Finanzen
Geld und Zukunft: Welche Gehälter sind in Deutschland realistisch?

Über Geld redet man bekanntlich nicht – aber manchmal ist es unvermeidbar, etwa beim Blick auf die deutschen Durchschnittsgehälter in beliebten Berufen. Wir nehmen drei der populärsten und am weitesten verbreiteten Jobs unter die Lupe.

Mittwoch, 11.12.2019, 13:16 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 13:34 Uhr
Finanzen: Geld und Zukunft: Welche Gehälter sind in Deutschland realistisch?
Foto: istock.com / FangXiaNuo

Skalpell, Lehrbuch, Rechenschieber: Drei Berufe im Fokus

Wer jung ist und davon träumt, in die große, weite Welt aufzubrechen, der denkt dabei meistens auch an Geld. Berufe mit ordentlichen Verdienstmöglichkeiten sind keineswegs Mangelware , wie diese Übersicht zeigt. Traditionell ist auch der (vermeintliche?) Traumberuf Arzt mit von der Partie und macht hier gerne den Anfang.

Götter in Weiß – auch auf dem Bankkonto?

Fakt ist, dass Ärzte in Deutschland sicherlich nicht am Existenzminimum leben: Das Durchschnittsgehalt pro Jahr liegt bei 84.000 Euro. Dennoch ist echter Wohlstand – oder sogar Reichtum – keineswegs der Standard auf diesem Karrierepfad. Um ein Einkommensniveau weit über dem Durchschnitt zu erreichen, ist der Weg  aus dem städtischen Krankenhaus hin zur privaten Einrichtung nötig.

Was allerdings in jedem Fall gilt: Die Jobsicherheit für ausgebildete Humanmediziner ist extrem hoch . Im Gegenzug gehört der Pfad dorthin zu den längsten, denn neben einem anspruchsvollen Studium mit begrenzten Plätzen ist auch die Berufsausbildung zum Facharzt (und später eventuell zum Oberarzt) mit Aufwand und Anstrengung verbunden. Aus diesem Grund bleibt es dabei, dass die Berufswahl Arzt meistens nicht nur aus finanziellen Gründen getroffen wird – dasselbe Geld ließe sich mit anderen Fächern leichter verdienen.

Beamtentum mit Lehrauftrag – immer noch attraktiv?

Der Beruf als Lehrer hatte schon immer mit gewissen Vorurteilen zu kämpfen. Kurze Arbeitstage und viel Urlaub: Ein Durchschnittsgehalt von rund 52.000 Euro bringt angesichts dieses Klischees eine gewisse Würze ins Spiel.

Dass die Realität nicht ganz so einfach ist, sollte inzwischen jedoch bekannt sein. Die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts findet außerhalb der Schulstunden statt, dazu kommen weitere Verpflichtungen wie Sprechstunden, Veranstaltungen und Seminare. Es wird also seinen Grund haben, dass zunehmend viele Lehrer unter Burnout-Anzeichen leiden . Auch hier gilt deswegen: Idealismus und Begeisterung sollten unbedingt mit im Spiel sein, damit der Beruf sich lohnt.

Das große Geld: Banking als beliebter Karrierepfad

Wenn schon von Geld die Rede ist, darf der Ursprung natürlich nicht fehlen. Gemeint damit ist die Bank, deren Angestellte mit durchschnittlich 38.000 Euro pro Jahr nicht so gut dastehen, wie oft vermutet. In der Praxis gilt hier allerdings das Gegenteil der beiden anderen genannten Berufe: Der Arbeitsalltag in der Bank läuft sehr routiniert und geregelt ab, es gibt keinen Schichtbetrieb und der Feierabend findet meistens pünktlich statt. Gleichzeitig sind regelmäßige Aufstiege gut möglich, was die Motivation, in die Banking-Schiene zu gehen, noch erhöht.

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