Abhebe-Marathon
Bargeld-Auszahlung bei Direktbank schwierig

Die Verbraucherzentrale NRW hat die Bargeldauszahlung bei zehn Direktbanken getestet. Das Ergebnis: Für 20 000 Euro waren mitunter tagelange Gänge zum Automaten nötig.

Freitag, 07.08.2020, 17:34 Uhr aktualisiert: 07.08.2020, 17:42 Uhr
Direktbank-Kunden, die eine größere Summe Bargeld brauchen, müssen eventuell sehr oft zum Automaten gehen.
Direktbank-Kunden, die eine größere Summe Bargeld brauchen, müssen eventuell sehr oft zum Automaten gehen. Foto: Benjamin Nolte

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wer bei einer Direktbank Kunde ist, kann nicht einfach zu einer Filiale an den Schalter gehen. Deshalb muss er sich unter Umständen auf Schwierigkeiten bei der Beschaffung von größeren Bargeldsummen einstellen.

Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin. Sie fragte bei zehn Geldhäusern an, wie und zu welchen Konditionen Kunden an 20 000 Euro Bargeld kommen.

Fünf der zehn Probanden stellen ausschließlich durch Geldautomaten anderer Geldinstitute Bargeld bereit. Dies hat zum Nachteil, dass jene auch das tägliche Abhebe-Limit bestimmen. In der Praxis bedeutet das, dass die 20 000 Euro in mindestens zehn Einzelabhebungen an zehn verschiedenen Tagen - 2000 Euro Tageslimit war das Maximum im Test - zusammengestückelt werden müssen.

Ein Kandidat hatte eigene Automaten, allerdings nur in Teilen Deutschlands. Wer keinen Automaten in der Nähe hat, kann dort einen Kurierdienst nutzen - gegen Gebühr. Bei den restlichen Banken war das Abheben des gesamten Summe über kooperierende Filialen zwar möglich, aber teils sehr kostspielig.

© dpa-infocom, dpa:200807-99-84398/2

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