Finanzen
Investment in Kryptowährungen - Einfach erklärt

Die Kreditnehmer freut es, die Sparer wissen hingegen nicht mehr, was sie mit ihrem Geld machen sollen: Die Nullzinspolitik, die seit Jahren von der Europäischen Zentralbank (kurz: EZB) verfolgt wird und wohl auch in absehbarer Zukunft kein Ende findet, hat dafür gesorgt, dass die traditionellen Sparprodukte einfach nicht mehr empfohlen werden können.

Mittwoch, 08.01.2020, 13:59 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 14:03 Uhr
Finanzen: Investment in Kryptowährungen - Einfach erklärt
Foto: pixabay.com

Ob Sparbuch, Tages- oder Festgeld - vor ein paar Jahren gehörten jene Produkte zu den absoluten Favoriten im Bereich des sicheren Vermögensaufbaues; heute gelten sie jedoch als absolut ungeeignet, ja sogar als vermögensmindernd. Aufgrund der Inflation, die wesentlich höher als der durchschnittliche Guthabenzinssatz ist, kommt es zum tatsächlichen Kaufkraftverlust - das heißt, der Wert des Vermögens, das auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto liegt, wird mit der Zeit immer weniger.

Wer also gewinnbringend investieren will, der muss sich nach einer Alternative umsehen. Eine Möglichkeit mag der Kryptomarkt darstellen. Doch hier muss man sich von Anfang an bewusst sein, dass man auch Geld verlieren kann. Die Volatilität wie auch Unberechenbarkeit des Marktes sollten keinesfalls unterschätzt werden.

Prognosen sollten immer mit Vorsicht genossen werden

Ist man der Überzeugung, dass eine bestimmte Kryptowährung an Wert gewinnen wird, so ist es ratsam, Coins zu erwerben und diese aufzubewahren. Erreicht dann die Kryptowährung das angestrebte Preisniveau, so können die digitalen Münzen verkauft werden. Das Prinzip mag hier sehr wohl an den Handel mit Aktien erinnern. Wer Aktien von einer bestimmten Gesellschaft erwirbt, spekuliert ebenfalls mit einem Kursanstieg. Jedoch gibt es ein paar Unterschiede: Wer Aktien kaufen will , der beteiligt sich zugleich an einem Unternehmen - im Rahmen einer Vollversammlung hat man hier sogar ein Stimmrecht. Ein weiterer Punkt, der durchaus nicht unberücksichtigt bleiben sollte: Dividenden. Denn Aktiengesellschaften beteiligen die Aktionäre an ihren Gewinnen - somit gibt es neben dem Kursanstieg noch die Möglichkeit, Zusatzzahlungen in Form von Gewinnausschüttungen zu bekommen.

Investiert man hingegen in eine Kryptowährung, so geht es rein nur um den Preisanstieg. Zu beachten ist, dass es im Internet zahlreiche Prognosen gibt, die jedoch allesamt mit Vorsicht genossen werden sollten. Prognosen sind zwar mitunter eine Hilfe, stellen aber keine Garantie dar. Denn auch wenn es Analysten wie Experten gibt, die vorhersagen, dass der Bitcoin demnächst die 100.000 US Dollar-Grenze überspringen wird, so heißt das noch lange nicht, dass es auch so kommen wird.

Risiko ist nicht zu unterschätzen

Man kann sich aber auch für den CFD Handel entscheiden. In diesem Fall geht es nur um die Kursentwicklung der Kryptowährung. Hier erwirbt man also keine Coins. Der CFD Handel ist jedoch nicht ungefährlich. Nicht nur, dass der Kryptomarkt ausgesprochen volatil ist, sodass es ständig nach oben wie nach unten gehen kann, arbeitet man hier mit Hebel. Das heißt, mit einer geringen Summe, die als Sicherheitsleistung bezeichnet wird, können wesentlich höhere Beträge bewegt werden. Das hat natürlich zur Folge, dass Kursschwankungen deutlich größere Auswirkungen auf das eingesetzte Kapital haben.

Liegt man mit der Markteinschätzung richtig, so darf man sich über attraktive Gewinne freuen. Entwickelt sich der Markt jedoch nicht wie gewünscht, so sind in weiterer Folge hohe Verluste vorprogrammiert. Aus diesem Grund ist es wichtig, mit risikomindernden Instrumenten zu arbeiten. Dazu gehören unter anderem Stop Loss oder auch Take Profit. So kann man das Risiko derart reduzieren, damit schon von Seiten des Anlegers im Vorfeld bestimmt werden kann, wie hoch der maximale Verlust ausfallen wird. Erreicht die Kryptowährung nämlich die sogenannte Verkaufsgrenze, so wird die Position automatisch geschlossen.

Nur frei verfügbares Kapital investieren

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Es mag durchaus verlockend sein, doch muss man beachten, dass der Kryptomarkt sehr wohl gefährlich ist. Wer hier investiert, sollte daher nur Geld in die Hand nehmen, das frei zur Verfügung steht - also nicht für absehbare Anschaffungen oder Rechnungen benötigt wird. Denn man darf einfach nicht ausschließen, dass es auch in die andere Richtung gehen kann.

Lag der Bitcoin zu Beginn des Jahres 2019 noch bei 3.000 US Dollar, so bewegte sich die Kryptowährung Ende Juni bei 14.000 US Dollar - Mitte Dezember rutschte der Bitcoin unter 6.500 US Dollar.

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