Finanzen
Bitcoin: Wie sieht die Zukunft der Kryptowährung aus?

Im Jahr 2019 konnten die digitalen Währungen enorme Erholungstendenzen zeigen. Auch wenn Bitcoin und Co. noch weit weg von ihren Höchstständen sind, so konnte man dennoch eindrucksvoll unter Beweis stellen, nicht tot zu sein, wie das bereits von einigen Experten behauptet worden ist.

Freitag, 06.03.2020, 14:22 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 14:28 Uhr
Finanzen: Bitcoin: Wie sieht die Zukunft der Kryptowährung aus?
Foto: Pixabay.com

Nachdem sich also der Kryptomarkt erholen konnte, geht es nun um die Frage, wie sich die digitalen Währungen im Jahr 2020 entwickeln werden. Folgt ein zweites Jahr 2017, ist ein neuerlicher Crash zu erwarten oder darf man diesmal von einem ruhigen Jahr ausgehen? Vorweg: 2020 wird keinesfalls langweilig - es gibt einige Faktoren, die für besonders wilde Kursbewegungen sorgen könnten. 

2017: Das Jahr der Kryptowährungen

Nachdem der Bitcoin vor über einem Jahrzehnt von Satoshi Nakamoto ins Leben gerufen wurde, konnte die digitale Währung aber erst im Jahr 2017 so richtige Berühmtheit erlangen. Denn damals stieg der Bitcoin von 1.000 US Dollar (Januar) auf fast 20.000 US Dollar (Dezember).

Warum der Bitcoin, trotz aller Bemühungen, aber noch immer nicht massentauglich ist? Innerhalb kürzester Zeit rutschte der Bitcoin-Preis auf 10.000 US Dollar ab - Ende 2018 bewegte sich die Mutter aller Kryptowährungen bei gerade einmal 3.000 US Dollar. Wer also erst Ende 2017 eingestiegen ist, weil man Angst hatte, nicht mehr Teil des geschichtsträchtigen Höhenflugs zu sein, musste am Ende hohe Verluste wegstecken. Das ist auch der Grund, warum der Kryptomarkt nur chancenorientierten wie risikoaffinen Anlegern empfohlen werden kann.

Wer über Bitcoin Evolution mit digitalen Währungen arbeitet, der weiß, dass es wichtig ist, nur Geld zu investieren, das frei verfügbar ist. Das bedeutet, man sollte keinesfalls Summen investieren, die man für die nächste Mietvorschreibung, Leasing- oder Kreditrate braucht.

2020 ist gefüllt mit Herausforderungen

Das Jahr 2020 wird einige Herausforderungen mit sich bringen. So werden vor allem Regulierer wie Aufsichtsbehörden gefragt sein, endlich eine einheitliche Lösung zu finden. Denn bislang gibt es nur nationale Alleingänge. Das heißt, allgemeingültige Ansätze sind noch immer Mangelware. Die Richtlinien für den Handel mit Kryptowährungen sowie auch für das Traden sind unterschiedlich; auch dann, wenn es darum geht, wie die Gewinne versteuert werden müssen . Selbst der Umgang mit den unregulierten Initial Coin Offerings ist noch nicht einheitlich geklärt.

Abhilfe könnte ein Bitcoin-ETF bringen. Doch hier fehlt es den Verantwortlichen an Mut, endlich eine Entscheidung zu treffen. Denn die Anträge auf einen derartigen ETF wurden bislang allesamt abgelehnt oder vertagt. Die SEC, die amerikanische Finanzaufsicht, wird im Jahr 2020 aber eine Entscheidung treffen müssen, ob man Bitcoin-ETFs erlaubt oder nicht.

Folgt ab Mai ein neuer Höhenflug?

Zudem wird im Mai das sogenannte Bitcoin Halving erwartet. Das heißt, es kommt zu einer Halbierung der Belohnung für Miner. Bislang gab es für die Miner 12,5 Coins - nach dem Mai nur noch 6,25 Coins. Bislang hat jedes Bitcoin Halving einen neuen Höhenflug ausgelöst, der mit einem Allzeithoch geendet hat. Aber nicht nur ein neues Allzeithoch wird erwartet - viele Experten befürchten auch, dass sich die Geschichte aus dem Jahr 2017 wiederholen könnte.

Das heißt, es besteht sehr wohl die Gefahr, dass es dann wieder zu einem erheblichen Crash kommt. Wer also in den Kryptomarkt investiert, allen voran in den Bitcoin, der muss den passenden Einstiegszeitpunkt sowie auch den richtigen Verkaufszeitpunkt finden , um hier attraktive Gewinne einfahren zu können.

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Prognosen sind mit Vorsicht zu genießen

Das Jahr 2020 wird spannend. Jedoch sollte man vorsichtig sein. Natürlich gibt es vielversprechende Prognosen, die den Bitcoin schon bei über 20.000 US Dollar, wenn nicht sogar schon bei über 100.000 US Dollar, sehen. Doch Prognosen sind niemals eine Gewinngarantie. Das heißt, es kann jederzeit in die andere Richtung gehen.

Unvorhergesehene Ereignisse sorgen immer wieder für Kursbeben. Der Kryptomarkt ist nämlich derart volatil, sodass starke Kursbewegungen keine Seltenheit sind. So sorgte etwa die Ankündigung, dass Facebook mit Libra eine Kryptowährung auf den Markt bringen will, für richtig viel Rückenwind - und Libra war zugleich auch Grund für die Korrektur, als klar wurde, dass das Projekt innerhalb weniger Wochen mehr Kritiker als Fans gewinnen konnte.

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