Verbraucher
Als Student über die Runden kommen: Vier Tipps

Viele Studenten haben Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen. Besonders dann, wenn sie etwa keinen Anspruch auf BAföG haben und ihre Eltern sie finanziell nicht unterstützen können, wird es schwer, die Kosten für Miete, Strom, Wasser, Lebensmittel, Bücher und Freizeit zu stemmen. Mit ein paar Spartipps wird es einfacher.

Donnerstag, 28.07.2016, 04:55 Uhr aktualisiert: 28.07.2016, 14:13 Uhr
Verbraucher : Als Student über die Runden kommen: Vier Tipps
Das Studium ist für viele ein wichtiger Lebensabschnitt. Doch als Student über die Runden zu kommen, ist nicht immer einfach. Foto: nikolayhg (pixabay.com)

Auf der einen Seite geht es darum, monatlich mehr Geld zu bekommen. Auf der anderen Seite müssen Studierende allerdings auch versuchen, möglichst sparsam mit dem Geld umzugehen, das ihnen zur Verfügung steht.

Tipp 1: Finanzspritze in Form eines Kleinkredits

Gerade, wenn der Semesterbeitrag bezahlt werden muss , kommen viele Studis in eine finanzielle Notlage, denn ohne festes Einkommen ist ein Betrag von 266,37 Euro, wie er für das Wintersemester 2016/17 an der Universität Münster gezahlt werden soll, eine Menge Geld. Eine Möglichkeit, eine solche Sonderausgabe zu bezahlen, besteht darin, einen Kleinkredit abzuschließen. Dabei handelt es sich um einen Konsumentenkredit, bei dem der Verwendungszweck nicht fest definiert sein muss. Besonders interessant ist er für Personen mit niedrigen, schwankenden oder unsicheren Einkommensverhältnissen. Gerade, wenn es um schnell verfügbare und relativ geringe Beträge geht, ist ein günstiger Kleinkredit daher eine große Hilfe für Hochschüler, die ihre finanziellen Mittel aufstocken oder eine Sonderausgabe finanzieren möchten. Doch was sind die Rahmenbedingungen?

- Der Kreditbetrag kann zwischen 200 und 5.000 Euro variieren. Der Semesterbeitrag wird also problemlos gedeckt, wenn eine Bank gefunden wird, die einen Kleinkredit ab einer solchen Mindestsumme anbietet.

- Die häufigste Kreditart ist der Ratenkredit, bei dem ein festgeschriebener Zinssatz für Sicherheit sorgt. Die Laufzeit ist kürzer als bei hohen Krediten.

- Voraussetzungen zum Abschluss eines Kleinkredits sind die Volljährigkeit, die Geschäftsfähigkeit, das Einreichen von Einkommensnachweisen oder Sicherheiten, sowie die Bonität, die mit einer Schufa-Abfrage ermittelt wird.

- Sofortkredit: Auch bei einem Kleinkredit beträgt die Bearbeitungszeit von der Antragstellung bis zur Auszahlung mehrere Wochen. Benötigen Studenten die Summe jedoch dringend, etwa aufgrund der Rückmeldefrist, können sie sich für einen Kleinkredit als Sofortkredit entscheiden, um das Geld innerhalb von 24 bis 48 Stunden auf dem Konto zu haben.

- Beachten müssen Studierende beim Vergleich mehrerer Kleinkredite vor allem den Sollzinssatz, den effektiven Jahreszins, sowie die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung und von Sondertilgungen.

Tipp 2: Job statt Verschuldung

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Mit einem Nebenjob als Kellnerin lässt sich viel Geld dazu verdienen. Foto: Meditations (pixabay.com)

Wer jedoch selbst einem Kleinkredit skeptisch gegenübersteht und sich nicht verschulden möchte, um über die Runden zu kommen, kann sich einen Nebenjob suchen . Egal, ob an der Supermarktkasse, als Kellner in einer Kneipe oder als Verkäufer in einem Kleider- oder Schuhgeschäft: Die Möglichkeiten für Studis, einen Minijob zu finden, sind groß und werden auch von vielen genutzt. Bis zu 450 Euro pro Monat können sie sich dazu verdienen und profitieren dabei meist von flexiblen Arbeitszeiten. Die wichtigsten Punkte zum 450-Euro-Job im Überblick:

- Arbeitsvertrag: Auch bei einem Minijob muss ein Arbeitsvertrag erstellt werden, in dem Arbeitszeit, Art der Arbeit, Verdienst und Kündigungsfrist aufgeführt werden.

- Krankenversicherung : Liegt das Gehalt unter 450 Euro monatlich und die Arbeitszeit unter 20 Stunden pro Woche, können auch Hochschüler mit Job bis zum Alter von 25 kostenlos über die gesetzliche Krankenversicherung ihrer Eltern mitversichert werden. Sind diese privat versichert, gilt die Familienversicherung allerdings nicht.

- Mindestlohn: Für Studenten gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde.

Tipp 3: Günstige Lebensweise

Um am Ende des Monats noch mehr Geld übrig zu haben, können Studierende versuchen, ihre monatlichen Fixkosten möglichst gering zu halten. Doch wie kann bei Miete, Strom, Lebensmitteln und Co. gespart werden?

- Rundfunkbeiträge: Studis haben die Möglichkeit, sich von der Gebührenpflicht befreien zu lassen.

- Kostenloses Girokonto: Hochschüler können ein Bankkonto ohne Kontoführungsgebühren nutzen, ohne Mindestgeldeingänge nachweisen zu müssen. Das ist ein wichtiger Vorteil für die Verwaltung ihres Geldes.

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Busfahren wird für Studierende deutlich günstiger als Autofahren. Foto: StockSnap (pixabay.com)

- ÖPNV: Ein eigenes Auto geht ins Geld – gerade für Studierende ist das nur schwierig zu finanzieren. Mit ihrem Studiausweis können sie Busse dagegen meist umsonst nutzen. Studenten der Uni Münster erhalten mit ihrer Immatrikulation automatisch das NRW-Semesterticket, mit dem sie Busse, Straßen-, Stadt- und U-Bahnen sowie Züge in ganz Nordrhein-Westfalen umsonst nutzen dürfen.

- Lebensmittel: Am Essen sollte nicht gespart werden. Nach Möglichkeit können die Hochschüler die Mensen, Bistros und Cafés des Studentenwerkes nutzen – diese bieten vollwertige Mahlzeiten zu niedrigen Preisen an.

- Miete und Nebenkosten: Schon beim Einzug in die erste eigene Wohnung sollten Studierende einiges beachten, um Miete und Nebenkosten zu sparen. So sind Wohnungen ohne Aufzug beispielsweise günstiger, genauso wie solche mit Durchlauferhitzer statt Heißwasserspeicher. In einer WG lässt es sich meist preiswerter wohnen als in einer Singlewohnung. Auch der Wechsel des Stromanbieters kann sich lohnen.

Tipp 4: Sparsame Freizeitgestaltung

Studium und Nebenjob können die Studis sehr einspannen. Doch von Zeit zu Zeit ist es wichtig, auch einmal etwas zu unternehmen – selbst, wenn das Budget knapp ist. Wichtig ist es, bei der Freizeitgestaltung sparsam zu sein. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten.

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Unis bieten die unterschiedlichsten Sportkurse günstig für Studenten an. Foto: keijj44 (pixabay.com)

- Sport: Es muss nicht immer das teure Fitness-Studio sein. Draußen an der frischen Luft Sport zu treiben, ist viel gesünder. Wenn es unbedingt ein Sportkurs sein soll, können Hochschüler auch auf den günstigeren Unisport zurückgreifen: Das Sportangebot an der Universität Münster reicht etwa von Aqua-Yoga und Basketball über Dance Aerobic und Fußball bis hin zu Judo, Volleyball und Zumba. Die Kosten sind bereits im Semesterbeitrag enthalten.

- Rabatte und Vergünstigungen: Auch Studententarife sollten wahrgenommen werden, denn dabei kann eine Menge Geld gespart werden. In Theatern, Kinos oder Museen erhalten Studierende beispielsweise Rabatte, wenn sie ihren Studentenausweis vorzeigen.

- Reisen: Für die Fahrt nach Hause zu den Eltern oder eine Reise in eine andere Stadt können Studis eine Mitfahrgelegenheit oder Fernbusse als preiswerte Alternative zur Bahn wählen.

- Shopping: Wer seine Garderobe erweitern möchte, kann auf Second-Hand-Läden umsteigen. Auch dort findet sich häufig schöne und hochwertige Kleidung. Auch bei anderen Gegenständen bietet es sich an, diese im gebrauchten Zustand erschwinglicher zu erwerben – etwa Waschmaschinen oder eine Couch.

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