Finanzen
Vier gute Gründe für Investitionen in Tech-Aktien

Im November berichteten mehrere Medien darüber, dass Tech-Aktien massiv schwächeln. Gemeint waren insbesondere die sogenannten FAANG-Aktien. „FAANG“ steht für die US-amerikanischen Tech-Giganten Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google (Alphabet). 

Freitag, 01.03.2019, 09:55 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 10:07 Uhr
Finanzen: Vier gute Gründe für Investitionen in Tech-Aktien
Wer im Tech-Sektor ungern auf einzelne Aktien setzt, kann sich für sehr gute Aktienfonds entscheiden. Foto: Pixabay.com / geralt

Die Zeitung „Welt“ schrieb im November 2018 über diese Unternehmen, dass ihr Wert im Vergleich zu Spitzenzeiten um eine Billion US-Dollar auf 2,8 Billionen gefallen sei. Sind Tech-Aktien wie die  Amazon-Aktien  da überhaupt noch eine empfehlenswerte Geldanlage? Die Antwort lautet „ja“ und dafür gibt es vier gute Gründe.

Aktuelle Herausforderungen brauchen innovative Technik

Die FAANG-Unternehmen sind nur ein Bruchteil aller Tech-Unternehmen, die auf den Aktenmärkten unterwegs sind. Interessant sind darüber hinaus beispielsweise chinesische Tech-Riesen wie Baidu und Alibaba, dessen Aktie in der zweiten Hälfte 2018 allerdings ebenfalls unter Druck stand. Die Börsenseite der ARD sah etwa ein gebremstes Wachstum bei Alibaba, das sich aber sehen lassen könne.

Nicht zuletzt angesichts einer möglichen Einigung im drohenden Handelsstreit zwischen den USA und China prognostizieren einige Experten für die Alibaba-Aktie aktuell wieder einen kräftigen Aufschwung. Neben den Tech-Riesen aus China sind kleinere chinesische Technologie-Unternehmen wie Momo interessant. Momo bietet eine Software-Lösung, die bisweilen als das Tinder Chinas bezeichnet wird.

Statt der großen Zahl der Tech-Unternehmen ist aber etwas anderes viel wichtiger: Weltweit gibt es Aktien von Unternehmen mit Lösungen gegen Cybercrime und für Digital-Payment wie das deutsche DAX-Unternehmen Wirecard. Tech-Unternehmen wie Tesla treiben die Zukunft der eMobilität voran. Bio-Tech-Unternehmen wie Amgen arbeiten an Lösungen im Kampf gegen Krankheiten wie Krebs und im Energy-Tech-Bereich arbeiten Unternehmen wie SFC Energy (Brennstoffzellen) an der Energieerzeugung von morgen.

Viele dieser Tech-Unternehmen entwickeln dringend benötigte Lösungen für die Zukunft. Nicht jedes wird deshalb gleich ein großer Erfolg, dessen Aktien durch die Decke schießen. Aber aufgrund der hohen Zukunftsrelevanz hat der Technologie-Bereich weiter ein großes Wachstumspotenzial. Man muss sich nur für die richtigen Tech-Aktien entscheiden. Das ist die Kunst, die es zu beherrschen gilt.

Tech-Riesen wie Alphabet stehen auf breiten Füßen

Auch die zuletzt unter Druck geratenen FAANG-Unternehmen bleiben als Geldanlage interessant, allerdings in unterschiedlichem Maße. Ihr Potenzial, sich in Krisen zu behaupten, entfaltet sich nicht zuletzt dadurch, dass sie sich breit aufstellen. Autor André Schmidt-Carré analysierte in einem Artikel des Magazins Capital über die  FAANG-Aktien  beispielsweise die Gründe für ihre Schwächephase Ende 2018.

Alphabet sei mit Google noch relativ glimpflich davongekommen, hieß es im Artikel. Einen Grund dafür sah Schmidt-Carré in einer breiten Diversifikation, die Google im Vergleich zu anderen Tech-Riesen auszeichne. Google mag besonders breit aufgestellt sein. Aber auch die anderen großen Unternehmen sind längst keine mehr, die sich allzu sehr auf ihre einstigen Kernangebote beschränken.

Facebook besitzt heute WhatsApp und Instagram. Apples Zugpferd bleibt das mittlerweile etwas schwächelnde iPhone. Aber daneben engagiert sich das Unternehmen zum Beispiel mit iCloud im Bereich digitaler Dienste. Und Alibaba ist mit Alipay ein Finanzdienstleister, der Alipay-Finanzdienstleistungen mittlerweile auch in Europa anbietet.

All diese Tech-Riesen sind aufgrund der unterschiedlichen Angebote, die sie jeweils unter ihrem Dach vereinen, zwar nicht vor Krisen sicher. Aber die Diversifikation mindert das Risiko bei einigen doch deutlich, sodass man die Chancen mehr genießen kann.

Growth
Foto: Pixababy.com, geralt

Das langfristige Wachstum ist beeindruckend

Wer sich Ende 2018 durch Kurseinbrüche bei Tech-Aktien verunsichern ließ, sollte sich durch Blicke auf die langfristige Entwicklung der Aktien in der Vergangenheit etwas beruhigen lassen. Schaut man etwa auf Statistiken zum Kurs der Amazon-Aktien, sieht man dort für den 21. Februar 2016 einen Kurs von 555,04 US-Dollar. Am 21. Februar 2018 lag der Kurs dagegen bei 1.607,80 US-Dollar. Das zeigt den großen Kursanstieg, den Amazon-Aktien in den letzten Jahren geschafft haben.

Der Kursanstieg der Vergangenheit bedeutet natürlich nicht, dass man mit einer Amazon-Aktie auch künftig immer zu den Gewinnern gehört, unabhängig davon, zu welchem Preis man die Aktie kauft. Aber letztlich lag selbst der Tiefstand der Amazon-Aktie von 1.345,83 US-Dollar am 24. Dezember 2018 noch immer weit über den Kursen des Jahres 2016. Und die Zukunft sieht eigentlich wieder ganz gut aus. Zuletzt berichteten Medien am 20. Februar, dass der Research-Dienstleister EMarketer seine Prognose für die Anzeigenerlöse von Amazon deutlich nach oben korrigiert hat. Das dürfte nicht zuletzt Aktionäre freuen: Mit Amazon lässt sich wohl auch in Zukunft einiges an Geld verdienen.

Es gibt gute Tech-Aktienfonds

Wer im Tech-Sektor ungern auf einzelne Aktien setzt, kann sich für sehr gute Aktienfonds entscheiden. Top-Fonds wie Fidelity Global Technology oder Franklin Technology streuen das Risiko und geben dem Anleger dadurch mehr Sicherheit. Interessant sind daneben beispielsweise Investments in Morgan-Stanley-Zertifikate, mit denen man von der Entwicklung des WANT-Indexes profitieren kann. Der Index vereint die vier chinesischen Tech-Aktien Alibaba, NetEase, Tencent und Weibo. Und auch hier gilt: Die Investition in die Kursentwicklung mehrerer Aktien schafft mehr Sicherheit.

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