  • die Postleitzahl,
  • den durchschnittlichen oder realen Stromverbrauch pro Jahr,
  • die Haushaltsgröße.

Der Stromanbieterwechsel vollzieht sich für Personen in der Grundversorgung problemlos. Sie melden sich bei einem neuen Anbieter an. Dieser übernimmt automatisch die Kündigung beim alten Versorger. Personen, die nicht über die Grundversorgung mit Strom beliefert werden, sollten in ihrem Vertrag nachsehen, welche Kündigungsfrist besteht. Bei einer Preiserhöhung steht ihnen ein zweiwöchiges Sonderkündigungsrecht zur Verfügung.

Die Verbraucherzentralen raten , bei der Wahl eines Stromanbieters folgendes beachten: Sie sollten nur Energielieferanten auswählen, die über eine Laufzeit von maximal 12 Monaten und eine kurze Kündigungsfrist verfügen, eine monatliche Abschlagszahlung anbieten und eine Preisgarantie haben. Angebote mit Vorauszahlungen sollten Verbraucher meiden. Im Insolvenzfall des Versorgers ist das gezahlte Geld verloren. Auch Paketpreise sind nicht sinnvoll. Haushalte, die weniger verbrauchen, erhalten keinen Betrag erstattet, sie zahlen dann den vollen Preis.

Stromspartipps

Neben einem Anbieterwechsel können Verbraucher ihre Stromkosten senken, wenn sie Energie im Haushalt sparen. Eine der wirksamsten Maßnahmen ist das Abschalten aller elektrischen Geräte. Sie verbrauchen im Stand-by Modus viel Strom. Mit speziellen Steckdosenleisten lassen sich verschiedene Elektrogeräte über das Stromnetz miteinander verbinden. Über einen Hauptschalter können diese ausgeschaltet werden. Damit lassen sich rund 400 Kilowattstunden Strom pro Jahr sparen. Großes Einsparpotenzial ist auch bei der Beleuchtung gegeben. Verbraucher die alle Glühbirnen austauschen und nur noch Energiespar- und LED-Birnen verwenden, können den Stromverbrauch um mehrere Hundert Kilowattstunden jährlich verringern. Hauseigentümer sollten alte Heizungspumpen austauschen. Sie sind wahre Energiefresser und verbrauchen einen Großteil des Stroms. Die Modernisierung wird staatlich gefördert. Mit einer modernen Heizpumpe sparen Haushalt

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