Sonderveröffentlichung

Finanzen
Private Haftpflichtversicherung – wie hoch sollte die Deckungssumme sein?

Eine Statistik vom Gesamtverband deutscher Versicherungen (GDV) zeigt: Die Mehrheit der Deutschen hat eine Haftpflichtversicherung. Und das zu Recht! Die private Haftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt, denn sie sichert Privatpersonen und Familien für Personen- und Sachschäden an Dritten ab. Es handelt sich hierbei zwar nicht um eine Pflichtversicherung – wie das etwa bei der Kfz-Haftpflichtversicherung der Fall ist –, verzichten sollte aber dennoch niemand auf diese Police. Manchmal genügt eine kleine Unachtsamkeit, um Schäden in Millionenhöhe zu verursachen. Damit diese Schäden dann auch von der Haftpflichtversicherung übernommen werden, kommt es insbesondere auf die Höhe der Deckungssumme an.

Dienstag, 18.02.2020, 12:17 Uhr aktualisiert: 18.02.2020, 12:23 Uhr
Finanzen: Private Haftpflichtversicherung – wie hoch sollte die Deckungssumme sein?
Foto: Colourbox.de

Die Langzeitkosten bei Personenschäden sind enorm

Besonders bei einem Personenschaden können extreme Langzeitkosten entstehen. Von einem Personenschaden spricht man dabei, wenn es zu einer Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit eines Menschen kommt. Personenschäden sind also zum Beispiel:

  • Verletzung einer anderen Person
  • Beeinträchtigung ihrer Gesundheit
  • Tod

Aber auch die Folgeschäden, die aus einem Personenschaden entstehen – wie beispielsweise Vermögensschäden –, gehören dazu und werden von der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt , sofern der Personenschaden von einer versicherten Person versehentlich verursacht wurde. Wer einen Dritten also unbeabsichtigt verletzt oder tötet, hat laut § 823 BGB eine Schadensersatzpflicht und haftet mit seinem gesamten aktuellen und zukünftigen Vermögen. In derartigen Fällen kommt die private Haftpflichtversicherung ins Spiel, die bis zur festgelegten Deckungssumme eintritt. Das heißt aber auch: Wer die Deckungssumme zu niedrig gewählt hat, muss mit seinem privaten Vermögen sämtliche Kosten begleichen, die über dem vereinbarten Betrag liegen.

Verschiedene Deckungssummen stehen zur Auswahl

Als Deckungssumme bezeichnet man also den maximalen Betrag, der durch die Haftpflichtversicherung im Falle eines Schadens abgedeckt wird. Der Versicherte muss alle Mehrkosten, die über der Deckungssumme liegen, trotz Haftpflichtversicherung aus eigener Tasche zahlen. Meist bieten Versicherungen vergleichsweise hohe Deckungssummen an, damit der Versicherungsnehmer ein möglichst geringes finanzielles Risiko hat. Dabei kann der Versicherte bei vielen Versicherungen selbst wählen, wie hoch die Deckungssumme sein soll. So bietet die private Haftpflichtversicherung der Gothaer beispielsweise drei Tarife mit unterschiedlichen Deckungssummen von 10 Millionen, 20 Millionen und 50 Millionen Euro an. Doch welche Deckungssumme macht bei der privaten Haftpflichtversicherung Sinn? Empfehlenswert ist eine Summe von mindestens 5 bis 10 Millionen Euro. Das liegt daran, dass es vor allem bei Personenschäden schnell sehr teuer werden kann, wenn etwa eine lebenslange Rente gezahlt werden muss. Natürlich beeinflusst die Deckungshöhe auch die Beiträge, sodass es sich lohnt, die Tarife zu vergleichen und durchzurechnen, was man sich leisten kann. Zu beachten ist, dass die Deckungshöhe durch die Anzahl der Sachwerte und der mitzuversichernden Personen steigt. Grundsätzlich gilt: Die Deckungssumme bei einer privaten Haftpflichtversicherung sollte keinesfalls unterhalb von 3 Millionen Euro liegen. Je mehr Personen und Sachen man absichern möchte, desto höher sollte die Summe auch angesetzt werden. Wichtig ist auch, daran zu denken, dass die Policen der Haftpflichtversicherung mit der Zeit veralten können. Viele Versicherte wählen anfangs eine niedrige Deckungssumme, um diese später zu erhöhen – neigen dann aber dazu, die Anpassung zu vergessen. Daher ist es sinnvoll, vor langer Zeit abgeschlossene Tarife einmal zu überprüfen, um sie gegebenenfalls anpassen zu lassen oder direkt über einen Wechsel nachzudenken.

Sachschäden: Kleine Missgeschicke können teuer sein

Nicht nur gravierende Personenschäden werden von der privaten Haftpflichtversicherung übernommen, sondern auch kleinere Sachschäden, die der Versicherte oder ein mitversichertes Familienmitglied verursacht hat. Versichert sind dabei aber grundsätzlich nur Schäden, die ohne Vorsatz entstanden sind: ein Rotweinfleck auf dem Teppich der besten Freundin oder eine Tasse Kaffee über dem Laptop des Onkels. Derartige Schäden sind zwar nicht existenzgefährdend, wie das bei Personenschäden der Fall ist, können aber dennoch teuer werden. Dann ist es gut, wenn eine private Haftpflichtversicherung mit einer geeigneten Deckungssumme abgeschlossen wurde, erklären die Experten der Gothaer Versicherung.

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