Fr., 03.08.2018

Finanzen Risiko bei einigen Geldanlagen bleibt auf einem hohen Niveau

Finanzen: Risiko bei einigen Geldanlagen bleibt auf einem hohen Niveau

Machen Sie sich rechtzeitig Gedanken um Ihr Geld. Foto: colourbox.de

Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank hat in den letzten Jahren für gravierende Änderungen bei der Auswahl der Geldanlagen gesorgt. In Zeiten niedriger Leitzinsen werden beispielsweise Festgeldanlagen und Tagesgeldanlagen uninteressant, weil die erzielbare Rendite von der Inflation geschluckt wird. Bei den Versicherungen sieht es nicht viel anders aus, denn die garantierte Verzinsung entspricht ebenfalls nicht mehr den Erwartungen der Anleger. Zumindest kurzfristig sind keine Zinserhöhungen bei der EZB in Sicht, welche die Lage gravierend ändern könnten.

Derzeit ist ein kluger Mix verschiedener Anlageformen ratsam

Wer trotz dieser Lage solide Renditen bei einem überschaubaren Risiko erzielen möchte, kommt um eine individuelle Anlageberatung nicht herum.  Dafür gibt es eine ganze Reihe von Spezialisten. Die Competent Investment Management GmbH aus dem sächsischen Coswig empfiehlt ihren Mandanten deshalb, mehrere Anlagevarianten miteinander zu kombinieren. Sie raten zur Minimierung der spekulativen Risiken eine Verteilung des Vermögens auf ein halbes Dutzend Anlageschwerpunkte. Einige davon versprechen Sicherheit bei eher niedrigen Renditen. Andere Anlageformen können höhere Renditen bringen, sind aber auch mit einem überschaubaren Risiko eines Wertverlustes behaftet. Sie sind der festen Überzeugung, dass nur auf diesem Weg die Wahrscheinlichkeit groß ist, mit der prozentualen Rendite die Inflationsrate zu überbieten.

Warum ist diese Verteilung ein sinnvoller Weg?

Die aktuelle Entwicklung der Konjunktur verleitet viele Anleger dazu, sich ausschließlich auf den Aktien- und Anleihemarkt zu konzentrieren. Von der Anlage in Einzelaktien raten Vermögensberater vor allem Kleinanlegern grundsätzlich ab. Sie empfehlen eine Streuung, die möglichst branchenübergreifend sein sollte. Die Konzentration auf eine einzige Branche bringt ein erhebliches Risiko mit sich. Das zeigt aktuell der Blick auf die Automobilbranche. Sie wird vom Dieselskandal erheblich belastet. Mittlerweile droht Unheil auch von anderer Seite. Wie „verlässlich“ die Zusicherungen von Donald Trump sind, hat seine Reaktion nach seiner Abreise vom G-7-Gipfel in Kanada bewiesen. Hier drohen also weitere Einbrüche, solange es nicht zu einer Einigung zwischen den USA und der Europäischen Union kommt.

Wie sicher sind Immobilien?

Sich allein auf den Vermögensaufbau über Immobilien zu konzentrieren, ist aktuell ebenfalls nicht ohne Einschränkungen ratsam. Vor allem in den deutschen Großstädten hat sich eine „Immobilienblase“ gebildet. Derzeit werden in einigen Metropolen bis zu 30 Prozent über dem tatsächlichen Wert verkauft. Schuld ist der Wohnungsmangel. Zwar werden die von der Bundesregierung und den Kommunen angeschobenen Maßnahmen so schnell nicht greifen, aber wenn das der Fall ist, drohen in diesem Anlagesegment erhebliche Wertverluste. Hier kommt es also auf eine kluge Auswahl der Objekte an, um genau diese Verluste zu vermeiden.

Gibt es komplett krisensichere Geldanlagen?

Die Wertentwicklung bei Sachwerten ist weitgehend unabhängig von der Konjunktur. Deshalb erfreuen sich hochwertige Kunstwerke als Geldanlage großer Beliebtheit. Sie setzen allerdings Fachwissen voraus, welches nicht jeder Sparer hat. Deshalb empfehlen Anlagestrategen, einen Teil des Vermögens in Edelmetallen anzulegen. Barrengold, Silber und Platin werden dabei bevorzugt. Aber auch Edelsteine sind eine recht wertstabile Geldanlage. Bei den Diamanten (sowohl geschliffen als auch ungeschliffen) weisen die Preise in den letzten Jahren einen kontinuierlichen Trend nach oben auf.

Förderungen dürfen beim Vermögensaufbau nicht unberücksichtigt bleiben

Bei den Geldanlagen wäre es falsch, die Lukrativität ausschließlich über die unmittelbar zu erzielende Rendite zu beurteilen. Private Rentenversicherungen können in einigen Fällen sogar bei niedrigen Garantiezinsen interessant sein. Hier spielen sowohl die staatlichen Zuschüsse als auch die zu erzielenden Steuervorteile eine wichtige Rolle. Beim Aufbau von Vermögen über selbst genutzten Wohnraum müssen beispielsweise die finanziellen Vorteile in Form von Baukindergeld in die Einschätzung der Lukrativität einfließen. Allein schon diese Aspekte zeigen, dass es eine allgemeingültige Strategie beim Vermögensaufbau und der privaten Altersvorsorge gar nicht geben kann. Hinzu kommt die Frage, ab welchem Alter die finanzielle Vorsorge fürs Alter beginnt. Hier ist lediglich klar, dass darüber schon in sehr jungem Alter nachgedacht werden muss.



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