Di., 24.03.2015

Gesundheit Hustenstiller oder Schleimlöser: Was hilft bei Reizhusten?

Gesundheit : Hustenstiller oder Schleimlöser: Was hilft bei Reizhusten?

Husten ist ein Schutzreflex des Körpers und Begleiterscheinung von zahlreichen Erkrankungen, wie zum Beispiel einer harmlosen Erkältung. Wenn die Rachenschleimhaut gereizt ist, kommt es zu unkontrollierbaren Hustenanfällen, die schmerzhaft sein können. Dieser Reizhusten tritt oft zu Beginn eines grippalen Infekts auf und ist sehr kräftezehrend. Als Medizin gibt es hustenstillende, aber auch schleimlösende Produkte. Welches davon hilft wirklich gegen den trockenen Husten?

Trockener Husten oder Reizhusten wird das trockene, häufig laute Husten ohne Auswurf genannt. Medizinisch wird diese Art des Hustens wegen des fehlenden Schleims auch als unproduktiver Husten bezeichnet. Der Reizhusten tritt anfallartig auf und kann oft minutenlang anhalten. Die Ursachen für die heftigen Hustenattacken sind ganz unterschiedlich. So kann beispielsweise eine allergische Reaktion, ein eingeatmeter Fremdkörper oder eine Vielzahl von Entzündungen im Rachen-, Bronchien- und Kehlkopfraum Reizhusten nach sich ziehen. Aber auch ernsthafte Erkrankungen wie Tuberkulose, chronische Herzinsuffizienz oder Asthma gehen mit trockenem Husten einher. Falls die Symptome also über einen längeren Zeitraum anhalten, sollte eine gründliche körperliche Untersuchung durch einen Arzt erfolgen.

Behandlung und Therapie

Bei Husten, der nicht von Schleim begleitet wird, sollte kein Schleimlöser verwendet werden. Dieses Medikament ist nur bei produktivem Husten einzunehmen, denn es macht den Schleim, der die Atemwege blockiert, weniger zähflüssig und erleichtert somit die Lösung des Schleims. Wird nun bei Reizhusten ein Schleimlöser gegeben, verstärkt sich der Hustenreiz, da der Körper zum Abhusten angeregt wird. Wer ein Medikament einnehmen möchte, sollte deshalb zu einem hustenreizstillenden Mittel greifen. Einige der Präparate unterdrücken nicht nur den Husten, sondern wirken auch schmerzlindernd. Merkt der beispielsweise an einer Erkältung erkrankte Patient nach einigen Tagen, dass sich der Reizhusten in einen produktiven Husten verwandelt, ist das nicht weiter ungewöhnlich, sondern der natürliche Verlauf einer Erkältung. Ab diesem Zeitpunkt sollte auf den Hustenstiller verzichtet werden, da sonst das Abhusten des Schleims verhindert wird und dieser einen Nährboden für Keime im Körper bietet.

Hausmittel und pflanzliche Alternativen

Wer den Reizhusten nicht medikamentös behandeln möchte, kann auch zu natürlichen Mittel greifen. Einen Salbei-Aufguss zu inhalieren beruhigt die gereizten Schleimhäute. Auch ein Zwiebelsaft mit Kandiszucker beruhigt die Bronchien und lindert den Hustenreiz. Wer sich nicht zu dem Zwiebelsaft überwinden kann, sollte zu Tees greifen. Eibisch, Spitzwegerich oder Efeu wirken ebenfalls hustenreizlindernd.

Bildrechte: Flickr cough_kid mahmoud99725 CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten



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