Finanzen
Bitcoin Sicherheit: Größere Rückversicherer bietet Schutz für digitales Geld

Nachdem zuletzt die Krypto-Börse Binance von Hackern angegriffen wurde, ist den Krypto-Fans wieder ganz klar aufgezeigt worden, dass es durchaus nicht zu unterschätzende Gefahren gibt, wenn man sein Geld in Kryptowährungen investiert. Einerseits sind es die extremen Kursschwankungen, andererseits aber auch Angriffe von Cyberkriminellen.

Freitag, 07.06.2019, 12:34 Uhr aktualisiert: 07.06.2019, 12:37 Uhr
Finanzen: Bitcoin Sicherheit: Größere Rückversicherer bietet Schutz für digitales Geld
Am Cryptomarkt herrscht Aufbruchsstimmung. Foto: Pixabay.com / PIRO4D

Während man sich nicht gegen starke Schwankungen absichern kann, besteht jedoch aber jetzt zumindest die Möglichkeit, über den Rückversicherer Munich Re einen entsprechenden Versicherungsschutz in Anspruch zu nehmen, sodass man zumindest nicht in Panik verfallen muss, wenn die Börse von Hackern angegriffen wurde.

Hacker-Angriffe sind keine Seltenheit

Aufgrund der Tatsache, dass der Bitcoin und die auch die Altcoins immer stärker werden , interessieren sich nun jetzt auch wieder verstärkt die Hacker für Kryptobörsen: Lag der Bitcoin zu Beginn des Jahres noch bei 3.500 US Dollar, so schoss er im Mai auf über 8.000 US Dollar - Ethereum ist etwa von 100 US Dollar auf knapp 250 US Dollar gestiegen.

Erstmals hat sich jetzt mit der Munich Re ein Rückversicherer in den Krypto-Bereich gewagt. Dabei will die Munich Re aber keine andere Währung auflegen, sondern ein Ansprechpartner für ein komplett neues Geschäftsfeld werden. Denn die Unsicherheiten, die im Handel mit den Kryptowährungen bestehen, sorgen natürlich für komplett neue und vor allem für Versicherer interessante Bereiche.

Da die Wallets und Börsen, auf denen sodann die Kryptowährungen wie der Bitcoin, Ripple oder auch Ethereum aufbewahrt wie gehandelt werden, immer wieder von Hackern angegriffen werden, besteht natürlich - neben den extremen Schwankungen - ein zusätzliches Risiko, das keinesfalls unterschätzt werden sollte. Im Januar gab es etwa einen Angriff auf die Plattform Coincheck - die Hacker konnten Coins im Gesamtwert von rund 550 Millionen US Dollar stehlen. Anfang Mai wurde die Bitcoin-Börse Binance angegriffen . Hier erbeuteten die Hacker 7.000 Bitcoins. Auch Mt. Gox wird den Krypto-Fans noch in Erinnerung sein. 

Munich Re geht neue Wege

Nicht nur, dass der Kryptomarkt ausgesprochen volatil ist, scheint ein Investment in digitale Währungen auch deshalb nicht empfehlenswert, weil es durchaus sein kann, dass man durch einen Hacker-Angriff plötzlich keine Coins mehr in der Bitcoin Wallet findet. Doch die Prognosen sind ausgesprochen vielversprechend, sodass es natürlich auch für Privatpersonen verlockend ist, Geld - beispielsweise in den Bitcoin - zu investieren. Krypto-Experten gehen davon aus, dass der Bitcoin demnächst die 20.000 US Dollar-Grenze überspringen wird und dann in Richtung 50.000 US Dollar marschieren könnte. Aktuell befindet sich der Bitcoin im Bereich der 8.000 US Dollar.

Natürlich haben auch die Börsen ein Interesse daran, nicht durch Kriminelle geschädigt zu werden. Aus diesem Grund befinden sich die Börsen auch immer wieder auf der Suche nach Partnern, die sich in der Versicherungswirtschaft befinden. Hat sich die Mehrheit der versicherten Börsen jedoch auf kein spezielles Publikum spezialisiert, so beschreitet der Rückversicherer Munich Re nun einen anderen Weg: Von Cury wird nun ein cloudbasiertes Wallet für institutionelle Anleger angeboten, das von Seiten der Münchner Rückversicherung bis maximal 50 Millionen US Dollar versichert ist.

Vorreiterrolle wird Auswirkungen auf den Aktienkurs haben

Aufgrund der Tatsache, dass das Thema Cybersicherheit immer größer wird, wollen sich nun auch immer mehr Unternehmen gegen die möglichen Risiken versichern. Aktuell arbeitet die Munich Re mit diversen Technologieunternehmen zusammen, sodass passende Policen wie auch Präventionsmaßnahmen angeboten werden können. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres wurde von Seiten des Unternehmens verlautbart, man sei eine strategische Partnerschaft mit „Team8“ eingegangen - „Team8“ sei führend im Bereich Cyberabwehr und hat bereits in Cury investiert.

Die Entscheidung des Münchner Rückversicherers, sich nun auch mit dem Thema Kryptowährungen befassen zu wollen, könnte natürlich auch dafür sorgen, dass es demnächst auch von anderen Versicherungsgesellschaften dementsprechende Angebote geben wird.

Nun scheint die Munich Re hier eine Vorreiterrolle eingenommen zu haben, die sich vor allem positiv auf den Aktienkurs auswirken könnte. Denn spannende Investitionen und sinnvolle Partnerschaften lassen Aktien immer attraktiver werden. Zudem überzeugt das Papier der Munich Re auch aus technischer Sicht: Nachdem es Anfang Mai den Dividendenabschlag gab, gelangte die Aktie recht schnell über die 50 Tage-Linie.

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