Finanzen
Die Auswirkungen von Bitcoins auf den internationalen Währungshandel

Bitcoins sind seit einigen Jahren in aller Munde. Es handelt sich dabei um eine Kryptowährung, die weltweit einsetzbar ist. Anders als herkömmliche Zahlungsmittel wie Dollar oder Euro handelt es sich bei Bitcoins um ein dezentrales Zahlungssystem. Mit anderen Worten, es gibt bei durchgeführten Transaktionen keinen Zwischenhändler. Anstatt einen Wert via Banken oder anderer Kreditinstituten zu verschicken, wird dieser direkt vom Sender zum Empfänger übermittelt. Der Wert ist innerhalb von wenigen Sekunden beim Empfänger und es fallen keine oder zumindest deutlich weniger Gebühren für die Transaktion an. Das sind nur einige der Gründe dafür, warum sich immer mehr Menschen für das dezentrale Zahlungsmittel interessieren. 

Mittwoch, 20.12.2017, 04:09 Uhr aktualisiert: 20.12.2017, 09:11 Uhr
Finanzen: Die Auswirkungen von Bitcoins auf den internationalen Währungshandel
Foto: colourbox.com

Bitcoins immer beliebter

Die Open-Source-Software von Bitcoin wurde erst 2009 von einer Person oder einer Personengruppe mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto gegründet. Damit Transaktionen sicher abgewickelt werden können, wird jede Überweisung in der Blockchain, die im Grunde nichts anderes als ein öffentliches Register ist, gespeichert. Wer früh in die Währung investierte, konnte sich freuen. Mittlerweile hat der Bitcoin die 11.000-Dollar-Marke überstiegen und hat somit einen Börsenwert von ca. 184,4 Milliarden Dollar.

Forex-Markt

Vor allem für Forex Trader sind Bitcoins besonders interessant, denn natürlich hat die Entwicklung der Kryptowährung auch eine Auswirkung auf andere Währungen wie den Dollar. Bisher war der Dollar die dominierende Währung im Welthandel. Sowohl Staaten als auch Zentralbanken und internationale Unternehmen nutzen die amerikanische Währung. Zudem war der Dollar bisher die wichtigste Währung beim Rohstoffhandel, vor allem beim Ölhandel. Doch die starke Rolle des US-Dollars wird in letzter Zeit immer mehr angefochten. Einige Länder sind der Idee gegenüber nicht abgeneigt, auch andere Währungen zu akzeptieren. China und Russland haben zum Beispiel bereits Transaktionen in Chinesischen Renminbi abgewickelt. Auch Kryptowährungen wie Bitcoins könnten für internationale Transaktionen sehr interessant werden.

Bitcoins und der Immobilienmarkt

Bitcoins haben den Immobiliensektor erreicht. In einigen Teilen der Welt erlauben Makler es ihren Kunden, Transaktionen im Millionenwert via Bitcoins abzuwickeln. In Florida wurde bereits ein Haus für 6,4 Millionen Dollar (5,5 Millionen Euro) mit Bitcoins bezahlt. Da diese Transaktionen als sicher, schnell und global gelten, sind sie vor allem für Investoren aus dem Ausland besonders interessant. Auch in Dubai wird an einem 250 Millionen Pfund (280 Millionen Euro) Luxusprojekt gebaut. Man arbeitet dort momentan an zwei Wohnhochhäuser, wobei jedes von ihnen jeweils 40 Etagen haben soll. Alle Wohnungen sollen mit Bitcoins bezahlt werden können.

Dubai in der Pionierrolle

Generell ist man in Dubai von Bitcoins angetan. So möchte der Wüstenstaat bald bereits einige Behördenverwaltungen auf der Blockchain organisieren. Als erstes wird das Grundbuchamt (Dubai Land Department; DLB) des Emirats auf die Blockchain-Technologie umsteigen. Dafür wurde bereits ein Blockchain-System entwickelt, das Datenbanken verwendet, die Grundeigentumsverträge aufzeichnen und mit der Elektrizitäts- und Wasserbehörde (DEWA), Telekommunikationssystemen, etc. verbinden. Mieter sind dann in der Lage, anstehende Zahlungen von überall aus ganz einfach elektronisch abzuwickeln. Dieses Ziel soll bis zum Jahre 2020 erreicht werden.

Noch scheiden sich die Geister beim Thema Kryptowährung. Während einige glauben, es handele sich dabei um eine Blase, die jeden Moment platzen könnte, sehen andere in ihr die Zukunft. Fest steht auf jeden Fall, dass Kryptowährungen wie Bitcoins auf jeden Fall das Potenzial haben, große Veränderungen herbeizuführen. 

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