Mo., 27.08.2018

Finanzen Die Kartenzahlung - Begehrtes Zahlungsmittel der Deutschen

Finanzen: Die Kartenzahlung - Begehrtes Zahlungsmittel der Deutschen

Immer mehr Menschen bezahlen hauptsächlich via Kreditkarte. Foto: Colourbox.de

Das so genannte Plastikgeld als Zahlungsmittel erfährt bei vielen Deutschen immer größeres Ansehen. Es kommen verschiedene Kartenarten zum Einsatz sowie mehrere Verfahren, die der Händler vor Ort anbietet. Die Wahl der Karte bzw. die Zahlungsmethode im Handel ist von vielfältigen Faktoren und Vorzügen zum einen für den Verbraucher und zum anderen für den Händler abhängig. 

Jüngere vs. ältere Jahrgänge
Insgesamt lässt sich feststellen, dass das bargeldlose Bezahlen vor allem bei der jüngeren Generation Einzug gehalten hat, die sich für die Zukunft eine komplette Abschaffung von Papiergeld und Münzen vorstellen kann. Bei der Altersgruppe ab 60 Jahren stellt die Barzahlung noch die bevorzugte Art dar, um Einkäufe zu begleichen. Im direkten Vergleich zu Nachbarländern wie beispielsweise Schweden hinken die Deutschen allerdings deutlich hinter her. Die Kartenzahlung hat sich in den letzten Jahren intensiver durchgesetzt, so dass Supermärkte dort oft gar keine Möglichkeit mehr für die Hereinnahme von Scheinen oder Hartgeld anbieten.

Die klassische Kreditkarte 
Noch genießen Kreditkarte bei den Deutschen die geringste Beliebtheit. Sie bieten sowohl dem Verbraucher als auch dem Händler jedoch viele Vorteile. Neben dem weltweiten Einsatz zur Begleichung von Waren oder Dienstleistungen beinhalten sie je nach Ausstattung oft zusätzliche Funktionalitäten. Dazu zählen der kostenlose Bargeldbezug im Ausland, die Teilnahme an Bonusprogrammen oder verschiedene Versicherungen. Der Karteninhaber kann im Bedarfsfall auf eine Reiserücktrittskosten- oder Reiseabbruchskostenversicherung, einen Kfz-Schutzbrief für das In-und Ausland oder eine Absicherung im Krankheitsfall im Ausland zurückgreifen. Außerdem werden bei der klassischen Kreditkarte die summierten Einkäufe meist einmal im Monat vom Referenzkonto abgebucht. Darüber hinaus gelten gesetzliche Haftungsgrenzen bei Verlust des Zahlungsmittels. Bis zum Bekanntgeben der Sperre haftet der Verbraucher lediglich mit 50 Euro. Herausgebende Banken unterstützen ihre Kunden, indem sie ihnen eine pauschale Rückvergütung auf die Jahresgebühr bei Vielnutzung der Karte offerieren.

Für den Händler hat die Kreditkartenzahlung große Vorteile, da er nur geringe Gebühren an die Kreditkartenbank abführen muss. Gegenüber der Barzahlung fallen natürlich auch viele Kosten der Verwahrung und Verwaltung weg. Der Ladeninhaber muss keinen Aufwand für die Sicherstellung des Geldes betreiben und ist nicht dem Risiko der Fälschung ausgesetzt. 

Das kontaktose Bezahlen gilt als die modernste Methode
Häufiger findet dennoch die Debitkarte, die früher als EC-Karte bezeichnet wurde, bei den Deutschen Anklang. Es gibt nach wie vor die Möglichkeit für die Zahlung mit Unterschrift. Dabei erfolgt keine automatische Prüfung, ob die Karte gesperrt oder genügend Guthaben auf dem Girokonto vorhanden ist. Wählt der Händler das Verfahren mit PIN-Eingabe, so kann er sich auf jeden Fall auf der sicheren Seite wägen, auch wenn dieses mit einer etwas höheren Gebühr zu Buche schlägt. Als modernste Variante gilt das kontaktlose Bezahlen, wobei der Käufer die Karte nur an das zur Verfügung gestellte Gerät hält. Bis zu einem Betrag von 25 Euro wird mittels der Near Field Technology auf eine PIN-Eingabe verzichtet. 
Maestro-System vs. V PAY
Neben dem gängigen Maestro-System existiert seit einigen Jahren die V PAY-Karte, die von der Kreditkartengesellschaft Visa Inc. betrieben wird. Derzeit kann die Karte hauptsächlich in Deutschland oder im europäischen Ausland benutzt werden. Die benötigten Daten speichert der Hersteller nicht wie bei der MaestroCard auf dem Magnetstreifen, sondern über den verschlüsselten Chip. Damit entfällt die Missbrauchsgefahr durch Manipulationsversuche am Magnetstreifen.



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